Köln (dpa/lnw) - Nach einem Schuss auf einen jungen Mann in Köln prüft die Staatsanwaltschaft, ob der beschuldigte Kommunalpolitiker sich bei der mutmaßlichen Tat "fremdenfeindlich" geäußert hat.

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Der Fall sei innerhalb der Behörde von der Abteilung für allgemeine Strafsachen zur Abteilung für politische Strafsachen übertragen worden, erklärte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn am Dienstag. Hintergrund seien entsprechende Aussagen von Zeugen im WDR. Diese wolle man überprüfen, sagte Willuhn. Zuvor hatten "taz" und das ZDF darüber berichtet.

"Wir werden beizeiten sagen, was wirklich geschehen ist", sagte der Medienanwalt des Mannes. "Bis dahin sollten Medien und Öffentlichkeit Zurückhaltung üben."

Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Kommunalpolitiker wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung. Den Ermittlungen zufolge war eine Gruppe von vier jungen Männern in der Nacht zum 30. Dezember in der Stadt unterwegs, als der Senior aus seinem Haus gekommen sei und sie angesprochen habe, hatten Polizei und Staatsanwaltschaft damals mitgeteilt. Nach einem kurzen Streit soll der Mann laut Zeugen auf die Männer gezielt haben, Sekunden später sei ein 20-Jähriger von einem Schuss in der Schulter getroffen worden.

Der Anwalt des Verdächtigen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Sein Amt als CDU-Kommunalpolitiker lässt der Mann vorläufig ruhen.  © dpa

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