"Dia de los Muertos": Am 1. November werden die Toten empfangen

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Am 1. November werden die Toten mit Speis und Trank willkommen geheißen. Dabei kommt die ganze Familie zusammen und feiert mit ihren Verstorbenen ein rauschendes Fest.

Die Mexikaner dekorieren am 1. November, dem "Dia de los Muertos" (dt. Tag der Toten), die Gräber ihrer Verstorbenen bunt und mit viel Schnickschnack. Dadurch heißen sie die Toten willkommen. Es ist nicht der einzige Totenkult in Lateinamerika.
Nach dem langen Weg aus dem Totenreich müssen die Verstorbenen nicht hungern. Auf ihren Ruhestätten warten Essen und Alkohol auf sie.
Sogar persönliche Erinnerungsstücke liegen auf den Gräbern der Verstorbenen.
Besonders beliebt sind die Totenschädel aus Schokolade und Zucker. Sie dürfen am Tag der Toten in keinem Haus fehlen.
Von Mexiko nach Bolivien: Dort haben Dorfbewohner früher ihre Toten aus den Gräbern geholt und im Haus aufgebahrt. Heutzutage wird dieser Brauch allerdings nicht mehr praktiziert.
Auch die "Flor de Muertos", die Blume der Toten, darf nicht fehlen.
Die auch als "Studentenblume" bekannte Pflanze schmückt die Friedhöfe, Straßen und Häuser der Lateinamerikaner.
Auch in Peru werden die Toten in den Alltag integriert. Hier sitzen oder stehen die Familien auf den Gräbern ihrer Verstorbenen. Sie reden, essen und trinken Bier im Gedenken an ihre Lieben. (Symbolbild)
Tänzer und Musiker unterhalten die Besucher. Der 1. November ist in Lateinamerika kein Tag der Trauer, sondern fröhlich und ausgelassen.
Jung und Alt verkleiden oder schminken sich zu Ehren dieses besonderen Feiertages.
Die einen mehr, die anderen weniger gruselig. Der Stil ist allerdings immer derselbe.
In Brasilien und El Salvador gibt es in den Straßen große Paraden. Farbenfrohe Festwagen ziehen durch die Städte und jeder nimmt daran teil.
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