Ein langer Flug kann sehr anstrengend sein - vor allem, wenn es in eine andere Zeitzone geht. Denn dann leiden Reisende oft unter einem Jetlag und sie haben Schwierigkeiten, ihren Rhythmus umzustellen. Mit ein paar Tricks geht das aber deutlich einfacher.

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Wer einen langen Flug vor sich hat und in ein Land reist, das in einer anderen Zeitzone liegt, der weiß, was ihm droht: ein Jetlag. Der äußert sich meist durch Müdigkeit und Schlafstörungen, häufig kombiniert mit Schwindel oder Stimmungsschwankungen. Der Schlaf-Wach-Rhythmus ist durch die Zeitverschiebung gestört.

Für diese schönen Reiseziele müssen Sie nicht ins Flugzeug steigen.

Wer nach Osten fliegt, wird das noch stärker merken, denn der Tag wird kürzer. Bei einer Reise in den Westen wird der Tag länger und ist somit für die eher langsamer gehende innere Uhr leichter machbar.

Wer nur wenige Tage in einem anderen Land bleibt, für den lohnt sich die Umstellung kaum. Reisende, die länger in einer anderen Zeitzone verweilen, sollten ihren Rhythmus aber auf jeden Fall anpassen. Doch wie gelingt es, den Jetlag möglichst schnell zu überwinden oder ihm gar vorzubeugen?

1. Rhythmus frühzeitig anpassen

Wer den ersten Tag einer Reise nicht durch einen Jetlag verlieren möchte, der passt sich schon früher an die neue Zeitzone an. Das heißt, man stellt schon zu Hause den Wecker etwas später/früher als gewohnt und geht auch später/früher ins Bett. Wer sich mit dieser Methode langsam an den Zeiten des Reiselandes orientiert, für den wird die Umstellung letztendlich nicht so schlimm.

2. Uhr schon früher umstellen

Wer seine Armband- oder Handyuhr schon früher umstellt und sich beispielsweise schon im Flugzeug an die neue Zeit – samt Schlaf- und Essensrhythmus – gewöhnt, dessen Jetlag kann etwas geringer ausfallen.

3. Auf der Reise viel trinken

Dehydration verstärkt den Jetlag. Daher sollten Sie während des Fluges genug trinken. Damit ist allerdings kein Alkohol gemeint, denn der entzieht dem Körper Flüssigkeit und verstärkt möglicherweise auch noch die Schlafstörungen.

4. Nicht übernehmen, viel an der frischen Luft

Nach einer langen Reise sollten Sie sich körperlich nicht übernehmen. Trotzdem hilft es, sich viel an der frischen Luft aufzuhalten und zum Beispiel spazieren zu gehen. So können Sie ihren Schlaf-Wach-Rhythmus durch äußere Faktoren einfach beeinflussen. Sind Sie schon um sieben Uhr abends hundemüde, legen Sie sich nicht in einem abgedunkelten Raum ins Bett. Bewegen Sie sich noch etwas in der Sonne. Das hemmt die Bildung des Schlafhormons Melatonin.

Wer dagegen am ersten Tag in einem anderen Land Angst hat, abends nicht einschlafen zu können, der sollte morgens Sonne tanken und Mittags eher meiden.

5. Keine Schlafmittel vor einem Flug einnehmen

Vermeiden Sie Schlaftabletten während des Fluges oder nehmen Sie diese nur in Absprache mit einem Arzt ein. Wer Schlaftabletten schluckt, fühlt sich oft auch nach dem Flug noch erschöpft. Sollte während der Reise eine Notsituation auftreten, sind Sie außerdem möglicherweise nicht in der Lage, schnell und hochkonzentriert zu handeln.

6. Kurzes Nickerchen einlegen

Wenn Sie die Müdigkeit übermannt und Schlaf die einzige Option ist, dann legen Sie ein kurzes Nickerchen ein. Die Betonung liegt dabei aber auf kurz. Denn es sollte nicht ein ganzer Nachmittag verschlafen werden. Achten Sie darauf, dass Sie nach 20 oder 30 Minuten auch wieder aus dem Bett kommen. Nur so vermeiden Sie, dass der Jetlag weitergeht.

Verwendete Quellen:

  • Pharmazeutische Zeitung: Innere Uhr aus dem Takt
  • Die Techniker: Zeitzonen: Tipps gegen den Jetlag

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