Hamburg (dpa) - Ohne Trillerpfeifen und rote Fahnen haben am Freitag in Hamburg die Tarifverhandlungen für die 140 000 Beschäftigten in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie begonnen.

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Rund drei Stunden lang tauschten sich die Verhandlungsführer der IG Metall Küste und des Arbeitgeberverbands Nordmetall in konstruktiver und vertrauensvoller Atmosphäre über den weiteren Fahrplan aus, heißt es in Mitteilungen von Gewerkschaft und Verband.

"Wir wollen gemeinsam mit den Arbeitgebern nach Wegen für einen fairen Wandel suchen", sagte der Bezirksleiter der IG Metall Küste, Daniel Friedrich. "In der ersten Runde haben wir deutlich gemacht, dass wir möglichst schnell zu belastbaren Resultaten kommen wollen."

"Unternehmen und Beschäftigte der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie sehen sich mit Blick auf die angespannte konjunkturelle Lage und den Strukturwandel besonderen Herausforderungen ausgesetzt", sagte die Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, Lena Ströbele. "Einige Unternehmen befinden sich bereits mitten in einem Anpassungsprozess mit festen Vorgaben bis hin zum Personalabbau. Andere Unternehmen nähern sich diesem Prozess erst an."

Die Arbeitgeber waren bundesweit auf ein Angebot der IG Metall eingegangen, abseits der üblichen Tarifrituale noch vor dem Ende der Friedenspflicht gemeinsam einen Zukunftspakt auszuloten. Die Gewerkschaft verzichtet zunächst auf eine konkrete Lohnforderung und eine Streikdrohung. Die Gespräche für die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und das nordwestliche Niedersachsen sollen im März fortgeführt werden.  © dpa

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