Bayerns Flop-Elf: Die schlechteste Bayern-Mannschaft des Jahrtausends

Oddo, Usami, Braafheid und Co.: Mit dieser Mannschaft würde wohl selbst der FC Bayern absteigen. Das ist die wohl schlechteste Bayern-Elf des Jahrtausends.

Thomas Kraft sollte der Nachfolger von Torwart-Titan Oliver Kahn werden. Ex-Bayern-Trainer Louis van Gaal machte den damals 22-Jährigen in der Saison 10/11 zwischenzeitlich zur Nummer eins. Doch er verlor den Kampf gegen Hans-Jörg Butt, kam nur auf 19 Pflichtspiele für den Rekordmeister. Inzwischen spielt er für Hertha BSC Berlin, ist dort aber auch nur die Nummer zwei.
Massimo Oddo war in der Saison 08/09 an den FC Bayern ausgeliehen. Der italienische Rechtsverteidiger kam vom damaligen europäischen Top-Klub AC Mailand. Die Vorschusslorbeeren konnte er jedoch nie erfüllen, nach einem Jahr ging er zurück nach Italien.
Breno ist wohl der tragischste Fall in dieser Elf: Bayern zahlte Anfang 2008 zwölf Millionen Euro für den Abwehrspieler. Damals ein Irrsinns-Preis für einen 18-Jährigen, der direkt aus Brasilien kam. Auch aufgrund von Verletzungen kam Breno bei den Bayern nie wirklich zum Zug. Nach einer erneuten Hiobsbotschaft zündete er 2011 unter Alkoholeinfluss sein Haus an. 2012 wurde er zu drei Jahren Haft verurteilt, nach Absitzen kehrte er nach Brasilien zurück.
Edson Braafheid wechselte 2009 auf Geheiß von Louis van Gaal aus den Niederlanden zum FC Bayern. Der Linksverteidiger kam in den 18 Monaten beim Rekordmeister auf nur 19 Pflichtspieleinsätze, Anfang 2011 ging er nach Hoffenheim.
Tobias Rau war Anfang der 2000er eines der größten Talente im deutschen Fußball. 2003 schnappten sich die Bayern den damals 21 Jahre alten Linksverteidiger. Doch der erhoffte Durchbruch blieb aus, nach zwei Jahren zog er weiter zu Arminia Bielefeld. Mit nur 27 Jahren beendete Rau 2009 seine aktive Karriere, um Lehrer zu werden.
Andreas Görlitz kam im Jahr 2004 vom verhassten Rivalen TSV 1860 München zu den Bayern. Er spielte aber nie wirklich eine ernsthafte Rolle im Kampf um die Stammplätze. 2007 wurde er an den Karlsruher SC verliehen. Nach einer kurzen Rückkehr wechselte er 2010 zum FC Ingolstadt. Bilanz bei den Bayern: 26 Pflichtspieleinsätze.
Julio dos Santos war nach Roque Santa Cruz der zweite Paraguay-Import des FC Bayern. Anfang 2006 kam der damals 22 Jahre alte Mittelfeldspieler von Cerro Porteno an die Isar., absolvierte nur eine Partie über 90 Minuten. Nach einem Jahr wurde er nach Wolfsburg verliehen, danach zu UD Almeria. Im Sommer 2006 kehrte er schließlich nach Südamerika zurück.
Landon Donovan war DER US-amerikanische Superstar, als er Anfang 2009 per Leihe nach München wechselte. Der damalige Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann war ein Riesenfan des Offensivspielers. Zwei Monate und sieben Spiele später war jedoch schon wieder Schluss für Donovan in Deutschland. Auch sein Förderer Klinsmann musste nur wenige Wochen später gehen.
Auch José Ernesto Sosa wechselte in jungen Jahren für viel Geld nach München, immerhin zahlte der Rekordmeister 2007 neun Millionen Euro für den damals 22-Jährigen von Estudiantes aus Argentinien. Gut angelegt war das Geld nicht, in drei Jahren, in denen er auch zwischendurch verliehen wurde, kam er lediglich auf 53 Pflichtspiele für die Bayern.
Als Mega-Talent aus Fernost angekündigt, erfüllte Takashi Usami die in ihn gesteckten Erwartungen überhaupt nicht. 2011 wechselte er vom japanischen Verein Gamba Osaka auf Leihbasis nach München. Dort kam er nur auf etwas mehr als 200 Einsatzminuten in fünf Pflichtspielen. Nach einem Jahr war Schluss. Doch Usami blieb in Deutschland, spielt aktuell für Fortuna Düsseldorf.
Jan Schlaudraff trumpfte in der Saison 06/07 für Alemania Aachen groß auf. Es folgte der Wechsel nach München. Dort konnte er aber nicht an die Aachener Zeit anknüpfen, in 14 Spielen gelang dem Offensivspieler kein Tor. Nach einem Jahr ging es weiter zu Hannover 96. 2015 beendete er dort seine aktive Karriere.
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