Manchmal will man einfach raus. Die Wohnungstür geht zu und die Fahrerhaustür geht auf. Wenn man dann noch Kinder dabeihat, ist die Essenz des Campings schnell gefunden.

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Es war eigentlich ein kleines Wunder: Titus, unser Dauertester, der bürgerlich auf den Namen Chausson 640 Titanium hört, war am Wochenende ausnahmsweise von keiner Kollegin und keinem Kollegen auf einen Ausflug entführt worden. Normalerweise sind wir Redakteure und Redakteurinnen fast lückenlos jedes Wochenende mit ihm unterwegs.

Spontaner Camping-Kurztrip mit den Kids

Als meine Tochter Eliana mich also an einem Freitag, kurz vor dem Einschlafen, fragte, ob wir mal wieder auf den Campingplatz gehen könnten, konnte ich sofort Ja sagen. Das Aufleuchten ihrer schläfrigen Augen bestätigte mir, dass ich mich richtig entschieden hatte. Ich wusste, am nächsten Morgen würden wir uns zügig auf den Weg machen.

Auch mein Großer würde sich freuen, da war ich mir sicher. Fragen konnte ich ihn nicht, er war bereits im Land der Träume unterwegs. Als Eliana eingeschlafen war, schlich ich mich leise aus dem Kinderzimmer und machte mich ans Packen. Eine Unterhose, ein paar Strümpfe, ein Handtuch und das Zahnputz-Equipment. Das alles dreimal, für uns drei eben. Für die Jungs noch Wechselshirts, für die modebewusste Prinzessin ein Sommerkleidchen. Obendrauf noch Jacken gegen eventuellen Regen, das war’s.

Zum Campen nehme ich gerne einen großen Koffer mit, dieses Mal brauchte ich nur den ganz kleinen, den ich normalerweise für Geschäftsreisen nutze. Allein. Der kleine Koffer wirkte ganz verloren in der riesigen Heckgarage, die normalerweise Zeug für eine Kleinfamilie aufnehmen könnte. Oder zwei E-Bikes. Oder ein kleines Motorrad oder einen kleinen Roller.

Kleine Panne bei der Abfahrt

Jetzt müssen nur noch die Kuscheltiere und die Decken der Kids mit – das kann ich aber erst am Abreisetag einpacken. Essen und Trinken, das würden wir unterwegs kaufen. Für zwei Tage reichen bisschen Milch, Cornflakes und Nudeln mit Sauce im Glas. Besser hätte das Erlebnis nur sein können, wenn der Pushlock der Besteckschublade nicht schon beim ersten Betätigen in die Schublade hineingeflogen wäre. Die Schrauben, die den Verschluss hielten, waren derart klein, kurz und dünn, dass sie aus der Sperrholzplatte rissen.

Am nächsten Tag traf uns die Sonne auf dem Parkplatz eines Supermarkts, etwa 300 Meter von Zuhause entfernt. Und das, obwohl der Tageskilometerzähler von Titus schon 64 Kilometer zeigte. Natürlich haben wir die Decken und die Kuscheltiere vergessen, natürlich mussten wir umdrehen und natürlich hätten wir beinahe kein Essen eingekauft.

Egal, wir standen nicht unter Zeitdruck. Das war besonders gut, weil der Chausson 640 neben Fahrer- und Beifahrersitz zwar zwei Gurtplätze hat, die aber in die Längsbänke integriert sind, mühsam aufgeklappt werden müssen und weder komfortabel noch besonders kindersitztauglich sind. Zehn Minuten pro Sitz muss man schon einplanen.

Aufbau des Mini-Camps vor dem Teilintegrierten

Und so kam es, dass wir erst mittags auf dem Campingplatz Aichelberg am Fuße der Schwäbischen Alb angekommen sind. Auch egal, wir hatten ja nichts vor. Markise raus, Stühle drunter. Eliana packte ihren Malblock aus, Dario fragte nach dem WLAN-Passwort und ich wandte mich Aldous Huxley zu. So einfach kann es manchmal gehen.

Zum Schlafen ließen wir das Hubbett herunter – für zwei Kinder und einen Erwachsenen reicht die Liegefläche von 160 x 190 Zentimetern. Der Komfort? Dank Lattenrost und recht dicker Matratze ausgesprochen gut! Also wurde unser "unaufregendes" Programm durch herrlich erholsamen Schlaf ergänzt.

Als uns am Montag also jemand fragte, was wir am Wochenende gemacht haben, kam unsere Antwort im Chor: Nichts. Wir waren campen.

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Vorteile und Nachteile des Chausson 640

Der Chausson 640 Titanium Ultimate wird von unterschiedlichen TesterInnen gefahren, die bewerten, was ihnen gut oder nicht so gut gefallen hat. Hier können Sie alle promobil-Testergebnisse und Meinungen zum Testfahrzeug nachlesen.  © Promobil

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