Herbst ist in Almaty wahrscheinlich meine Lieblingsjahreszeit. Die Leuchtkraft und Fülle all dieser Farben: Das Spektrum geht von rot, gelb, orange und purpurrot bis braun. All diese Farbpracht in Kombination sieht atemberaubend aus.

Ahornbäume, Birken und Ebereschen bedecken den ganzen Boden großzügig mit ihren bunten Blättern. Die Luft ist gefüllt mit reinigenden Phytonziden, die das Atmen ganz leicht und erfrischend machen. Wenn man die ganze Stadt erkundet, wird man dabei entdecken, dass sie nicht umsonst die grünste Stadt des Landes genannt wird.

Hinter den leuchtenden Blättern kann man die Alatau-Berge erspähen. Dabei stellt sich die Frage, wie der Herbst wohl in den Höhen dieser Berge aussieht? Natürlich weiß ich, wie unglaublich es zu dieser Jahreszeit dort ist, aber ich will mich jedes Jahr aufs Neue davon überzeugen. Zum Glück liegen die Berge nah an der Stadt, man braucht etwa 30 Minuten von der Stadtmitte bis zu den üppig mit Aprikosen bewachsenen Hügeln.

Je höher man die Hügel hinaufwandert, desto weiter gerät man in die Laub- und Nadelholzwälder hinein. Entlang eines schier endlosen Netzes an Schluchten liegen mehrere Seen mit kristallklarem, eisig kaltem Wasser. Diese Seen sind mein liebster Entspannungsort auf dem Weg zum Nationalpark, wenn das Wetter noch immer sonnig und warm ist.

Aber der Winter kommt bald. Die Stadt und die Berge werden sich mit der wechselnden Jahreszeit wieder verändern und eine ganz neue Schönheit präsentieren.

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Almaty: Kasachstan im Herbstkleid

Herbst ist in Almaty ist etwas ganz einzigartiges. Als grünste Stadt des Landes strotzt sie im Herbst nur so von Farben. Blogger Andrey erkundet seine Lieblingsorte in der neuen Jahreszeit.

Er schreibt als Kolumnist für das "Forbes Kazakhstan Magazine", ist Bergführer und leidenschaftlicher Fotograf. Immer mit im Gepäck hat Andrey seine gute Laune.