Von einer nicht alltäglichen Verkehrskontrolle mit glücklichem Verlauf berichtet die Polizei in Neunkirchen-Seelscheid.

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Am 7. September hatten Beamte in der Gemeinde einen Mann gestoppt, weil dieser während der Fahrt mit seinem Handy telefoniert hatte. Der Bußgeldkatalog sieht hierfür eine Strafe von 130 Euro vor.

Während die Polizisten seine Papiere begutachteten, wirkte der 50-Jährige emotional und aufgewühlt. Auf Nachfrage erzählte der Lohmarer, dass er auf der Suche nach seiner Tochter sei. Diese gehe erst seit kurzer Zeit in Neunkirchen-Seelscheid zur Schule und sei nicht pünktlich mit dem Bus nach Hause gekommen. Verzweifelt suchte der Mann die Bushaltestellen entlang der Strecken ab. Währenddessen telefonierte er mit seiner Ehefrau, um die Suche zu koordinieren.

Mann schreibt Karte an Polizisten als Dank für ihr Fingerspitzengefühl

Die Polizisten entschieden sich unter diesen Umständen dagegen, dem Mann ein Bußgeld zu erteilen. Stattdessen wollten sie bei der Suche helfen. Schon nach kurzer Zeit meldete sich die Mutter und teilte mit, dass die Tochter wohlbehalten aufgefunden wurde.

Der Lohmarer schickte als Dank eine Karte an die Polizeiwache in Neunkirchen-Seelscheid. Darauf schrieb er "Danke für Ihre Hilfe und Ihren Beistand in einer schwierigen Situation". Weiter ist auf der Postkarte zu lesen, dass ihm die Empathie und das Fingerspitzengefühl der Beamten in der Situation sehr geholfen hätten. Auch werde ihn das vorbildliche Verhalten der Polizisten künftig motivieren, noch mehr auf regelkonformes Verhalten zu achten.

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Das erlassene Bußgeld spendet der Autofahrer

Die 130 Euro, die er eigentlich hätte bezahlen müssen, spendete er an die Hilfsorganisation Weisser Ring, die sich für Gewaltopfer einsetzt. Die eingesetzten Beamten und auch Wachleiter Thomas Mackenbach freuten sich sehr über die positive Rückmeldung und die Spende. (mfu)   © Kölnische Rundschau