Glattes Haar oder wunderschöne Locken: Zum Friseur muss man dafür schon lange nicht mehr. Denn mit Haarglätter und Lockenstab werden die eigenen vier Wände zum Haarsalon. Doch wie sieht es mit der Sicherheit der Geräte aus? Dieser Frage ist die Stiftung Warentest nachgegangen – und die Ergebnisse sind erschreckend.

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Haarglätter, Lockenstäbe, Curler – für jede Frisur gibt es das passende Gerät in der passenden Preisklasse. Doch vielfach nehmen es die Hersteller mit der Sicherheit anscheinend nicht so genau, wie die Stiftung Warentest in einer aktuellen Prüfung herausgefunden hat: Fast ein Drittel der 16 getesteten Geräte ist demnach brandgefährlich und erhält die Note Mangelhaft.

Stiftung Warentest: Verbrennungsgefahr bei Lockenstäben

So fallen drei der neun geprüften Lockengeräte wegen Mängeln in der elektrischen Sicherheit oder Verbrennungsgefahr durch: Zwei Lockenstäben fehlt die Abschaltautomatik, sie heizen somit ununterbrochen weiter - ein erhebliches Brandrisiko.

Eines dieser Geräte erhitzt zudem auch das Gehäuse mit. An manchen Stellen wurden bis zu 90 Grad gemessen. Das reiche aus, um sich Kopfhaut, Ohren oder Finger zu verbrennen, so die Tester.

Verbrennungsgefahr bestehe auch bei einem weiteren Gerät: Ihm fehlt der Clip, um die Haarsträhne beim Aufdrehen am Heizkolben zu halten. Die Folge: Die Probandinnen mussten die Haare selbst festhalten. Dabei gerieten mehrere mit dem heißen Kolben an Hals, Ohren oder Finger und verbrannten sich.

Curler ziehen Haare ein und geben sie nicht mehr frei

Neben den drei Lockens­täben fallen auch zwei Curler - das sind Geräte, bei denen die Haarsträhnen auto­matisch aufgedreht werden - durch. Im Test zogen sie die Haare der Probandinnen ein, verknäuelten sie und gaben sie dann nicht mehr frei. Die Frauen konnten ihre Haare dann nur mit Ziehen und unter Schmerzen aus den Lockendrehern befreien. Die Tester vergeben hier zweimal die Note Mangelhaft.

Doch es gibt auch positive Nachrichten: Siebenmal wird das Test­urteil Gut vergeben. Mit den ausgezeichneten Geräten lassen sich die Haare laut Stiftung Warentest gut in die gewünschte glatte oder lockige Form bringen. Und sie seien gefahr­los in der Anwendung.

Die ausführlichen Ergebnisse der Untersuchung werden in der Januarausgabe der Zeitschrift "test" veröffentlicht. Zudem sind die Ergebnisse unter www.test.de/haarglaetter und www.test.de/lockenstab auch online (kostenpflichtig) abrufbar.

Die "Stiftung Warentest" hat 25 verschiedene Schokoladen aus allen Preissegmenten getestet. Wie gut diese abschneiden, hat mit dem Preis offenbar nichts zu tun: Viele günstige Schokoladen erhalten ein gutes Urteil, ausgerechnet das teuerste Produkt schneidet am schlechtesten ab.