Achtung, feindliche Übernahme!

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Wie die Münchner Strategen gezielt die Konkurrenz schwächen.

Miroslav Klose (Werder Bremen): 2007: Auch Werders Topstürmer Miroslav Klose wurde von den Bayern umgarnt, bis er schließlich 2007 in den Süden wechselte. Bei Bremen war er Torschützenkönig und bester Vorlagengeber. Zum Abschied wurde er vom Publikum ausgepfiffen. In München konnte der deutsche Nationalspieler an seine vorherigen Leistungen nie richtig anknüpfen.
Michael Ballack (Bayer Leverkusen): 2002: 2002 war eines der erfolgreichsten Jahre von Bayer Leverkusen. Die Werkself zog in das Finale der Champions League ein, unterlag dort allerdings Real Madrid. Gleichzeitig war Bayer Zweiter der Bundesliga und im DFB-Pokal. Am Ende der Saison waren nicht nur drei Titel verloren, sondern auch wichtige Stützen des Teams. Mittelfeldstratege Michael Ballack wanderte nach München ab.
Zé Roberto (Bayer Leverkusen): 2002: Bayern München stibitze 2002 den Leverkusenern zudem Defensivmann Zé Roberto und wurde im Jahr darauf prompt mit 16 Punkten Vorsprung Meister. Die beiden wichtigen Stützen des Teams fehlten Bayer, die durch Neuzugänge nicht kompensiert werden konnten. Das vorherige "Vizekusen" stieg 2003 beinahe ab.
Matthias Sammer und Stefan Reuter (Borussia Dortmund): Mitte der 1990er Jahre feierte Borussia Dortmund viele Erfolge, was auch die Bayern-Bosse auf den Plan rief. Ihr Buhlen um Matthias Sammer, Stefan Reuter (beide Bild) oder Steffen Freund war zwar vergeblich, blieb aber nicht ohne Folgen: Die BVB-Stars ließen sich ihre Treue beim Gehaltspoker etwas kosten, was Dortmund den finanziellen Ruin bescherte.
Mario Basler (Werder Bremen): 1996: Werder Bremen gehörte in den 1980er und 1990er Jahren zu den größten Herausforderern der Münchner. Kein Wunder, dass die Bayern stets darum bemüht waren, der lästigen Konkurrenz Spieler und Trainer abzukaufen. 1995 holten sie Andreas Herzog und Otto Rehhagel, ein Jahr später Mario Basler von der Weser an die Isar.
Bruno Labbadia (1. FC Kaiserslautern): 1991: Der überraschende Höhenflug mit Pokalsieg 1990 und Meisterschaft 1991 machte die Stars des FC Kaiserslautern zu einem Objekt der Begierde bei der überrumpelten Konkurrenz. Bayern sicherte sich die Dienste von Stürmer Bruno Labbadia. 1995 holen sie sich auch auch noch Regisseur Ciriaco Sforza. In der Folge stieg der FCK ab.
Lothar Matthäus (Borussia Mönchengladbach): 1984: Als Beginn der strategischen Personalpolitik der Bayern gilt die Verpflichtung des Gladbachers Karl del'Haye im ersten Jahr von Manager Uli Hoeneß 1980. Vier Jahre später holen sich die Münchner auch noch den späteren Weltfußballer Lothar Matthäus von ihrem damaligen Dauerkonkurrenten ins Haus.