Les Sables-d'Olonne/Frankreich (dpa/lno) - Der Hamburger Extremsegler Boris Herrmann steht vor dem Rennen seines Lebens.

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Wenn am 8. November im französischen Les Sables d'Olonne der Startschuss zur 9. Auflage der Vendée Globe fällt, wird der 39 Jahre alte Extremsegler der erste deutscher Skipper bei der bekanntesten Nonstop-Soloregatta um die Welt sein.

Am Wochenende ist im Start- und Zielhafen das Race Village eröffnet worden. Während Herrmann Kraft bei der Familie in Hamburg tankt, wurde in Frankreich unter Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen die Ankunft aller 33 Boote der Vendée-Globe-Rekordflotte gefeiert. Sechs Skipperinnen sorgen beim rund zweieinhalb Monate währenden Rennen für einen weiblichen Teilnehmerrekord.

"Ich bin bereiter den je", sagte Herrmann über sein bevorstehendes Abenteuer. Seine Motivation: "Rund 8000 Menschen haben den Mount Everest bezwungen. Etwa 500 waren im All. Aber nur rund 100 haben die Welt alleine und nonstop bezwungen. Ich will einer von ihnen werden." Der 40 075 Kilometer (21 638 Seemeilen) lange Kurs um die Erde führt die Flotte am Kap der Guten Hoffnung, an Kap Leuwin und Kap Hoorn entlang. Die Gefahren für die Segler und ihre futuristischen Imoca-Yachten deutet die Statistik an: Von 167 Startern bei den bisherigen acht Auflagen erreichten nur 89 das Ziel.

Herrmann segelt die "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco". Mit dem Slogan "Ein Rennen, das wir gewinnen müssen" wirbt er für den Schutz der Meere. "Ankommen hat für mich die höchste Priorität", sagte er. Den Rekord für das Rennen hält der letzte Sieger Armel Le Cléac'h mit 74 Tagen, 3 Stunden und 36 Minuten. Bislang haben immer Franzosen gewonnen. Bei dieser Auflage zählt der britische "Hugo Boss"-Skipper Alex Thomson zu den Top-Favoriten.  © dpa

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