Neustadt/Weinstraße (dpa/lrs) - Nach Bayern will auch Rheinland-Pfalz die Düngeverordnung in seiner jetzigen Form im Bundesrat ablehnen.

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Sie sei nicht praxistauglich, kritisierte der rheinland-pfälzische Landwirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) nach einer Mitteilung am Dienstag beim Pfälzer Weinbautag in Neustadt/Weinstraße. Die Bundesregierung gefährde damit die Existenz der Bauern. Es fehle an Planungssicherheit, kein Landwirt wisse, wie er im Frühjahr düngen solle.

Bayerns Agrarministerin Michaela Kaniber von der CSU hatte die Düngeverordnung jüngst als "größtes Bauchwehthema" bezeichnet und Gegenwehr im Bundesrat angekündigt. Dort soll die Verordnung im April verabschiedet werden. Sie sieht unter anderem eine Verschärfung der Düngeregeln zum Schutz des Grundwassers vor.

Widerstand gegen die Verordnung kommt auch vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau in Koblenz. Er forderte unter anderem eine Individualregelung für Landwirte. Bestimmten Betrieben soll es demnach möglich sein, von Düngeauflagen befreit zu werden - sofern sie nachweisen können, dass der Stickstoffgehalt in ihrem Boden unter einem Grenzwert liegt. Außerdem müsse insgesamt die Verordnung entschärft werden und dem Landwirt als Fachkraft mehr Kompetenz zugetraut werden, erklärte der Verband.  © dpa

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