Potsdam (dpa/bb) - Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel hat gemeinsam mit seinen zehn grünen Ressortkollegen der anderen Bundesländer ein Umdenken in der europäischen Agrarförderpolitik gefordert.

Mehr News aus Brandenburg finden Sie hier

In einem Brief an die EU-Kommission fordern die elf grünen deutschen Umweltminister unter anderem eine ausreichende Finanzierung der Landwirte und eine Prämie für die Weidehaltung von Schafen und Ziegen.

"Wir brauchen eine Landwirtschaftspolitik, die es ermöglicht, dass die Landwirtinnen und Landwirte ein gutes Einkommen erwirtschaften und zugleich die notwendige Ökologisierung der Landwirtschaft vorangetrieben wird", so Vogel. Am Donnerstag (28. Mai) wollen die Minister bei der Umwelt- und Agrarministerkonferenz mit den beiden für Agrar- und Umweltpolitik zuständigen EU-Kommissaren Janusz Wojciechowski und Virginijus Sinkevicius über die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union diskutieren.

Nach Vogels Worten steht die Landwirtschaft vor enormen Aufgaben. Extremwetterlagen und Dürrejahre mit hohen Ernteausfällen verdeutlichten die Folgen der Klimakrise auf die Branche. Zugleich seien die Erzeuger dem Preisdruck durch große Handelsketten ausgesetzt. Hochwertige und faire Produktion von Nahrungsmitteln sei dadurch kaum noch möglich. Die laufende Arbeit an einer Reform der EU-Agrarförderung sei eine "entscheidende Weichenstellung" zur Bewältigung der Aufgaben in der Zukunft, so Vogel.  © dpa

Nachrichten aus anderen Regionen