Hannover (dpa) - Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann sieht wegen der Corona-Fälle nach einer Restaurant-Wiedereröffnung im Kreis Leer keine Notwendigkeit, vom Lockerungskurs abzurücken.

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"Nach ersten Erkenntnissen ist das Infektionsgeschehen nicht auf einen normalen Restaurantbesuch zurückzuführen, stattdessen wurde dort offenbar eine private Party gefeiert", sagte Reimann am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Der betroffene Gaststätten-Besitzer betont, Abstands- und Hygieneregeln seien an dem Abend eingehalten worden.

Ministerin Reimann sagte, das Land habe immer darauf hingewiesen, dass die Corona-Lockerungen mit einem gewissen Risiko verbunden seien. "Wir werden Ansteckungen auch in Zukunft nicht vollständig verhindern können", sagte Reimann. Entscheidend sei in einem solchen Fall, dass von den Behörden vor Ort konsequent alle Kontakte nachverfolgt würden, um das Infektionsgeschehen so eng wie möglich einzugrenzen. "Genau das passiert nun im Landkreis Leer", betonte die Ministerin.

Die neuen Fälle verdeutlichten, dass das Virus nicht besiegt sei. "Es ist noch da und wir müssen weiterhin sehr wachsam sein, um die großen Fortschritte der letzten Wochen nicht zu gefährden", sagte Reimann.

In einer Gaststätte in der Gemeinde Moormerland im Kreis Leer waren wenige Tage nach einem Eröffnungsabend am 15. Mai mehrere Gäste und der Wirt positiv auf das Coronavirus getestet worden, auch bei drei Freunden des Besitzers wurde das Virus inzwischen nachgewiesen. Niedersachsen zählte zu den ersten Bundesländern, in denen Restaurants wieder geöffnet werden durften.  © dpa

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