Der positive Corona-Test bei Racing-Point-Pilot Sergio Perez sorgt für das Blitz-Comeback des ehemaligen Perez-Teamkollegen Nico Hülkenberg. Hülkenberg selbst bestätigte seine Rückkehr bei RTL.

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Der seit dem Saisonende 2019 vertragslose Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg ist Nutznießer des ersten prominenten Coronavirus-Falls in der Formel 1.

Nico Hülkenberg soll für Sergio Perez fahren

Der 32-Jährige ersetzt den Mexikaner Sergio Perez kurzfristig beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone im Team Racing Point, wie Hülkenberg gegenüber RTL bestätigte. Hülkenberg und Perez fuhren zwischen 2014 und 2016 gemeinsam für den Vorgänger-Rennstall Force India.

Eine Bestätigung für den Fahrerwechsel gab es zunächst nicht, da noch verschiedene Formalien zu klären waren. Unter anderem musste ein negativer Corona-Test von Hülkenberg vorgelegt werden, der Voraussetzung für einen Einsatz ist.

Eine Entscheidung über das freie Cockpit Racing Points musste rasch fallen, denn schon um 11:00 Uhr Ortszeit (12:00 Uhr MESZ) stand das erste Training zum vierten Saisonlauf auf dem Programm.

Hülkenberg bringt die Erfahrung von 177 Formel-1-Rennen mit. Auf einen Podestplatz aber wartet er noch. Hülkenberg fuhr von 2012 und ein zweites Mal zwischen 2014 und 2016 für Racing Points Vorgänger Force India. Zuletzt war der Deutsche von 2017 bis 2019 für Renault aktiv und hatte im Vorjahr keinen neuen Kontrakt mehr erhalten. Sein Cockpit bekam anschließend der Franzose Esteban Ocon, der wiederum 2017 und 2018 an der Seite von Perez einen Force India pilotierte.

Perez positiv auf Corona getestet

Hülkenbergs einstiger Stall-Gefährte Perez war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 30-Jährige darf nicht mehr am Grand Prix am Sonntag (ab 15:10 Uhr, live bei RTL und Sky) teilnehmen und muss in Quarantäne bleiben. Deshalb ist Hülkenbergs Einsatz an der Seite des Kanadiers Lance Stroll auch für das Silverstone-Rennen am 9. August vorgesehen.

Wurde positiv auf Corona getestet: Racing-Point-Fahrer Sergio Perez.

Perez sei trotz der festgestellten Corona-Infektion körperlich gesund und bei guter Stimmung, teilte sein Rennstall mit. "Er wird sich weiterhin nach den Richtlinien der zuständigen Gesundheitsbehörden selbst isolieren, wobei die Sicherheit für das Team und den Sport oberste Priorität hat", hieß es in einer Mitteilung. Personen, mit denen Perez direkten Kontakt hatte, wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt.

Erst der zweite Test von Perez fiel am Donnerstag positiv aus. Zuvor hatte es ein nicht eindeutiges Ergebnis gegeben und der Pilot wurde fernab der Strecke vorsorglich isoliert. Der WM-Sechste hätte nur bei einem negativen Ergebnis in sein Auto steigen können.

Vandoorne und Gutierrez wären Optionen für Racing Point

Racing Point musste reagieren. Es sei das Ziel gewesen, beide Autos an den Start zu schicken, hieß es vom Team, das auch Zugriff auf die Mercedes-Ersatzfahrer Stoffel Vandoorne aus Belgien und Esteban Gutierrez aus Mexiko hat.

Bei den ersten drei Rennen nach dem Formel-1-Neustart hatte es zuvor keinen positiven Corona-Fall unter den Fahrern oder den Angestellten der Teams gegeben.

Bei rund 15.000 Tests lieferten zwei Helfer in Ungarn die einzigen positiven Ergebnisse. Sie hatten jedoch keinen Kontakt mit dem direkten Umfeld der Rennställe und konnten so leicht isoliert werden.

Formel-1-Saison hatte im März beginnen sollen

Im März hatte es beim ursprünglichen Saison-Auftakt in Melbourne einen Corona-Fall im Team von McLaren gegeben, aber ebenfalls nicht unter den Fahrern. Das Rennen in Australien wurde zu Beginn der Coronakrise kurzfristig abgesagt. (dpa/AFP/hau/ska)

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