Berlin (dpa/tmn) - Wir können noch so viel gießen - das hilft den Pflanzen nicht, wenn sie das Wasser nicht aufnehmen können. Daher rät Pelargonium for Europe, eine Initiative mehrerer Geranienzüchter, schluckweise zu gießen.

Denn die trockene Erde kann das Gießwasser nur nach und nach aufnehmen und damit für die Wurzeln zur Übernahme speichern. Gibt man viel Wasser auf einmal, rinnt einiges, was die Erde eigentlich aufnehmen könnte, also hindurch.

Staunässe meiden

Dieses hindurchfließende Wasser ist im Topf zwar nicht verloren, aber birgt eine Gefahr: Kann es nicht abfließen und staut sich am Topfboden länger auf, können die Wurzeln faulen. Daher sollte man überschüssiges Wasser immer ablaufen lassen oder abgießen.

Den Wasserbedarf einer Pflanze darf man übrigens nicht unterschätzen. Die Geranienzüchter empfehlen, etwa ein Glas Wasser pro Geranie in einem normal großen Topf oder etwa zehn Prozent des Topfvolumens an Wasser zu geben. Ein 80 Zentimeter langer Blumenkasten schluckt also etwa 2,5 Liter. Woran man merkt, dass genug gegossen wurde: Die Erde sollte dadurch durchfeuchtet sein.

Gießen in den kühleren Stunden des Tages

Mehr gießen muss man, wenn die Verdunstung hoch ist - also in den heißen Stunden des Tages. Daher raten die Züchter, nur morgens und abends zu gießen. An sehr heißen Tagen könne es sinnvoll sein, die Pflanzen zweimal am Tag zu wässern. Außerdem sollte man die Gießkanne direkt an der Erde bei den Pflanzen ansetzen.

Übrigens: Auch wenn wir kaltes Wasser an heißen Tagen schätzen, Pflanzen tun dies nicht. Sie mögen lieber abgestandenes, angewärmtes Wasser als kaltes aus der Leitung.  © dpa