Am 21. März 2020 hat die IIHF beschlossen, dass die 84. Eishockey-Weltmeisterschaft, die zwischen dem 8. bis 24. Mai 2020 in der Schweiz stattfinden sollte, aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt wird. Die Austragungsorte sollten Zürich und Lausanne sein. Wir erklären Ihnen, was Sie zur Eishockey-WM wissen sollten.

So ist die Eishockey-WM aufgebaut

Die Eishockey-Weltmeisterschaften finden jedes Jahr statt, sogar auch im Jahr der Olympischen Winterspiele, die wegen ihres 4-Jahres-Zyklus als prestigeträchtiger gelten.

Es finden mehrere Turniere des IIHF (Internationale Eishockey-Föderation) im Jahr statt, doch der größte und wichtigste Wettbewerb ist die Eishockey-WM der Top-Division (sog. A-WM) der Männer. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich auch die A-WM der männlichen Junioren (U-20), die traditionell während der Winterferien stattfindet.

Der Spiel-Modus der Eishockey-WM

Die A-WM der Herren dauert immer zwei Wochen. Es nehmen 16 Nationalmannschaften teil, die zuerst in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Die Auslosung der Gruppen für die kommende WM findet kurz nach dem Finale der vorigen WM statt. Die Gruppenaufteilung basiert auf der Platzierung der Teams in der IIHF-Weltrangliste.

In der Gruppenphase spielen die jeweiligen acht Teams in den Gruppen gegeneinander. Die vier bestplazierten Gruppenmannschaften kommen ins Viertelfinale und spielen gegen die vier besten Mannschaften der zweiten Gruppe. Dabei gilt die Kreuzvergleich-Regel: Der Sieger der Gruppe A spielt gegen den Vierten der Gruppe B usw.

Die jeweiligen zwei Gruppenletzten steigen automatisch in die IA-Division ab. Ihren Platz bei der kommenden WM übernehmen dann die zwei bestplatzierten Teams der untergeordneten IA-WM.

Nach dem Viertelfinale werden die vier Mannschaften nach zwei Tagen Ruhepause neu gesetzt. Die bestplatizerte Vorrunden-Mannschaft spielt gegen die letzplatzierte verbliebene Mannschaft, das andere Halbfinalspiel bestreiten die zwei restlichen Teams. Am Tag danach kommt es zum Finale und dem Spiel um Platz 3.

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