Überfürsorge und Förderwahn: Gehören Sie zu den Helikopter-Eltern?

Überbehüten, Förderwahn und Vollkontrolle - Helikopter-Eltern zeigen zu viel Einsatz bei der Erziehung ihrer Kinder und riskieren das Heranwachsen von unselbstständigen Sprösslingen. In der folgenden Galerie zeigen wir Ihnen, ob auch Sie in die Hubschrauberkategorie gehören ...

Sie stehen als einzige Mami am Klettergerüst und strecken vorsorglich die Arme aus, wenn Ihr fünfjähriges Kind hochklettert? Sie sind eindeutig eine Helikopter-Mama! Loslassen ist schwer, aber auch nötig. Ihr Kind soll seine eigenen Erfahrungen machen – auch am Klettergerüst. Es sollte selber lernen, was Höhe bedeutet und sich nicht nur auf Mamas Arme verlassen.
Sie sitzen als einzige Mutter mit Eimer und Schaufel im Sandkasten statt um den Sandkasten? Hubschrauber-Alarm! Lassen Sie doch Ihr Kind Sandkasten-Freundschaften schließen, das kann es besser ohne Sie. Auf der Bank VOR dem Sandkasten haben Sie immer noch alles im Blick ...
Sie haben endlich den Sandkasten verlassen, springen aber bei der kleinsten Auseinandersetzung, die Ihr Nachwuchs wegen einer Schaufel führt, wieder rein. Und schon schwirren Sie wie ein Helikopter über den Kindern. Lassen Sie sie einfach streiten und es selber klären. Solange sie nicht unkontrolliert mit der Schaufel aufeinander hauen, gibt es keinen Grund, sich einzumischen ...
Freispiel war gestern! Heute gibt es Ballett, morgen Klavierunterricht und zweimal die Woche Englischunterricht – gleich nach dem Tenniskurs. Ihr Kind ist ein heranwachsender Hochleistungssportler und musisches Wunderkind? Zeit wird's, dass Sie die Herrschaft über den Freizeitkalender abgeben und Ihr Kind mit Barbies und Blättern im Wald spielen darf ...
Auch wenn Sie ein Einzelkind haben, lassen Sie es einfach mal alleine spielen. Kinder haben eine blühende Fantasie, vor allem, wenn man sie in Ruhe spielen lässt. Sie müssen nicht ununterbrochen für Unterhaltung im Leben Ihres Kindes sorgen, es wird sich schon selber helfen.
Fahren Sie Ihr Kind jeden Tag mit dem Auto in die Schule, obwohl es ein Fahrrad hat? Wenn Sie Ihr Auto in der Garage lassen, statt damit vor dem Schulgebäude Patrouille zu fahren, senken Sie nicht nur das Unfall-Risiko für andere Kinder, die mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs sind, Sie bringen Ihrem Kind auch noch Vertrauen entgegen und steigern sein Selbstbewusstsein ...
Werden Helfer für die Klassenfahrt gesucht, sind Sie die Erste, die sich freiwillig meldet. Nur so können Sie sicherstellen, dass Ihrem geliebten Kind nichts passiert in der freien Wildbahn. Dürfen Sie nicht mitfahren, dann kommt eben der GPS-Tracker in den Rucksack Ihres Nachwuchses. Leugnen überflüssig: Sie gehören zu den Helikopter-Eltern!
Viele Helikopter-Eltern helfen nicht bei den Hausaufgaben – sie schreiben sie sogar selber und bereiten Referate mit einer Power-Point-Präsentation vor. Eine Eins ist schließlich nicht die beste Note, ein Pluszeichen sollte da schon stehen. Wenn nicht, dann hilft nur noch streiten mit den Lehrern. Klingt ganz nach Helikopter-Erziehung ...
Sie kennen alle Lehrer und Trainer beim Vornamen und ihre Telefonnummern auswendig. Wenn es für das Schulfest etwas zu backen gibt, sind Sie die Erste, die in der Liste steht. Sie möchten schließlich die Kontrolle über die Zutaten behalten. Nichts passiert in und außerhalb der Schule ohne Ihr Wissen. Dabei kann Ihr Kind selber Entscheidungen treffen, wenn Sie es nur lassen würden ...
Sie haben Angst, dass Sie Ihrem Kind nicht genug bieten können? Sie haben Angst, dass Sie Ihr Kind nicht ausreichend fördern? Sie haben Angst vor allem, was da draußen in der bösen Welt passieren könnte? Angst ist Ihr ständiger Begleiter, sie treibt die Rotorblätter an, die um Ihr Kind kreisen. Ja, Sie gehören definitiv zu den Helikopter-Eltern.