Darmstadt (dpa/lhe) - Yannick Stark stand als Sinnbild für den Umschwung bei Zweitligist SV Darmstadt 98.

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In der Vorwoche hatte der Mittelfeldspieler beim mauen 0:2 gegen Karlsruhe einen Ball aus aussichtsreicher Position in die Wolken gejagt und danach viel Häme ertragen müssen. Beim 4:0 (1:0) über den FC St. Pauli gelang dem 29-Jährigen mit einem sehenswerten Fernschuss das 2:0, das die Lilien endgültig auf die Siegerstraße brachte.

"Wir haben uns viel vorgenommen nach der letzten Woche und wollten eine Reaktion zeigen", sagte Stark. "Das ist uns mit dem 4:0 eindrucksvoll gelungen." Er habe den Ball gut getroffen und sei froh, der Mannschaft mit seinem Tor geholfen zu haben.

Es sind keine einfachen Zeiten für den einzigen gebürtigen Darmstädter im Stammkader der Lilien. Kürzlich teilte der Verein ihm mit, dass sein Vertrag nicht verlängert werde. Balsam für die Seele war da nicht nur sein erster Saisontreffer, sondern auch das Lob von Trainer Dimitrios Grammozis: Mit seinem Einsatz sei Stark immer vorbildlich. "Ich bin froh, dass ich so einen Spieler in der Mannschaft habe", sagte der Coach, der den Verein verlassen wird. Neben Stark hatten auch Mathias Honsak, Marvin Mehlem und Victor Palsson getroffen.

Auf fünf Positionen hatte Grammozis die Mannschaft im Vergleich zum Karlsruhe-Spiel geändert - und damit offensichtlich den richtigen Impuls gesetzt. "Die Basis waren heute Körpersprache, Einstellung und Effektivität", betonte der Trainer.

Am Ende stand nicht nur der höchste Sieg in seiner gut einjährigen Amtszeit. Es war auch der höchste Sieg seit dem 5:0 über Union Berlin in der Aufstiegssaison 2014/15. Auf den Tag genau fünf Jahre war es am Sonntag her, dass die Lilien - ebenfalls mit einem Sieg über St. Pauli - in die Bundesliga zurückgekehrt waren.

Theoretisch ist der Aufstieg für den Tabellenfünften diese Spielzeit noch möglich - auch wenn das Thema bei den Lilien tabu ist. "Es bringt nichts rumzurechnen", mahnte etwa Mittelfeldspieler Fabian Schnellhardt. "Wir müssen auf uns schauen und unsere Punkte einfahren." Einen Vorteil sieht er allerdings: Weil man keinen Druck nach unten mehr habe, könne vieles leichter fallen. "Jeder kann jetzt für sich spielen oder für den Trainer. Dann macht es noch mehr Spaß."  © dpa

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