In meiner Zeit auf Mallorca hat mich Arta immer fasziniert. Alleine der Blick auf die Wehrkirche, wenn man zum Beispiel von Can Picafort nach Arta reinkommt, ist schon klasse. Arta ist eine kleine Stadt, die im Nordwesten der Insel liegt.

Von den rund 140 Quadratkilometern Fläche nimmt die Serra Artana den größten Teil ein und ist damit das höchste Massiv der östlich gelegenen Bergkette. In dieser Bergkette befinden sich acht relativ niedrige Berge, wobei der Puig de Ferrutx mit 552 Metern der höchste ist.

Die Gemeinde aber charakterisiert sich aber durch die großen noch vollkommen unbebauten Flächen, zu denen auch die Küstenabschnitte gehören. Dieser Küstenabschnitt ist 25 km lang und bis heute von jedwedem Bebauungsplan verschont geblieben. Arta kommt aus dem Arabischen, und wird vom Wort "Gertan" abgeleitet, was Garten heißt. Diesen Namen trägt Arta aber auch zu Recht, denn durch mehrere aktive Flüsse und Bäche gehört Arta zu den grünsten Regionen der Insel.

Arta und die Sehenswürdigkeiten

Arta begeistert viele Gäste durch seine Natürlichkeit. Dazu gehören viele kleine Gassen, die ich oft entlang gegangen bin. Die meisten führen hoch zum Stadtberg, auf dem die Wehrkirche San Salvador steht. Umgeben von mächtigen Wehrmauern hat man von dieser Festung einen faszinierenden Blick auf die Küste und die Hügellandschaft, die Arta umgibt.

Besonders die vielen Mandelplantagen haben mich in der Zeit der Blüte magisch angezogen. Auch Capdepera mit seiner Wehrburg ist gut zu erkennen. Als ich von Cala Ratjada nach Arta gefahren bin, sind mir eiserne Figuren auf dem Kreisverkehr aufgefallen. Diese Figuren sieht man mittlerweile überall auf den Kreisverkehren. Der Künstler hat sein Atelier und seinen Lebenshintergrund in Arta.

Unser Blogger stellt seine liebsten Fleckchen auf Mallorca vor.

Ein weiteres Highlight ist die Ermita Betlem, die Einsiedelei Betlem, in den Bergen. Um dorthin zu gelangen, sollte man keine Höhenangst haben und gut Auto fahren können. Hier ist aber der Weg das Ziel, denn mit seinen skurrilen Formen der Olivenbäume am Wegesrand und den absolut faszinierenden Ausblicken ist der Weg unvergesslich.

Oben angekommen, bevor es zur Einsiedelei geht, verharrt man besser einen Augenblick, und kann bei gutem Wetter bis zum Cap Formentor schauen. Vor der Einsiedelei von dem kleinen Parkplatz aus geht ein unbefestigter Weg zur Quelle von Arta. Nicht wundern, wenn dort Einwohner von Arta ihr Wasser her holen.

Die Via Verde von Manacor nach Arta ist ebenfalls ein Höhepunkt. Ohne auf Privatgelände zu stoßen und fernab der Straßen führt dieser einmalige Weg durch die Natur.

Die Strände

Arta bietet die schönsten Strände Mallorcas. Das liegt daran, dass sie alle unbebaut sind und auch bleiben. Die Cala Torta ist sehr gut zu erreichen, ebenso die Cala Mitjana. Wobei man beim Fahren zum Schluss ein wenig aufpassen muss. Auch die Cala Aubarca und die Es Matloc sind absolut sehenswert.

Man sollte allerdings seine Verpflegung mitbringen, da sich kaum bis nichts am Strand kaufen lässt. Aber dafür ist man an den schönsten und natürlichsten Stränden.

Die Legende von Arta

Die interessanteste Sehenswürdigkeit aber ist San Salvador. Um dieses Wehrkloster dreht sich eine Legende, die ich in einer Bar erzählt bekommen habe. So gab es eine Zeit, in der Piraten Arta umzingelt hatten. Dies hatte den Grund, dass die Piraten Arta aushungern und dann kampflos nehmen wollten. Arta war aufgrund seiner Nähe zum Meer und vielen Rückzugswegen sehr begehrt. Der damalige Priester von Arta sagte seinen Bürgern, sie sollen das Kloster San Salvador aufsuchen zum Schutz und beten, dass ihnen geholfen werde.

Die Bewohner taten dies zu gerne und beteten zu ihrer Madonna, sie möge bitte helfen und ihr Leben und das Hab und Gut verschonen. Ob es nun eine Laune der Natur war, oder die Hilfe der Madonna, es quoll schwerer dichter Nebel auf. Als dieser sich nach Tagen verzogen hatte, hatten sich auch die Piraten verzogen. So wurde San Salvador zu einem Wallfahrtsort und immer weiter ausgebaut.

Arta - der Garten im östlichen Mallorca, legendenumwoben und natürlich geblieben, bietet mit seinem Flair doch mehr als der erste Eindruck verspricht. Wer sich die Mühe macht, und sich mit Arta beschäftigt und es besichtigt, wird seinem Flair erliegen und sich verlieben. So ist es mir gegangen und vielen meiner Freunde, denen ich Arta so gezeigt habe, wie es ist.

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Arta: Ein ursprüngliches Juwel auf Mallorca.

Keine Betonbauten, natürliche Strände: Die Stadt Arta ist ein ursprüngliches Juwel auf Mallorca.