Mit dem Wechsel von Honda- zu Renault-Antrieben will McLaren in der FOrmel-1-Saison 2018 wieder den Sprung nach oben schaffen. Nach drei Jahren voller Schwächen herrscht in Woking wieder Optimismus. Starpilot Fernando Alonso ließ sich bereits 2017 zu der Aussage hinreißen: "Nächstes Jahr werde ich siegen." An diesen Worten muss der der Spanier in den kommenden Monaten messen lassen.

"2018 werde ich siegen", erklärt Alonso im Interview mit der spanischen Zeitung 'AS' auf die Frage, ob sich an dieser klaren Zielsetzung etwas geändert habe. Ob dieser Erfolg aber mit McLaren in der Formel 1 möglich ist? "Ich weiß es nicht", so der zweimalige Champion. "Wird werden es sehen. Natürlich wird man mir meine Aussage immer wieder um die Ohren hauen, aber das ist mir egal. Ich habe gesagt, dass ich gewinnen werde - und ich werde in diesem Jahr gewinnen."

Die Chancen auf einen Rennsieg erscheinen in der Formel 1 mit McLaren-Renault trotz der veränderten Konstellation weniger hoch als mit dem Werksteam von Toyota in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC). Dort treten die Japaner in der LMP1-Klasse ausschließlich gegen Privatmannschaften wie ByKolles, DragonSpeed, Manor oder Rebellion an. Alonso und seine Toyota-Teampartner Sebastien Buemi und Kazuki Nakajima im Toyota TS050 mit der Startnummer 8 gelten als favorisiert.

Aber auch in der Königsklasse will Alonso wieder ganz nach vorn. "Wir werden definitiv viel konkurrenzfähiger sein", meint er. "Ich weiß aber nicht wie viel. Man muss sich nur das Beispiel Red Bull aus dem vergangenen Jahr anschauen. Sie waren aufgrund der Regeländerungen stark, aber Verstappen ist dann ständig ausgefallen. Er hat Mitte des Jahres sogar weniger Runden drehen können als wird. Die hohen Erwartungen konnten also eigentlich nicht erfüllt werden."

"Immer werde ich gefragt, ob ich 2018 ein Siegerfahrzeug haben werde. Man kann so etwas nicht vorhersehen. Klar ist aber, dass die Erwartungen deutlich höher sind als in den zurückliegenden drei Jahren. Die Atmosphäre im Team ist positiv, alle legen noch eine Schippe drauf, um auch die letzte Hundertstelsekunde aus dem Auto zu kitzeln", beschreibt Alonso die Lage im Werk in Woking. "Wir wollen stärker sein. Ich bin sicher, wir werden auch stärker sein."

Für den Spanier ist der Wechsel zum Renault-Antrieb der wichtigste Schlüssel auf dem Weg zu besserer Performance. "Aber total. Drei Hersteller sind aus meiner Sicht auf einem hohen Level: Mercedes, Ferrari und Renault. Mercedes hat die aktuelle Ära bislang dominiert, aber wenn man den Schritt nach vorn einer Marke zutrauen sollte, dann ist es Renault. Die haben in den vergangenen zwölf Jahren sechs Titel geholt. Renault ist für mich eine sichere Bank."  © Motorsport-Total.com GmbH