In den beliebtesten europäischen Ferienländern wird intensiv daran gearbeitet, Urlaub unter Auflagen auch für Ausländer möglich zu machen. Wann sind wo und unter welchen Bedingungen Reisen wieder möglich?

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Ob nach Dänemark ans Meer oder in die Berge nach Österreich, ein Sommerurlaub innerhalb Europas rückt trotz Corona-Krise wieder in den Bereich des Möglichen. Ab dem 15. Juni wird die Bundesregierung die allgemeine Reisewarnung für Europa aufheben und durch individuelle Hinweise ersetzen. Fernreisen dagegen liegen tatsächlich noch in der Ferne. Die weltweite Reisewarnung für alle Länder außer den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, den Schengen-assoziierten Staaten und dem Vereinigten Königreich, wird vorerst bis einschließlich dem 31. August weiter gelten.

Nichtsdestotrotz müssen Urlauber auch in allen Ländern Europas mit teilweise massiven Einschränkungen rechnen. Hier einen Überblick, welche weiteren Regeln Touristen bei unseren Nachbarn und in den beliebtesten Urlaubsländern beachten sollten.

Österreich

Österreich hat inzwischen die Reisefreiheit zu Deutschland und zu allen anderen Nachbarländern (Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn) bis auf Italien wieder hergestellt. Damit entfällt für Einreisen aus diesen Ländern (auch auf dem Luftweg) die Anforderung, einen gültigen negativen Covid-19-Test vorzuweisen bzw. sich in 14-tägige Heimquarantäne zu begeben.

Personen, die aus einem anderen Land nach Österreich einreisen, haben ein ärztliches Attest über einen negativen Test auf COVID-19 vorzulegen. Das ärztliche Zeugnis darf bei der Einreise nicht älter als vier Tage sein.

Der Transit durch Österreich nach Italien und zurück ist erlaubt, allerdings ohne Zwischenstopp.

Bis vorerst Ende Juni gilt, wer im öffentlichen Raum unterwegs ist, muss einen Mindestabstand von einem Meter zu allen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, einhalten.
In öffentlichen Verkehrsmitteln, in Geschäften sowie in öffentlichen Gebäuden ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ausgenommen sind Kinder bis zum vollendeten 6. Lebensjahr.

Seit 29. Mai sind Beherbergungsbetriebe wieder geöffnet, die Einschränkungen in den Hotels gering. Innerhalb einer Gästegruppe wird kein Sicherheitsabstand gefordert, auch Buffets und der Besuch des hoteleigenen Wellnessbereichs sollen möglich sein.

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Schweiz

In der Schweiz proben Hotels, Restaurants, Museen, Seilbahnen und andere touristische Einrichtungen mit einheimischen Gästen schon seit einigen Wochen den Betrieb mit Hygiene- und Abstandsvorschriften. Ab dem 15. Juni dürfen Touristen wieder einreisen.

Beschränkungen der Bewegungsfreiheit im Land gibt es nicht.
Mund- und Nasenschutz wird dort, wo es voll werden kann, etwa in Seilbahnen, Bussen oder im Zug, empfohlen, aber nicht vorgeschrieben.
Tickets sollten möglichst online besorgt werden, um Schlangen am Schalter zu vermeiden.

In den Restaurants gilt die Abstandsregel von zwei Metern zwischen den Tischen. Hotels dürfen Wellness anbieten, aber in Schwimmbad, Sauna und Dampfbad gilt: eine Person pro vier Quadratmeter Fläche.

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Frankreich

Die Grenzen sollen ab dem 15. Juni für europäische Besucher (Schengen-Raum und Vereinigtes Königreich) geöffnet werden. Das heißt, dass deutsche Urlauber auch erst ab diesem Datum nach Frankreich reisen können.
In weiten Teilen des Landes (grüne Zonen) haben Touristenunterkünfte wie Campingplätze oder Ferienhäuser für Urlauber wieder geöffnet. Auch Freizeitangebote sind wieder möglich. Theater dürfen fast im ganzen Land öffnen und die Strände sind wieder zugänglich. Es gibt jedoch regional noch unterschiedliche Regelungen.

Strengere Regeln gelten zunächst noch im stark von der Pandemie betroffenen Paris. Dort darf in den Restaurants das Essen nur auf der Terrasse serviert werden. Museen öffnen erst in ein paar Wochen. Besucher dürfen ab dem 25. Juni wieder auf den Eiffelturm.

Für den Neustart des Tourismus sollen generelle Hygieneleitfäden entwickelt werden und in öffentlichen Verkehrsmitteln wurden spezifische Maßnahmen wie eine reduzierte Belegung und Maskenpflicht (auch in Taxis) zum Schutz eingeführt.
In Restaurants muss zwischen den Tischen mindestens ein Meter Abstand eingehalten werden. Es gilt eine Maskenpflicht für das Personal sowie für Kunden, die sich im Lokal bewegen. Der Verzehr von Getränken und Speisen an der Bar sowie im Stehen ist verboten.

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Belgien

Auch Belgien kehrt Mitte des Monats ein Stück weit zur Reise-Normalität zurück. Vom 15. Juni an öffnet das Land seine Grenzen für Reisende aus 31 europäischen Ländern. Damit ist auch für Deutsche das kontrollfreie Reisen wieder möglich. Schon seit Längerem dürfen Belgierinnen und Belgier zumindest wieder Besuch von Verwandten aus dem Ausland empfangen.

Für Übernachtungen in Hotels, Ferienunterkünften, auf Booten und auf Campingplätzen gelten Hygiene- und Abstandsregelungen.
Seit 8. Juni dürfen nach fast dreimonatiger Zwangspause Restaurants, Cafés und Bars wieder öffnen - allerdings unter Einhaltung strikter Regeln und nur bis 1 Uhr nachts. Auch Museen sind nun wieder für internationale Gäste offen.
Der ICE und die Lufthansa verkehren zwischen Deutschland und Belgien, jedoch ist die Zahl der Züge und Flüge noch deutlich vermindert.

Luxemburg

Die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg sind in der Nacht zum 16. Mai beendet worden. Seit dem Zeitpunkt ist das Reisen zwischen Deutschland und Luxemburg wieder möglich.
Luxemburg hat die Corona-Maßnahmen in Phasen wieder gelockert. Seit 29. Mai ist die Gastronomie unter Bedingungen wieder geöffnet: Es gibt nur Sitzplätze, an jedem Tisch max. 4 Personen, es sei denn die Personen leben im selben Haushalt. Die Tische stehen in einem Abstand von mindestens 1,5 Meter oder sind durch Trennwände geschützt. Gäste müssen eine Maske tragen, sofern sie nicht am Tisch sitzen. Sperrstunde ist ab 24.00 Uhr.

Die Regierung Luxemburgs plant, alle etwa 600.000 Bewohner Luxemburgs auf das Coronavirus zu testen.

Niederlande

Grenzkontrollen zwischen den Niederlanden und Deutschland finden nicht statt. Der Urlaub in den Niederlanden ist wieder möglich - aber nicht ohne Einschränkungen. Urlaubsunterkünfte sollten unbedingt vorab reserviert werden, heißt es in den amtlichen Mitteilungen für ausländische Touristen. "Bitte kommen Sie nicht einfach auf gut Glück", mahnte unlängst Ministerpräsident Mark Rutte.

Stufenweise öffnen Bungalowparks ihre Tore und es werden auch wieder Ferienwohnungen vermietet. Ab dem 1. Juli sollen dann alle Campingplätze und Ferienparks wieder ganz geöffnet werden. Bisher galt das nur eingeschränkt. So mussten etwa auf Campingplätzen Duschen und WCs geschlossen bleiben. Die sanitären Einrichtungen werden nach neusten Informationen ab 15. Juni auch an Stränden und in Naturparks wieder geöffnet.

Schon seit 1. Juni empfangen die Museen wieder Besucher - vorausgesetzt, sie melden sich vorher online an. Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen wieder jeweils maximal 30 Gäste im Innenraum bewirten (keine Einschränkung auf Terrassen) - allerdings auch nur die, die reserviert haben. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt.

In den Niederlanden müssen die Menschen derzeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einhalten und in öffentlichen Verkehrsmitteln herrscht Maskenpflicht für alle ab 13 Jahre.

Dänemark

Als eines der ersten Länder Europas hatte Dänemark am 14. März seine Grenzen dichtgemacht. Touristen kommen seitdem nicht mehr ins Land. Am 15. Juni nun öffnen die Grenzen zumindest wieder für Deutsche, Isländer und Norweger. Bedingung ist, dass sie mindestens sechs Übernachtungen außerhalb Kopenhagens gebucht haben. Kopenhagen darf nur tagsüber besucht werden. Menschen aus anderen Ländern müssen dagegen bis Ende des Sommers warten, bis sie einreisen dürfen.

Seit dem 25. Mai sind auch Durchreisen durch Dänemark für Personen mit festem Wohnsitz in Deutschland zu einem Urlaubsaufenthalt beispielsweise auf Sylt oder in Schweden erlaubt. Auch der Umsteigeverkehr an Flughäfen ist gestattet, soweit das Flughafen-Gebäude nicht verlassen wird.
Grundsätzlich wird jeder Einreisefall durch die Grenzbeamten im Rahmen ihres Ermessens geprüft und entschieden. Nicht-dänischen Staatsangehörigen, die Symptome von Covid-19 zeigen, beispielsweise Husten, Fieber, oder Ähnliches, wird die Einreise nach Dänemark unabhängig vom Grund verwehrt.

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Polen

Die polnische Regierung stellt in Aussicht, die Grenzen am 15. Juni wieder zu öffnen. Am 1. Juli könnten dann womöglich alle übrigen Coronavirus-Beschränkungen aufgehoben werden.
Bisher gelten Ausnahmen für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten.

Für Gäste aus dem Inland haben in mehreren Schritten bereits Hotels und Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés wieder geöffnet. Dort ist ein Mindestabstand von zwei Metern zwischen den Tischen Pflicht. Köche und Kellner müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Tschechien

Reisende treffen mit Tschechien auf ein Land, das vom Coronavirus weitgehend verschont geblieben ist. Tschechien lässt seit 5. Juni wieder Touristen aus Deutschland, Österreich und Ungarn ins Land, ohne dass ein negativer Corona-Test erforderlich ist. Für Angehörige anderer EU-Länder gilt vom 15. Juni 2020 das Ampelsystem, das sich nach der Zahl der Infektionsfälle im jeweiligen Herkunftsland richtet.

Die derzeit noch menschenleere Prager Altstadt dürfte sich bald wieder mit Leben füllen. Hotelgäste, die mehrere Tage bleiben, belohnt die Hauptstadt mit kostenlosen Kulturgutscheinen.

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Spanien

Dürfen Touristen ab 15. Juni auch wieder nach Spanien reisen? Nein, ab Montag, 15. Juni, dürfen lediglich einige tausend deutsche Urlauber innerhalb eines Pilotprojekts nach Mallorca und andere Balearen-Inseln.
Generell öffnen Spaniens Grenzen erst am 1. Juli offiziell für Touristen. Gegenwärtig müssen Personen, die aus dem Ausland in das spanische Staatsgebiet einreisen, nach ihrer Ankunft 14 Tage lang in Quarantäne, doch wird diese am 1. Juli wieder abgeschafft.

Sogar die Spanier selbst dürfen sich erst nach dem Ende des Ausnahmezustands am 21. Juni wieder frei im Land bewegen.

Für die Behörden gilt auch nach Öffnung weiterhin "safety first". Man will keinerlei Risiken eingehen, beteuert Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Für Spanien-Urlauber werden voraussichtlich strenge Regeln gelten. So könnten an Stränden Plexiglasscheiben aufgebaut werden - in jedem Fall müssen Badegäste auch hier einen Mindestabstand zueinander wahren.

Sogar Maximal-Verweildauern an den Stränden könnten eine Möglichkeit sein, wie die "Tagesschau" berichtet. In allen öffentlichen Bereichen herrscht wie in den meisten europäischen Ländern auch in Spanien Maskenpflicht.

Italien

In Italien läuft der Tourismus langsam wieder an. Seit 3. Juni herrscht Reisefreiheit für Urlauber aus 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen wird von ihnen nicht mehr verlangt.
Am 15. Juni sollen auch Kinos, Theater und Opernhäuser wieder öffnen dürfen. An Flughäfen, Bahnhöfen sowie in Museen und an anderen öffentlichen Orten müssen Reisende mit Fieber-Scannern rechnen.

Überall gelten strenge Abstands- und Hygienevorschriften, etwa am Strand, im Restaurant und in Hotels. Buffets sind verboten. Für öffentliche Strandbäder müssen Gäste sich vorher anmelden, sonst dürfen sie dort nicht verweilen. An privaten Stränden von Hotels und Campingplätzen können andere Regeln gelten. Überall müssen Badegäste aber darauf achten, genügend Abstand zum Nachbarn einzuhalten. Generell gilt die Regel: Pro Sonnenschirm mindestens zehn Quadratmeter Platz.

An öffentlichen Orten wie Supermärkten, Geschäften und Museen besteht zudem Maskenpflicht, teilweise auch Einweghandschuhpflicht. Masken müssen Sie dabei selbst mitbringen, Handschuhe werden, wo vorgeschrieben, vom Betreiber gestellt.

Wer mit dem Auto fährt, darf über Österreich nach Italien einreisen, obwohl die Grenzen zwischen den beiden Ländern geschlossen sind. Allerdings sind Zwischenstopps im Land - auch Tank- und Toilettenstopps nicht gestattet. Bei Verstoß drohen Bußgelder von bis 1450 Euro.

Slowenien

Das kleine EU-Land Slowenien hat nach einem erheblichen Rückgang der Ansteckungszahlen die Corona-Pandemie für beendet erklärt und seine Grenzen für EU-Bürger geöffnet. Diese können einreisen, ohne sich in die bislang vorgeschriebene 14-tägige Heimquarantäne begeben zu müssen.
Alle Hotels dürfen seit dem 1. Juni 2020 wieder öffnen. An den Stränden ist Schwimmen und Surfen erlaubt, nicht aber das Sonnenbaden. Im öffentlichen Raum und bei Freizeit-Aktivitäten ist ein Mindestabstand von anderthalb Metern einzuhalten. Restaurants und Cafés dürfen seit 18. Mai nicht mehr nur auf ihren Terrassen, sondern auch wieder in Innenräumen bedienen. Im Land gelten unverändert Abstandsregeln und eine Maskenpflicht in Geschäften, Lokalen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

EU-Ausländer, die offensichtlich Symptome einer Corona-Erkrankung aufweisen und keinen ständigen Wohnsitz in Slowenien haben, werden zurückgewiesen. Für Nicht-EU-Bürger ist bei der Einreise weiterhin die Quarantänepflicht vorgeschrieben.

Kroatien

Weil die Corona-Infektionsraten in Kroatien auf einem anhaltend niedrigen Niveau sind und das Land zudem vom Tourismus lebt, erlaubt Kroatien Bundesbürgern wieder die Einreise ohne Nachweis von Gründen und ohne etwa Quarantäne-Regeln befolgen zu müssen. Auch Urlauber aus anderen Ländern sind willkommen.
Reisende müssen künftig an der Grenze lediglich erklären, wo sie sich aufhalten werden und wie sie erreichbar sind. Damit sollen sie gefunden werden können, wenn es in ihrer Umgebung neue Corona-Infektionen gibt.
Um längere Wartezeiten beim Grenzübertritt zu vermeiden, können sich Urlauber auf der Webseite entercroatia.mup.hr anmelden und alle erforderlichen Informationen für die Reise eingeben.
In Kroatien haben Gaststätten, Schwimmbäder, Nationalparks und andere Attraktionen, wie die Stadtmauern von Dubrovnik bereits wieder geöffnet und können unter Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsregeln besucht werden. Es gilt die Abstandsregel von 1,5 Metern, die Kellner müssen Masken tragen. Auch die Fähren zu den Inseln fahren wieder.

Griechenland

Griechenland will ab dem 15. Juni Reisende aus 29 Staaten, darunter Deutschland, ohne Quarantänepflicht zulassen. Erst dann sollen auch wieder Fähren verkehren dürfen. Flüge aus dem Ausland soll es zunächst nur nach Athen und Thessaloniki geben. Ab dem 1. Juli sollen auch alle Regionalflughäfen für Flüge aus dem Ausland geöffnet werden. An den Flughäfen können stichprobenartig Corona-Kontrollen auf die Reisenden zukommen.

In Griechenland müssen Touristen sich an die geltenden Hygienevorschriften halten. So ist beispielsweise in öffentlichen Verkehrsmitteln das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, in Geschäften und Restaurants "dringend empfohlen". Auch Abstandsregeln müssen Besucher überall einhalten. An Privatstränden beispielsweise sind maximal 40 Personen pro 1000 Quadratmeter erlaubt und ein Mindestabstand von vier Metern zwischen den Sonnenschirmen ist obligatorisch. Diskussionen gibt es darüber, ob die Mahlzeiten als Buffet oder am Tisch serviert werden.

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Zypern

Zypern hat seine Flughäfen für Touristen aus einigen Ländern geöffnet. Urlauber aus Deutschland und zwölf anderen Staaten können ohne Quarantänepflicht auf die Insel fliegen. Es gibt nur eine Bedingung für die Einreise: Bis zum 20. Juni müssen sich die Gäste vor der Einreise einem Coronatest unterziehen.

Seit 1. Juni sind überwachte Strände, Museen und archäologische Stätten wieder zugänglich, auch die Häfen nehmen den normalen Betrieb wieder auf - allerdings nicht für Kreuzfahrtschiffe.

Sollten Reisende während ihres Aufenthalts auf Zypern an den Folgen einer Coronavirus-Infektion erkranken, wolle die Regierung der Inselrepublik die Kosten übernehmen, heißt es.

Portugal

Wer bereits in der zweiten Juni-Hälfte unbedingt auf die iberische Halbinsel möchte, der kann nach Portugal reisen. Das Land will am 15. Juni seine Grenzen für den ausländischen Tourismus öffnen. Dank schneller Reaktion und strikten Maßnahmen war das Land am Atlantik viel weniger von Covid-19 betroffen als etwa Spanien.

Bei der Einreise müssen unter Umständen persönliche Angaben zum Zielort und Reisegrund gemacht werden. Derzeit gibt es jedoch keine bekannten Einreisebeschränkungen für deutsche Staatsbürger, die auf dem Luftweg aus Deutschland auf dem portugiesischen Festland einreisen, jedoch immer noch für Madeira und die Azoren.
Auf Madeira wird bei Einreise weiterhin eine 14-tägige Hotelquarantäne vorgeschrieben. Auf den Azoren ist seit dem 29. Mai 2020 die Verpflichtung zur 14-tägigen Quarantäne unter bestimmten Voraussetzungen (Corona-Test) aufgehoben.
Das öffentliche Leben in Portugal wurde in Phasen nahezu in allen Bereichen wieder aufgenommen, wenn auch mit entsprechenden Kapazitäts- oder zeitlichen Beschränkungen.
Im öffentlichen Raum gilt ein Mindestabstand von zwei Meter zu allen Personen, die nicht im selben Haushalt leben. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist Pflicht. Bei Verstoß kann eine Geldstrafe bis zu 350 Euro verhängt werden.

Für Hotelbetriebe und Campingplätze ist mit Einschränkungen und Hygienevorschriften zu rechnen. Trotz der Öffnung von Gastronomiebetrieben aller Art bleiben Bars oder Diskotheken weiterhin geschlossen.
Vom 1. Juli an werden die portugiesischen Atlantikinseln wieder internationale Reisende empfangen. Madeira und Porto Santo sind offiziell corona-frei und wollen es bleiben. Deshalb werden alle Besucher bei Ankunft getestet, wenn sie kein Negativ-Attest (binnen 72 Stunden vor Abflug absolviert) vorlegen können.
Auf der Insel gelten weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln.

Großbritannien

Großbritannien gehört auch als Nicht-EU-Mitglied zu den Ländern, für die die Reisewarnung am 15. Juni aufgehoben wird. Wer allerdings nach Großbritannien einreist, muss nach seiner Ankunft in eine zweiwöchige Quarantäne. Verstöße werden mit einem hohen Bußgeld bestraft. Wer für die Selbstisolation keine Unterkunft nachweisen kann, wird auf eigene Kosten in vorgegebenen Unterkünften untergebracht. Die britische Regierung prüft aber eine Lockerung im Juli. Die 14-tägige Selbstisolation könnte demnach künftig nicht für Länder gelten, die die Corona-Krise gut im Griff haben.

Jeder Landesteil (England, Schottland, Wales und Nordirland) hat eigenen Regelungen im Kampf gegen die Pandemie. So sind in England alle Restaurants und Hotels geschlossen, es dürfen aber Tagesausflüge, etwa an die Küste und in Nationalparks, gemacht werden.

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Irland

Für deutsche Staatsangehörige bestehen von irischer Seite grundsätzlich keine Reisebeschränkungen, ein entspannter Urlaub ist diesen Sommer jedoch nicht in Sicht. Die irischen Gesundheitsbehörden verlangen derzeit von jedem, der nach Irland einreist, mit Ausnahme von Nordirland, dass er sich nach seiner Ankunft 14 Tage lang selbst isoliert. Das gilt auch für Personen mit Wohnsitz in Irland.

Vor Einreise ist ein entsprechendes Formular (Public Health Passenger Locator Form) mit Angabe der Wohnadresse in Irland auszufüllen.
Hotels müssen die Aufnahme von Gästen auf solche beschränken, die aus notwendigen Gründen reisen. Hiervon ausdrücklich ausgeschlossen sind touristische Aufenthalte oder Geselligkeiten, wie beispielsweise Hochzeiten.

Einen Fünf-Phasen-Plan der Regierung sieht vor, dass Beschränkungen stufenweise aufgehoben werden. Am 8. Juni tritt Phase Zwei in Kraft. Erst Phase 5 (beginnt am 10. August) sieht die Aufhebung aller Einschränkungen vor. Der Tourismusverband erwartet, dass die Quarantäne erst im September aufgehoben wird.

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Schweden

Die Grenzen Schwedens, das mit deutlich lockereren Maßnahmen auf die Corona-Krise reagiert hat als der Rest Europas, sind für Deutsche nicht geschlossen. Allerdings sind Kontrollen und Beschränkungen vorgesehen. Es fliegen weiterhin nur wenige Maschinen aus Deutschland nach Stockholm oder Göteborg, dafür werden die Fährverbindungen etwa von Kiel, Rostock oder Travemünde weiter befahren.

Wegen der geschlossenen Grenzen der skandinavischen Nachbarländer sind keine Einreisen von dort aus nach Schweden möglich.

Für die Schweden hat die Regierung eine Reisewarnung bis zum 15. Juli ausgesprochen.
Achtung: Wegen der besonders hohen Zahl an Infizierten und Toten in Schweden gilt für Urlaubsrückkehrer möglicherweise eine 14-tägige Quarantäne-Pflicht. Beispielsweise haben die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein eine solche beschlossen.

Welche Einschränkungen noch gelten, können Sie hier nachlesen.

Norwegen

Die norwegischen Grenzen sind für Ausländer ohne konkreten Einreisegrund seit Mitte März dicht. Mit einem Sommerurlaub in den norwegischen Fjorden dürfte es nach jetzigem Stand schwierig werden. Die Regierung hat mitgeteilt, dass Norwegen-Urlauber damit rechnen müssten, dass das bestehende Einreiseverbot bis zum 20. August Bestand haben wird. Der Status für deutsche Urlauber ist also: Abwarten. Immerhin soll bis zum 20. Juli eine Entscheidung über Lockerungen in Aussicht gestellt werden.

Island

Island gehört zu den fünf Nicht-EU-Ländern, für die die Reisewarnung am 15. Juni aufgehoben werden soll. Island will dann auch seine Beschränkungen für internationale Reisende lockern und gibt Urlaubern die Möglichkeit, sich direkt bei der Einreise auf Corona testen zu lassen. Das Ergebnis soll noch am selben Tag vorliegen. Bei einem negativen Befund darf man sich im Land frei bewegen.
Damit will die isländische Regierung internationalen Touristen eine Alternative zur seit April vorgeschriebenen 14-tägigen Quarantäne nach der Ankunft geben. Island-Reisende können auch mit einer ärztlichen Gesundheitsbestätigung am Flughafen nachweisen, coronafrei zu sein. Kinder sind von den Tests ausgenommen.
Geplant ist zudem, dass Touristen eine Tracing-App herunterladen und gebrauchen müssen, mit der Infektionsketten besser nachverfolgt werden können.

Lufthansa: 22.000 Stellen stehen auf der Kippe

Die Corona-Pandemie hat die Geschäfte der Lufthansa nahezu zum Erliegen gebracht. Lufthansa und die Gewerkschaften ringen weiter um ein Sparpaket für die angeschlagene Fluggesellschaft. Beschäftigte müssen sich auf herbe Einschnitte einstellen.