Hannover (dpa/lni) - Im Streit um die Einführung einer Landarztquote in Niedersachsen ist Wissenschaftsminister Björn Thümler von seinem klaren Nein abgerückt.

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"Wir müssen ein Paket daraus machen, und dann will ich nicht ausschließen, dass es möglicherweise auch zu einer Quotierung kommen kann", sagte der CDU-Politiker im Interview der "Nordwest-Zeitung" (Mittwoch). Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hat vor kurzem erneut eine Quote gefordert, für die sich Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bereits im Landtagswahlkampf eingesetzt hatte. In der Vergangenheit war Thümler vehement dagegen.

Bei einer Quote vergibt das Land einen Teil der Medizinstudienplätze an Bewerber, die sich zu einer späteren Niederlassung als Hausarzt in einem unterversorgten ländlichen Gebiet verpflichten. Die Rede war von bis zu zehn Prozent der Studienplätze. Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben so eine Quote schon eingeführt.

Thümler plädierte dafür, das Ganze mit einem Stipendiensystem zu flankieren, welches höher liege als die aktuell 400 Euro monatlich für zukünftige Landärzte. Zum Vorstoß seiner Kabinettskollegin Reimann für die Quote sagte der Wissenschaftsminister: "Ich hätte mir gewünscht, dass man das erstmal intern bespricht und dann gemeinsam zu Lösungsansätzen kommt."  © dpa

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