Hamburg (dpa/lno) - In zahlreichen norddeutschen Städten ist am Samstag für die Räumung der Flüchtlingslager in Griechenland demonstriert worden.

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Aufgerufen zu der Kundgebung hatte die Flüchtlingshilfeorganisation Seebrücke, die nach eigenen Angaben am Samstag in mehr als 60 Städten und neun europäischen Ländern Veranstaltungen unter dem Motto "Leave no one behind" anberaumt hatte.

Gut 300 Menschen kamen nach Angaben der Hamburger Polizei auf dem Rathausmarkt zusammen. Sie forderten die Aufnahme von mindestens 1000 Geflüchteten in der Hansestadt. Wie die Seebrücke mitteilte, beteiligten sich in Kiel und Lübeck 300 beziehungsweise 150 Personen an Menschenketten. Weitere Kundgebungen gab es in Flensburg, Schleswig, Elmshorn und anderen Städten und Gemeinden.

"Ein Staat, der in kürzester Zeit 200 000 deutsche Tourist*innen zurückholen und 80 000 Erntehelfer*innen für die Rettung des deutschen Spargels einfliegen kann, zeigt deutlich seine Prioritäten: Das Leben der Geflüchteten ist ihm nichts wert", hieß es im Aufruf zur Demonstration.

Um die Kundgebung vor dem Hamburger Rathaus hatte es eine gerichtliche Auseinandersetzung gegeben. Nach einem Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Hamburg von Freitagabend (Aktenzeichen 5 Bs 82/20) war die Teilnehmerhöchstzahl von zunächst 900 auf 300 abgesenkt worden.  © dpa

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