Ich bin Alisa Bielicke, Grafikerin unserer Zeitschriften promobil, CARAVANING und CAMPINGBUSSE und das lange Wochenende ermöglichte meinem Freund und mir mal wieder, den Dauertester Titus auf seine Ausflugs-Tauglichkeit zu testen.

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Wir sind Gelegenheitscamper und haben kein eigenes Fahrzeug, haben aber mittlerweile schon einige Ausflüge mit Redaktionscampern hinter uns. Das Wichtigste für uns ist in erster Linie die Fahrrad-Mitnahme, da wir lange Wochenenden gerne für Bikepark-Ausflüge nutzen.

Große Heckgarage, kleine Kühlprobleme

Und da punktet Titus direkt mit seiner großzügigen Heckgarage. Ein paar mehr Zurrösen wären nicht verkehrt, aber baut man die Vorderräder aus und stellt die Downhillbikes auf Lenker und Sattel, passt sogar noch etliches anderes Zeug in die Garage.

Gleich zu Beginn unserer kleinen Tour bemerken wir, dass der Kühlschrank sich nicht umschaltet und ständig blinkt (Display zeigt Fehler 6). Er erkennt nicht, dass der Motor läuft, und die Batterie wird während der Fahrt nicht geladen. Als dann auch noch alle 5 Minuten Navi und Radio komplett ausfallen, fahren wir auf den nächsten Parkplatz. Thomas geht auf Fehlersuche und wird fündig. Unter dem Beifahrersitz an der Batterie ist ein Kabel im Stecker gelöst. Nach dem Reparatur-Stopp funktioniert die Elektrik endlich und ohne weitere Zwischenfälle.

Der Grundriss trifft auf geteilte Meinung

Was am Chausson direkt auffällt, ist sein Grundriss und der viele Stauraum. Ich hatte für 3 Tage massig zu viel Kleidung dabei und es hätte noch so viel mehr in den Schrank über der Heckgarage gepasst. Aufpassen sollte man aber, wenn man Kleidung aus dem Schrank zieht, die Kanten sind innen sehr scharf.

Ich bin ein großer Fan vom Hubbett und der Sitzecke, die man nicht umbauen muss, wenn man das Bett runterlässt. Mein Freund findet es eher nervig, dass man die Leiter braucht, wenn man das Bett nicht ganz runterfährt.

Wir stehen in den ersten beiden Nächten auf dem Parkplatz des Greenhill Bikeparks (Der Park ist eine Empfehlung, dehr abwechslungsreiche Strecken) und schlafen hervorragend. Zwischendurch denken wir beide, wir haben einen Vogel im Mobil, weil wir die Außengeräusche so laut hören. Die Fenster sind aber alle geschlossen. Die Möbel finde ich gut und angenehm hell, alles scheint ganz gut verarbeitet zu sein.

Küche und Bad

Kochen im Titus läuft dank der großen Abstellfläche super, aber Achtung, wenn ein Großer Topf auf dem Herd steht und man ihn runterregeln will, kommt man nicht gut an die Gasknöpfe und verbrennt sich schnell die Finger.

Wegen eines Abstechers ins Schwimmbad haben wir die Dusche nicht ausprobiert, ich finde das Bad an sich geräumig und durchdacht.

Durstiges T-Modell?

Über eine Sache haben wir uns gewundert: Der Tank war gefühlt sehr schnell leer. 60 Liter gehen rein? Bei vorherigen Testfahrzeugen mussten wir später tanken

Vorteile und Nachteile des Chausson 640

Hier listet Alisa Bielicke auf, was ihr persönlich im Chausson 640 Titanium Ultimate gut oder nicht so gut gefallen hat. Hier können Sie alle promobil-Testergebnisse und Meinungen zum Testfahrzeug nachlesen.

Betten:

(+) Alisa liebt das große Hubbett, Matratze ist bequem.
(+) Höhe beliebig wählbar. Wenn man es weiter oben lässt, hat man trotzdem noch genug Kopffreiheit und muss an der Sitzecke nichts umbauen.

(-) Thomas mag das Bett nicht, findet es nervig, eine Leiter zu brauchen. Wenn man es runter fährt, um auf die Leiter zu verzichten, muss man die Sitzecke aufräumen/ Tisch freiräumen.

Sitzgruppe:

(+) Extrem viel Platz, wenn man zu zweit ist, man muss sich nicht komisch um die Ecke quetschen.

(-) Es wäre besser, wenn die Polster außen an die Bank geklettet wären; sie heben sich extrem an, wenn man mittig sitzt.
(-) Der Tisch ist in ausgeklapptem Zustand sehr groß, wirkt aber auch nicht all zu stabil, wackelt zu sehr.

Küche:

(+) Großzügige Ablagefläche macht das Kochen sehr bequem.
(+) Das zusätzliche Brett außen an der Küche zum ausklappen als Ablage ist super.
(+) Flaschenhalter im mittigen Auszug ist klug.

(-) Der Handtuchhalter am linken Schrank müsste in die Mitte, an den Auszug. Sonst kann man nicht an den Müll, weil sich das Handtuch immer einklemmt.
(-) Die Regler am Kochfeld für Flammen bei großem Topf sehr schlecht erreichbar, man kann sich verbrennen.

Sanitärraum:

(+) Großer Raum, man sitzt nicht zu eng aufm Klo.
(+) Gut abteilbar mit Schiebetür.
(+) Viel Stauraum für Kosmetik, Föhn, Putzmittel etc.

(-) Waschbecken ist zu mini und zu sehr links in die Ecke gequetscht.
(-) Ein zweiter Handtuchhaken wäre cool.
(-) Der durchsichtige kleine Schrank ist schwer zu öffnen, zu kleiner Griff.

Möbelbau:

(+) Schön hell und schlicht.

(-) Schrankfächer sind innen teilweise sehr scharfkantig, man muss aufpassen, dass man Kleidung nicht einfach rauszieht.
(-) Die Druckknöpfe sind mir als Griff teilweise zu klein, wenn beispielsweise Schublade sehr voll ist. Ist dann schwer zu öffnen.

Beladen:

(+) Viel Stauraum, großer Kleiderschrank.
(+) In die Heckgarage passen zwei Räder plus große Kisten und Kleinkram.

(-) Zu wenig Zurrösen in der Heckgarage.

Bordtechnik:

(+) Bedienpanel leicht zu bedienen und zur Abwechslung mal fest verbaut.

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(-) Offene Elektronik bei Batterie unterm Beifahrersitz, ein Kabel war gelöst und hatte dadurch einen Wackelkontakt. Navi ging ständig aus, Kühlschrank hat während der Fahrt nicht geladen.
(-) Beleuchtung: Mehr/ anders platzierte Lichtschalter wären hilfreich. Vielleicht auch Kennzeichnung, welcher Schalter für was. Möglichkeit zum dimmen, die wir nicht gefunden haben? Fast zu hell. Ich will Lichter separater zuschalten können.
(-) Keine Füllstandsanzeige für Grauwassertank, oder diese nicht gefunden? (Nur Warnung, wenn voll?)  © Promobil

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