Fensterputzen bei Sonnenschein? So vermeiden Sie Putzfehler

Auch Putzen will gelernt sein! Aufsprühen und abwischen - ganz so einfach ist es nun doch nicht. Wir zeigen Ihnen in unserer Bildergalerie Fehler, die beim Putzen passieren können. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Einer der größten Fehler, den Sie beim Putzen machen können, ist das Putzen ohne System. Wenn Sie immer so lange warten, bis sich Wollmäuse in allen Ecken verteilen und der Kalk hässliche Spuren in der Spüle oder in der Dusche hinterlässt, dann ist Putzen anstrengend. Einfacher geht es nach Plan!
Ein Putzplan mit täglichen, wöchentlichen und monatlichen oder vierteljährlichen Aufgaben spart Zeit und Nerven. Teilen Sie die Aufgaben so auf, dass Sie täglich nur circa 15 bis 20 Minuten mit Putzen beschäftigt sind.
Wenn Sie jeden Tag kurz den Boden fegen, sammelt sich insgesamt weniger Dreck an und das wöchentliche Staubsaugen reicht aus. Wischen Sie im Bad jeden Tag mit einem Reinigungstuch über Waschbecken und Armaturen. Das erspart kräftiges Schrubben, da sich Kalk und Schmutz nicht tagelang absetzen können. Jeden Abend kurz aufzuräumen ist einfacher, als sich einmal die Woche durch das Chaos zu kämpfen.
Vorsicht beim Staubwischen: Planen Sie das Staubsaugen immer NACH dem Staubwischen ein. Denn wenn Sie Ihre Regale vom Staub befreien, landet dieser in der Regel auf dem Fußboden und Sie müssten die Bodenpflege von vorne beginnen, selbst wenn Sie bereits staubgesaugt haben.
Ihre wichtigsten "Werkzeuge" beim Putzen sind, neben den Putzmitteln, die Putzutensilien - und auch die müssen ordentlich gereinigt werden. Lappen und Schwämme sind echte Keimschleudern, wenn Sie nicht regelmäßig ausgetauscht werden. Statt sie zu entsorgen, können Sie Schwämme sehr gut in der Spülmaschine bei 60 Grad reinigen.
Haben Sie beim Putzen wirklich an alle Bereiche gedacht? Sicher? Denn oftmals werden Türklinken, Fenster- und Schrankgriffe vergessen. Dabei sammeln sich dort womöglich mehr Bakterien als auf Ihrer Toilettenschüssel. Kein Scherz!
Nicht nur auf Türklinken sollten Sie beim Putzen Ihre Aufmerksamkeit lenken. Auch Telefone, Lichtschalter und Fernbedienungen sind Lieblingsplätze für Keime und sollten regelmäßig gereinigt werden.
Hier ein Sprühstoß, da ein Sprühstoß - wenn Sie Putzmittel direkt auf die Oberflächen sprühen und gleich wieder abwischen, dann ist das ziemlich verschwenderisch. Besser ist es, wenn Sie das Reinigungsmittel vorher auf ein Tuch auftragen und es so gezielter einsetzen.
Direkt auf die Oberflächen zu sprühen, kann durchaus auch sinnvoll sein. Allerdings nur, wenn Sie das aufgesprühte Putzmittel in Ruhe einwirken lassen. So kann das Reinigungsmittel ohne Ihr Zutun arbeiten und Schmutz vollständig auflösen.
Seit der Corona-Krise haben Desinfektionsmittel einen neuen Status in unserem Leben. Die effektive Bakterien- und Virenbekämpfung hat auch seine Berechtigung - vor allem an Orten, wo viele Menschen aufeinandertreffen -, aber in den eigenen vier Wänden haben aggressive Mittel wenig zu suchen. Zu häufig angewendet, können Desinfektionsmittel die natürliche Hautflora zerstören und zu Allergien und Entzündungen führen.
Sie wischen den Toilettenrand ab und putzen dann das Waschbecken. Sie reinigen die Türklinke und anschließend die Küchenplatte. Hoffentlich haben Sie zwischen den Schritten den Lappen ausgetauscht! Kreuzkontamination beim Putzen ist ein klassischer Fehler. Nutzen Sie stets unterschiedliche Lappen für unterschiedliche Bereiche, sonst wischen Sie die gerade entfernten Bakterien wieder auf die sauberen Flächen.
Die wenigsten Menschen werden bei Minustemperaturen die Lust verspüren, die Fenster zu putzen - das muss wirklich nicht sein. Doch es empfiehlt sich auch nicht, bei schönstem Wetter diese Aufgabe zu erledigen. Bei strahlendem Sonnenschein trocknen Wasser und Glasreiniger schneller auf den Fenstern. Das führt zu Verschmierungen, die Sie später gleich noch einmal putzen müssen.
Auch beim Waschen können Sie einiges falsch machen. Lassen Sie beispielsweise in der Waschmaschine niemals Reißverschlüsse von Jacken und Hosen offen. Diese könnten andere Kleidungsstücke beschädigen.
Natürlich sind die heutigen Waschmittel und Waschmaschinen so gut, dass Sie energiesparend auch bei niedrigen Temperaturen waschen können. Doch auch die Waschmaschine braucht hin und wieder etwas Pflege, um Bakterien loszuwerden. Lassen Sie Ihre Waschmaschine daher gelegentlich bei 90 Grad leer durchlaufen.