Der Mann des Spieltags in der 2. Bundesliga heißt vorläufig Lukas Hinterseer. Am Tag vor dem Topspiel des Tabellenführers 1. FC Köln gegen den -zweiten Hamburger SV erledigt der Österreicher die SpVgg Greuther Fürth quasi im Alleingang. St. Pauli gewinnt auch unter seinem neuen Trainer nicht, aber auch Kiel patzt im Aufstiegsrennen.

Mehr Fußball-Themen finden Sie hier

Dank Lukas Hinterseer hat der VfL Bochum seine Serie von drei Spielen ohne Sieg mit dem 3:2 (1:2)-Erfolg gegen die SpVgg Greuther Fürth beendet.

Der zweitbeste Torjäger der 2. Bundesliga erzielte am Sonntag in der 14., 53. und 90. Minute seine Saisontreffer 15 bis 17.

Nach diesem Duell der beiden Vereine aus dem gesicherten Tabellen-Mittelfeld der Liga hat Bochum als Zehnter 38 Punkte, die Franken haben als Elfter einen Zähler weniger.

Fürth gibt zwei Mal eine Führung her

In einer vor allem in den ersten 45 Minuten ansehnlichen und abwechslungsreichen Begegnung führten die Franken vor 17.344 Zuschauern zweimal.

Sebastian Ernst köpfte in der 6. Minute bei seinem 50. Zweitligaeinsatz für Fürth das 1:0. Paul Seguin traf in der 36. Minute zum 2:1.

Bis kurz vor Schluss sah es ganz danach aus, als ob die Franken ihre Serie auf fünf Begegnungen ohne Niederlage ausbauen könnten - ehe Hinterseer entscheidend traf.

Der Luhukay-Effekt bleibt in St. Pauli zunächst aus

Der FC St. Pauli hat im Aufstiegskampf einen weiteren Dämpfer hinnehmen müssen.

Im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Jos Luhukay kamen die Gastgeber am Sonntag gegen Arminia Bielefeld nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und haben nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie weiterhin vier Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz.

Vor 29.546 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion brachte Fabian Klos (5. Minute, Foulelfmeter) die in der ersten Halbzeit deutlich besseren Gäste in Führung.

Diese glich Ryo Miyaichi (48.) für die nach der Pause klar verbesserten Kiezkicker aus. Zum angestrebten Heimsieg reichte es für die auf Rang sieben abgerutschten Hamburger aber nicht mehr.

Ingolstadt fehlen vier Punkte zum Relegationsrang

Auch Tomas Oral scheint den FC Ingolstadt nicht vor dem Absturz in die 3. Liga bewahren zu können.

Die Oberbayern mussten sich am Sonntag im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer gegen den Aufstiegsaspiranten Holstein Kiel mit einem 1:1 (1:0) begnügen. Der Rückstand auf den Relegationsplatz 16 beträgt damit fünf Spieltage vor Saisonende in der 2. Liga vier Punkte.

Dario Lezcano brachte den FCI eine Woche nach dem Einstandserfolg von Oral beim MSV Duisburg in der 13. Minute in Führung. Atakan Karazor glich vor 8.377 Zuschauern für Kiel mit einem Kopfball aus (53.).

Die Kieler liegen weiterhin drei Zähler hinter Relegationsrang drei.

Orals Umstellung auf zwei Spitzen tat dem Offensivspiel des FCI gut. Der wuchtige Angreifer Stefan Kutschke legte Lezcano das Tor auf.

In der Defensive benötigten die Oberbayern auch Glück. Marcel Gaus musste einen Schuss von Jae-Sung Lee auf der Linie klären (29.). Eine Erhöhung des Vorsprungs verpassten die Schanzer danach. Lezcano traf den Pfosten (30.). Paulo Otavio verstolperte eine große Chance (38.).

Kiels Atakan bestraft die Nachlässigkeit des FCI

Das sollte sich für die Ingolstädter nach der Pause rächen. Eine Flanke in den Strafraum von Arne Sicker verwertete der sträflich unbewachte Atakan.

Die bemühten Gastgeber waren nach dem Ausgleich nicht in der Lage, den so wichtigen Siegtreffer zu erzwingen. (dpa/hau)

Der SC Paderborn erhält durch seinen Heimsieg über den MSV Duisburg auf beeindruckende Art und Weise die Hoffnung auf seinen zweiten Bundesliga-Aufstieg nach 2014. Am anderen Ende der Tabelle atmen die vom Abstieg bedrohten Klubs aus Sandhausen und Darmstadt nach ihren Erfolgen gegen Dresden und in Magdeburg tief durch.