Berlin (dpa/bb) - Anlässlich des Internationalen Tages der Roma zeigen sich die Bezirksämter in Berlin-Neukölln und Mitte solidarisch.

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In diesem Zuge ist am Donnerstag vor den Rathäusern in Neukölln und Tiergarten die Flagge der Roma gehisst worden. "Dass heute in Berlin die Flagge der Roma weht, beweist wie weit die Bewegung in den letzten 50 Jahren gekommen ist", sagte Mariela Nikolova vom Verein Amaro Foro, der sich berlinweit für die Gleichberechtigung europäischer Roma einsetzt.

Nach wie vor seien Sinti und Roma die größte europäische Minderheit, die täglich mit den meisten rassistischen Vorurteilen konfrontiert wird, betonte Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD). Stephan von Dassel (Die Grünen), Bezirksbürgermeister von Mitte, gedachte des Völkermords der Nazis an den Sinti und Roma und zog eine Linie zu einem jüngeren Ereignis: "Wie notwendig es ist, die Erinnerung daran wach zu halten, zeigt aber leider auch die Gegenwart: Mehrere Opfer des schrecklichen rassistischen Anschlags in Hanau haben einen Roma-Hintergrund, einige von ihnen hatten Angehörige in Auschwitz verloren."

Vor 50 Jahren fand zum ersten mal der Welt-Roma-Kongress in London statt. Vertreter der Minderheiten aus neun Staaten einigten sich damals auf die Eigenbezeichnung Roma, eine Hymne sowie eine gemeinsame Flagge. Seitdem wird der 8. April als Welt-Roma-Tag begangen.

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