Statt Zucker: Diese Süßungsmittel sind gute Alternativen

Immer mehr Menschen verzichten auf herkömmlichen Zucker. Egal, ob Sie aus gesundheitlichen oder geschmacklichen Gründen Industriezucker aus Ihrem Leben verbannen möchten, es gibt eine ganze Reihe an alternativen Süßungsmitteln.

Zu viel Zucker kann zu Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Karies führen. Doch nicht jeder möchte deshalb auf den süßen Geschmack verzichten. Zum Glück gibt es Alternativen, wenngleich nicht jedes Süßungsmittel automatisch gesünder ist.
100 Gramm Zucker enthalten circa 400 Kalorien und dabei keinerlei Vitamine. Ernährungstechnisch ist Zucker also ein überflüssiger Dickmacher. Will man einen kalorienfreien oder zumindest kalorienarmen Ersatz, gibt es folgende Süßungsmittel ...
Xylit hat 40 Prozent weniger Kalorien als Zucker, einen niedrigen glykämischen Index (lässt also den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen) und vermindert die Entstehung von Karies. Der Zuckeraustauschstoff wird, trotz seines irreführenden Namens "Birkenzucker", rein synthetisch hergestellt. Vorsicht: Wie alle Zuckeralkohole kann Xylit bei zu hoher Aufnahme abführend wirken und Blähungen verursachen.
Ein weiterer Zuckeralkohol, der von Diabetikern gern verwendet wird, ist Erythrit. Man findet ihn auch unter der Lebensmittelbezeichnung E968. Erythrit hat so gut wie keine Kalorien und beeinflusst auch nicht den Blutzuckerspiegel. Allerdings sollte man beim Backen beachten, dass die Süßkraft dieses Süßungsmittels bei nur circa 70 Prozent der Süßkraft von Zucker liegt.
Stevia ist bis zu 300-mal süßer als normaler Zucker, weshalb man beim Süßen des Kaffees aufpassen sollte. Der Vorteil: Das weiße Pulver hat null Kalorien. Leider hat Stevia aber einen ziemlich gewöhnungsbedürftigen Eigengeschmack.
Die chemisch-synthetisch hergestellten Süßstoffe Saccharin und Aspartam haben eine vielfach höhere Süßkraft als Zucker und sind dabei frei von Kalorien.
Wer ganz ohne Chemie süßen möchte, kann zu reifen Bananen greifen. Diese erkennt man an der braunen Schale. Im Kaffee wird man mit Banane nicht so viel Freude haben, aber zum Süßen von Kuchen und Keksen eignet sich die Frucht hervorragend.
Auch Datteln sind eine gesunde Alternative zu Zucker. Püriert lässt sich die Frucht als süße Zutat beim Backen verwenden. Datteln sind zwar alles andere als kalorienarm, aber sie enthalten viel Vitamin B6, Eisen und Magnesium.
Ein weiteres natürliches Süßungsmittel ist Zuckerrübensirup. Wie der Name schon sagt, wird er aus Zuckerrüben hergestellt. Der Sirup hat zwar 300 Kalorien pro 100 Gramm, verfügt aber über wesentlich bessere Nährwerte als Zucker und ist reich an Folsäure, Magnesium, Eisen und Kalium. Geschmacklich erinnert Zuckerrübensirup an Malz und Karamell.
Auch Agavendicksaft hat eine leichte Malz- und Karamellnote sowie einen sehr hohen Fruktosegehalt, weshalb sein Ruf gelitten hat - Forscher weisen auf viele negative Effekte der hochkonzentrierten Fruktose hin. Im Gegensatz zum natürlich vorkommenden Fruchtzuckergehalt in Obst soll der Konsum von konzentrierter Fruktose in verarbeiteten Produkten etwa das Risiko für Übergewicht erhöhen.
Auch wenn Ahornsirup hauptsächlich Fruktose und Saccharose enthält, so ist er doch gesünder als Zucker oder Agavendicksaft. Eine Studie eines Forscherteams der McGill University im kanadischen Québec zeigte, dass Ahornsirup etwa die Wirksamkeit von Antibiotika steigern und deren Nebenwirkungen reduzieren kann.
Wenn man es karamellig mag, empfehlen wir Kokosblütenzucker als Ersatz für herkömmlichen Zucker. Auch wenn dieser aus dem Saft der Kokospalme hergestellt wird, schmeckt er keineswegs nach Kokos, sondern leicht malzig-karamellig. Anders als bei Haushaltszucker schnellt der Blutzuckerspiegel beim Konsum nicht in die Höhe. Doch Kokosblütenzucker hat auch Nachteile ...
Kokosblütenzucker hat einen langen Transportweg aus Südostasien hinter sich und belastet dadurch die Umwelt. Außerdem ist er deutlich teurer als Haushaltszucker. Zudem ist der Kaloriengehalt von Kokosblütenzucker nur unwesentlich geringer und seine Süße dabei nicht stärker als die von normalem Zucker.
Wer es süß und regional mag, der sollte mit Honig vom Imker aus seiner Gegend süßen. Honig ist in etwa so kalorienhaltig wie herkömmlicher Zucker. Wertvoller ist Honig allerdings durch Inhaltsstoffe wie Mineralstoffe, Proteine und Vitamine. Es wird ihm eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Allerdings haben die angepriesenen Nährstoffe von natürlichem Zuckerersatz einen Haken ...
Schauen Sie sich die Inhaltsstoffe von Honig, Ahornsirup und Co. genauer an, wird schnell klar: Sie müssten wesentlich mehr als einen Löffel davon essen, um von den gesunden Bestandteilen profitieren zu können. Außerdem eignet sich Honig beispielsweise nicht zum Backen und sollte auch nicht in heiße Getränke gegeben werden, da viele der positiven Nährstoffe über 40 Grad Celsius zerstört werden.