Der Traum jedes sowjetischen Pioniers ist es, Wladimir Lenins Grab in Moskau zu besuchen. Ich bin da keine Ausnahme und besichtigte den Ort. Der Anführer des Weltproletariats hat mich nicht wirklich beeindruckt. Vielleicht weil es ein wenig seltsam und unnatürlich ist, einen einbalsamierten Körper für so viele Jahre zu bewahren.

Von Uljanowsk, einer Stadt, die nach Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) benannt ist, war ich viel mehr beeindruckt. Die Stadt liegt an dem Fluss Wolga zwischen Kasan, der Hauptstadt der Republik Tatarstan, und Toljatti, dem Zentrum der russischen Autoindustrie.

Eine tragische Familiengeschichte

Der Grund für diesen Ausflug war, die verschiedenen Stationen von Lenins Leben zu besichtigen - ich meine natürlich Uljanows Leben. Der zukünftige Anführer der Kommunisten Wladimir Uljanow wurde am 22. April 1870 als Kind des Schulinspektors Ilja Uljanow und seiner Frau Maria geboren.

Sein Geburtshaus in Uljanowsk, das am Ende der "Streletskaya Street" liegt, ist heute ein Museum. Obwohl es mehrere Häuser gibt, in welchen die Uljanows gelebt haben, habe ich nur eines davon besucht.

Die Uljanows waren zwar nicht reich, hatten aber doch einige Bedienstete. Die Diener kümmerten sich um das Haus und die Kinder. Die Uljanows hatten ursprünglich acht Kinder, zwei davon starben bereits im Kindesalter.

Ferdinand Lassalle bezeichneten sie als "jüdischen Nigger", die Schweizer als "dumm" und Arbeiter als "komplette Esel": Die Sprache ist von Karl Marx und Friedrich Engels.

Lenins ältester Bruder Alexander Uljanow lebte ebenfalls nicht lange. Er wurde im Alter von 21 Jahren hingerichtet, weil er versucht hatte, den damaligen russischen Kaiser Alexander III. zu ermorden.

Nach dem Rundgang durch das Museum sprach ich noch mit dem Leiter der Generaldirektion und hinterließ ihm einige Anmerkungen.

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Auf den Spuren der Vergangenheit

Unser Blogger hat das Museum von Wladimir Iljitsch Lenin in Uljanowsk besucht.

Er schreibt als Kolumnist für das "Forbes Kazakhstan Magazine", ist Bergführer und leidenschaftlicher Fotograf. Immer mit im Gepäck hat Andrey seine gute Laune.