Petro+Poroschenko

Deutschland will bis zu 1.000 OSZE-Beobachter in der Ukraine. Das berichtet der Nachrichtensender "N24" unter Berufung auf ein Telefonat zwischen Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow.

Die Fronten sind unverändert verhärtet, ein Frieden in weiter Ferne: Seit den Kämpfen um die Stadt Debalzewo ist unklarer denn je, wie es um den Friedensplan für die Ukraine steht. Ist das Minsker Abkommen gescheitert? Die Beteiligten sprechen bisher nur vom gebrochenen Waffenstillstand – doch gerade das sagt viel über die Interessen der Konfliktparteien: Wer steht wofür und warum?

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat gemeinsam mit den Präsidenten Frankreichs und der Ukraine sowie Kremlchef Putin einen "Bruch" des vereinbarten Waffenstillstands angeprangert.

Kurz vor der geplanten Waffenruhe in der Ostukraine haben sich prorussische Aufständische und Regierungstruppen im Kriegsgebiet erneut blutige Kämpfe geliefert. Die Rebellen und die ukrainische Regierung drohen sich vor Beginn der Waffenruhe in der kommenden Nacht gegenseitig. Zudem ist bislang nicht klar, ob die Feuerpause im gesamten Kriegsgebiet gelten wird: Ein Rebellenchef kündigte einen erbitterten Kampf um strategisch wichtige Stadt an.

Noch liefern sich die Rebellen in der Ostukraine erbitterte Kämpfe mit der ukrainischen Armee. Doch damit soll es ab Sonntag ein Ende haben. Dann tritt offiziell die zweite Auflage des bereits im September ausgehandelten Friedensabkommens aus dem weißrussischen Minsk in Kraft.

So eine Woche hatte selbst Angela Merkel noch nicht: Als Friedensvermittlerin fliegt sie zwischen Ost und West gut 20.000 Kilometer hin und her.

Mehr als 17 Stunden dauerten die Verhandlungen in Minsk. Am Ende steht ein kleiner Kompromiss. Angela Merkel lobt nach dem Vierer-Gipfel Wladimir Putin und sieht in den getroffenen Vereinbarungen einen Hoffnungsschimmer. Die Kanzlerin weiß aber auch, dass bis zu einem andauernden Frieden noch große Hürden ausgeräumt werden müssen. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gibt zu: "Wir hätten uns mehr gewünscht."

Besorgte, aber auch hoffnungsvolle Blicke gehen derzeit nach Minsk. Das Gipfeltreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin soll der Ukraine endlich einen Waffenstillstand ermöglichen. Beobachter fürchten allerdings, dass die Gespräche den Konflikt nicht endgültig begraben können.

Der Ukraine-Krisengipfel in Minsk wird stattfinden. Er gilt als letzte Chance, den Krieg im Donbass friedlich zu beenden. Was droht dem Konfliktgebiet, falls eine Waffenruhe nicht gelingen sollte?

Im Ukraine-Konflikt richten sich alle Augen auf Angela Merkel. Die Bundeskanzlerin soll morgen in Minsk Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu einer friedlichen Lösung bewegen. Doch ihre Optionen sind begrenzt, analysiert Außenpolitik-Experte Wilfried von Bredow. Er schätzt die Aussicht auf Erfolg als eher gering ein.

Das Weltwirtschaftsforum in Davos ist eines der wichtigsten Treffen von Politik und Industrie. Nach den Anschlägen in Paris legen die Organisatoren in diesem Jahr ganz besonders viel Wert auf die Sicherheit. Aber welche Sicherheitsmaßnahmen sind wirklich nötig? Wie sieht die Logistik aus? Welche Einsatzkräfte sind vor Ort und was kostet das Ganze? 

Von einer Waffenruhe im Donbass redet niemand mehr im ukrainischen Konfliktgebiet. Die Kampfhandlungen sind so stark wie seit Wochen nicht mehr. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko warnt nun vor noch mehr Blutvergießen in der Ostukraine.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat Russland im Friedensprozess um die Ostukraine den Bruch von Versprechen vorgeworfen und vor einem neuen Krieg gewarnt.