Kellogg's hat gleich bei mehreren Produkten die Füllmenge reduziert: In vielen Packungen steckt jetzt weniger drin - der Preis bleibt allerdings der gleiche. Wegen dieser versteckten Preiserhöhung wurden Kellogg's Cerealien von der Verbraucherzentrale Hamburg zur "Mogelpackung des Monats" gekürt.

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Kellogg's hat den Inhalt von mindestens zehn Cerealien-Marken reduziert. Neun Packungen beinhalten statt 375 Gramm jetzt nur noch 330 Gramm. Der Preis für die Cerealien hat sich dabei aber nicht verändert. Daraus resultiert laut der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) eine versteckte Preiserhöhung von 14 Prozent.

Cornflakes sind das einzige Produkt, bei dem nicht so drastisch verringert wurde: Die Verpackung beinhaltet statt 375 Gramm jetzt noch 360 Gramm. Bei gleichem Verkaufspreis entspricht das aber immer noch einer Preiserhöhung von vier Prozent.

Um folgende Produkte geht es im Einzelnen:

  • Frosties
  • Choco Krispies XXL
  • Choco Krispies Chocos
  • Choco Krispies
  • Toppas
  • Honey Bsss Loops
  • Honey Llama Loops
  • Crunchy Nut
  • Smacks
  • Cornflakes

Bei diesen Produkten haben die Verbraucherschützer die neuen und alten Verpackungen noch im Handel gefunden und konnten die Füllmengen direkt vergleichen. Deswegen schließt die VZHH nicht aus, dass noch weitere Marken betroffen sein können. Bei den Marken Tresor und Froot Loops hingegen konnten sie keine Preiserhöhung feststellen.

Packungen behalten weitgehend ihre Aufmachung

Für Verbraucher ist die Füllmengenreduzierung kaum zu erkennen. Die Aufmachung der Produkte ist häufig gleich geblieben und damit auch ihre Größe. Nur die Anzahl der Portionen hat sich auf der Vorderseite verändert. Wer die alte und die neue Verpackung nicht direkt miteinander vergleichen kann, dem fallen die geringfügigen Unterschiede kaum auf. Daher hat die Verbraucherzentrale Kellogg's-Cerealien zur Mogelpackung des Monats gekürt.

Die VZHH hat das Unternehmen um eine Stellungnahme gebeten. Erst nach nochmaliger Nachfrage hat Kellogg's auf die Anfrage reagiert. Dort heißt es unter anderem: "Die Endverbraucherpreise unserer Produkte liegen grundsätzlich im alleinigen Ermessen des Handels. Diese stellen sich über die letzten Jahre hinweg als durchweg stabil für den Verbraucher dar." (ff)

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