Tiny Houses - Das Wohnkonzept der Zukunft?

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Von
Isabel Kauka

Vielerorts fehlt es an flexiblen, modernen und intelligenten Wohnkonzepten. Ein Konzept wird mittlerweile aber immer mehr diskutiert: Tiny Houses - Häuser auf kleinstem Raum. Könnte diese neue Idee vielleicht bieten, was der Wohnungsmarkt braucht?

Wohnraum ist knapp und teuer. Doch es gibt günstige Alternativen zu einer festen Wohnung bzw. Haus wie die sogenannten Tiny Houses. Die Minihäuser sind meist flexibel und vergleichsweise günstig. Diese Straße mit Tiny Houses ist in den Niederlanden entstanden. Die "Häuser" haben eine durchschnittliche Wohnfläche von 30 Quadratmetern.
Ganz nach dem Motto "Größe ist nicht alles" ist ein Tiny House auf das Allernötigste ausgelegt: Wohnzimmer, Küche, Bad, Schlafbereich.
Dieser Bereich in der zweiten Ebene des Hauses kann zum Beispiel ein Doppelbett beherbergen.
Das Bad ist zwar klein, aber so konstruiert, dass Waschbecken und Toilette eine perfekte Einheit bilden und keinen Platz verschwenden.
Dieses Tiny House in den Niederlanden ist mit Solarplatten ausgestattet. Mithilfe der Photovoltaikanlage produziert das Minihaus Solarstrom für die Beleuchtung und alle elektrischen Geräte. Weiterer Pluspunkt: Der durch Licht erzeugte Strom schont auch noch die Umwelt.
Dieses zehn Quadratmeter große Haus ist auf Flexibilität ausgelegt. Es lässt sich beinahe überall platzieren - ob im Garten als Büro, Gästezimmer oder als Freizeithütte. Optional kann das Mini-Haus ...
... mit einer Küche oder einem Mini-Bad ergänzt werden.
Zahlreiche Anbieter haben mittlerweile architektonisch ausgeklügelte Wohnraumwunder im Angebot. Dieses Haus wird zum Beispiel vom Online-Reise-Portal booking.com in Kooperation mit Kevin Hart zum Mieten angeboten.
Dieses Tiny House steht in New York und zeigt sich hell, modern und funktional ...
... und es ist besonders gemütlich eingerichtet. Vorrichtungen wie die TV-Wandhalterung, das gemütliche Sofa, das in die Wand eingefügte Bücherregal und der in den Treppenstufen integrierte Stauraum machen dieses Mini-Haus zu einem vollwertigen Zuhause.
Im oberen Bereich befindet sich eine gemütliche Schlafmöglichkeit.
Die kleine und moderne Küche ist mit dem Nötigsten ausgestattet.
Tiny Houses können auch umfunktioniert werden etwa zum flexiblen Arbeitsplatz. Im Rahmen eines Bauhausprojektes in Berlin wurde 2017 dieser Prototyp vorgestellt.
Das Mini-Büro lässt sich jederzeit dahin verlegen, wo es gerade benötigt wird.
Ebenfalls in Berlin vorgestellt wurde ein Prototyp der sogenannten "100-Euro-Wohnung" des Architekten Van Bo Le-Mentzel. Das Haus ist mobil und kaum größer als ein Parkplatz.
Auf gerade einmal 6,4 Quadratmetern befinden sich Koch-, Schlaf-, Arbeits-, Wohn-, und Duschbereich. Wie das möglich ist? Durch hohe Decken und eine platzsparende Einrichtung.