Erfurt (dpa/th) - Thüringens Datenschutzbeauftragter Lutz Hasse hat die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen bei der Erfassung von Kundendaten im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie angemahnt.

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Seine Behörde hätten in den vergangenen Tagen zahlreiche Beschwerden erreicht, erklärte Hasse am Dienstag in Erfurt. Bestimmte Unternehmen wie beispielsweise Gaststätten seien verpflichtet, sogenannte Corona-Listen zu führen - und Daten der Kunden wie den Namen, die Adresse und eine Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zu erfassen. Hintergrund ist, das bei einer möglichen Corona-Infektion die Kontaktpersonen nachverfolgt werden sollen.

Die Datenverarbeitung müsse so erfolgen, dass Dritte keinen Einblick darin bekommen können, betonte Hasse. Ohnehin müsse noch geklärt werden, ob die Anordnung zum Führen dieser Listen dem Datenschutzrecht entspreche.  © dpa

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