Magdeburg (dpa/sa) - Am langen Wochenende nach Christi Himmelfahrt sind in Sachsen-Anhalt nur zwei neue Infektionsfälle mit dem Coronavirus registriert worden.

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Am Sonntag lag die Fallzahl landesweit bei 1695, teilte das Sozialministerium in Magdeburg mit. Gemeldet wurden die zwei Neuinfektionen am Samstag - am Freitag und Sonntag waren zwischen Arendsee und Zeitz keine neuen Fälle festgestellt worden. Landesweit wurden bislang 234 Patienten wegen des Coronavirus in Krankenhäusern behandelt, schätzungsweise 1573 Menschen sind dem Ministerium zufolge wieder genesen. Die Todeszahl im Zusammenhang mit Covid-19 liege unverändert bei 54, hieß es.

Nach Angaben der Stadt Halle bewege sich das Infektionsgeschehen im Stadtgebiet "auf einem stabil niedrigen Niveau." Sonntag war demnach der achte Tag in Folge, an dem in der Stadt kein neuer Infektionsfall nachgewiesen wurde. Die Gesamtsumme der Infizierten bezifferte die Stadtverwaltung am Sonntag mit 353 - mit Abstand die höchste Zahl im Land. 329 Infizierte gelten als genesen. Elf Menschen seien im Zusammenhang mit Covid-19 in der Saalestadt gestorben, hieß es. Halle hatte am 17. März wegen rasch steigender Infektionszahlen den Katastrophenfall ausgerufen und ihn am Ostermontag wieder aufgehoben.

Seit vergangenem Freitag dürfen Restaurants im Land wieder Gäste bewirten - allerdings gelten strikte Regeln, um Ansteckungen mit dem Virus zu verhindern. So müssten Gäste etwa ihre Kontaktdaten in eine Liste eintragen, um mögliche Infektionsketten besser nachvollziehen zu können. Dafür hätten die meisten nach Angaben des Präsidenten des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) in Sachsen-Anhalt, Michael Schmidt, Verständnis. "Wir sind glücklich über die Öffnung, aber das Publikum ist schon noch verängstigt", sagte Schmidt.

"Einige Gäste drehen wieder um, wenn sie sich in die Liste eintragen sollen", sagte Brockenwirt Daniel Steinhoff am Sonntag. "Ich schätze so zwischen 15 und 20 Prozent." Der Hotel- und Gaststättenbetreiber auf dem 1141 Meter hohen Harzgipfel kann derzeit nur die Hälfte seiner Platzkapazitäten nutzen. Das bedeutet: 140 statt 280 Plätze in den Restaurants von Brockenhotel und Brockenbahnhof. Der Aufwand zur Einhaltung aller Regeln sei groß. "Mit viel Personal wenig Umsatz. Aber wir haben auf. Der Anfang ist gemacht."

Die Einhaltung aller Vorschriften in den Restaurants kontrollieren hauptsächlich die örtlichen Ordnungsbehörden. In Magdeburg unterstützt das die Polizei teils mit ihren Regionalbereichsbeamten. "Wir nehmen gemeinsam Lokale ins Visier, wenn es gezielte Hinweise auf Verstöße gibt", sagte ein Sprecher am Sonntag.  © dpa

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