Karneval: Seine Ursprünge hat er in Ägypten, heute wird er weltweit gefeiert

Der Karneval hat seine Ursprünge in Ägypten und Babylonien (heute Irak) und hat sich im Laufe der Zeit über die ganze Welt verbreitet.

Weltbekannt ist der Karneval in Rio de Janeiro (Brasilien). Auf den Straßen tummeln sich hier täglich circa zwei Millionen Menschen. Damit ist es die größte Karnevalsveranstaltung der Welt. Das erste Festi dieser Art in Rio de Janeiro geht auf das Jahr 1723 zurück.
Im Bild zu sehen ist der Sambadromo in Rio de Janeiro. Die Tribünen bieten 88.500 Menschen Platz und wurden 1984 in nur 120 Tagen erbaut. Die Paraden dauern pro Festtag etwa zehn Stunden.
Nach Rio ist Oruro in Bolivien die Karnevalshochburg in Südamerika. Das Fest wird hier seit über 200 Jahren zelebriert. Ursprünglich war es ein rein indigenes Fest und wurde über die Jahre um einige christliche Rituale ergänzt.
Der Karneval in Oruro ist seit 2001 UNESCO-Weltkulturerbe.
Hier ist der Karnevalsumzug noch sehr ursprünglich, da er weniger von Touristen, sondern vielmehr von den Einheimischen gefeiert wird.
Ebenfalls Weltkulturerbe ist der Karneval in Barranquilla (Kolumbien). In der Stadt feiern die Menschen mit einer Mischung aus europäischen, afrikanischen und indianischen Riten.
In Europa ist der Karneval in verschiedenen Formen weit verbreitet wie hier auf Madeira (Portugal). Mit den vielen Sambagruppen ist der Einfluss der ehemaligen Kolonie Brasilien zu spüren.
Vornehm geht es beim Karneval in Venedig (Italien) zu, der bekannt für seine unverwechselbaren Masken ist. Es wird angenommen, dass der Karneval erstmals im Jahre 1162 gefeiert wurde. Damaliger Anlass war Überlieferungen zufolge der Sieg der Venezianer über den Patriarchen von Aquileia.
In Frankreich werden an Karneval Politiker aufs Korn genommen, wie hier in Nizza zu sehen ist. In der Stadt am Mittelmeer wird Überlieferungen zufolge seit 1294 Karneval gefeiert. Mit jährlich über einer Million Besucher ist Nizza die Karnevalshochburg Frankreichs.
Der Karneval in Patras ist der größte Griechenlands und einer der größten Europas. Er kann auf über 180 Jahre Geschichte zurückblicken.
Masleniza ist eine slawische Tradition, die in der Ukraine, in Weißrussland und Russland gefeiert wird, und eine Verwandte des Karnevals. Die russisch-orthodoxe Fastenzeit beginnt hier bereits am Montag. Die Masleniza endet daher schon etwas früher.
Selbst in Asien wird Karneval gefeiert, wie hier im indischen Goa. Obwohl es im weltweiten Vergleich eine recht kleine Veranstaltung ist, ist sie in Indien die größte ihrer Art. Seit dem Abzug der Portugiesen aus Goa im Jahre 1960 ist der Karneval dort populär.
Auch der Karneval auf den Kap Verden, die zu Afrika gehören, wurde von den Portugiesen eingeführt. Er wird hauptsächlich in Mindelo auf Sao Vicente gefeiert und ist stark vom brasilianischen Karneval beeinflusst.
Seit 2011 wird sogar auf den Seychellen Karneval gefeiert, der stark von lateinamerikanischen und europäischen Bräuchen inspiriert ist.
Weitere Hochburgen des Karnevals in Afrika sind unter anderem in Guinea-Bissau, Simbabwe und Namibia. Der Karneval in Namibia geht auf die dortigen Deutschnamibier zurück, die ihn dort in den 1950er Jahren nach rheinischem Vorbild einführten.
Ausgelassen wird auch in Quebec City in Kanada gefeiert. Der Karneval wird dort seit 1894 zelebriert.
Auf diesem Bild ist der Mardi-Gras-Umzug in New Orleans in Louisiana (USA) zu sehen. Mardi Gras ist aus dem Französischen abgeleitet und bedeutet "Fetter Dienstag".
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