Wer eine Ferienimmobilie erwirbt, um sie einerseits selbst zu nutzen und sie andererseits zu vermieten, der muss einige Zugeständnisse machen. Sie zur besten Urlaubszeit selbst zu belegen, würde bedeuten, auf wichtige Einnahmen zu verzichten. Wenn man die Immobilie nicht alleine, sondern mit anderen zusammen kauft, wird der Spagat noch schwieriger – Stichwort Co-Ownership (Miteigentum).

Mehr zum Thema Reise

Vor allem in beliebten Urlaubsregionen wird ein solches Modell angeboten, bei dem man beispielsweise nur ein Achtel Anteil eines Ferienhauses kauft. Der Vorteil liegt auf der Hand: Man muss sehr viel weniger Geld aufwenden. Der Nachteil: Es müssen die Interessen von acht verschiedenen Parteien unter einen Hut gebracht werden, merkt der Deutsche Ferienhausverband (DFV) an. Nicht selten sogar von Parteien, die sich untereinander nicht kennen.

Hoher Preis für den vergleichsweise geringen Kapitalaufwand

Nutzungszeiten sowie Verwaltungs- und Instandsetzungsaufgaben müssen laut DFV klar geregelt sein, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Ist der Wunschzeitraum für den eigenen Urlaub nicht mehr frei, könne das durchaus frustrierend sein.

Und dieses Szenario ist alles andere als unwahrscheinlich. Schließlich steht den etwa acht Miteigentümern die Immobilie innerhalb eines Jahres nur für etwa 45 Tage zur Verfügung. Sie können das Objekt nur in dieser Zeit entweder selbst nutzen oder vermieten. Interessierte sollten diese Überlegung folglich unbedingt mit in ihre Entscheidung einbeziehen. Immerhin beträgt der Preis der Anschaffung selbst in einer Miteigentümerschaft nach Angaben des DFV durchschnittlich 150.000 Euro.  © dpa/bearbeitet durch ella

JTI zertifiziert JTI zertifiziert

"So arbeitet die Redaktion" informiert Sie, wann und worüber wir berichten, wie wir mit Fehlern umgehen und woher unsere Inhalte stammen. Bei der Berichterstattung halten wir uns an die Richtlinien der Journalism Trust Initiative.