Diese Gerichte schmecken im Winter besonders gut

Nach langen Spaziergängen in klirrender Winterkälte sorgt gutes Essen für innere Wärme und Wohlbefinden. Saisonales Gemüse stärkt mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien zudem die Abwehrkräfte und bringt Sie fit durch die kalte Jahreszeit. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Saisonale und regionale Küche sorgt auch im Winter für Abwechslung. Und die Gerichte schmecken sogar noch besser. Denn kurze Lieferwege erlauben längere Reifezeiten von Obst und Gemüse, um das volle Spektrum an Vitalstoffen und mehr Aroma zu entwickeln. Zudem sind Lebensmittel aus der Region günstiger und ökologisch wertvoller - vor allem Bio-Lebensmittel.
Was aber steht im Winter auf dem Saisonkalender, um frische und schmackhafte Gerichte zu zaubern? Dazu zählen regionale Sorten wie viele Kohlsorten, Wurzelgemüse, Kürbisse, Kartoffeln, Zwiebeln, Champignons, Feldsalat, Chicorée, Äpfel, Nüsse, Esskastanien und Zitrusfrüchte, Avocados, Bananen und mehr aus südlicheren Regionen.
Eintöpfe gehören zum Winter, wie dicke Socken und Stiefel. Probieren Sie doch einmal einen Grünkohleintopf mit Süßkartoffeln, Tomaten und Würstchen oder wahlweise geräuchertem Tofu oder Kichererbsen für Vegetarier. Grünkohl ist das Wintergemüse schlechthin und zählt zudem zu den nährstoffreichsten Kohlsorten mit einem beachtlichen Vitamin C Gehalt: 105 Milligramm pro 100 Gramm.
Zu den Vitamin-C-starken Immunboostern im Winter zählt auch Weißkohl. Aus ihm lassen sich vielfältige Gerichte wie Eintöpfe, Krautkuchen, Kohlrouladen und Salate zaubern. Ein einfaches Gericht ist scharfer Schmorkohl: Dafür Weißkohl, Karotten, Speck, Hackfleischbällchen und Brühe im Topf schmoren lassen und mit Sojasauce, scharfem Senf oder Crème fraîche verfeinern.
Wer zu Blähungen und Verdauungsproblemen durch den Verzehr von Kohl neigt, kann das Gericht mit dem Zusatz von Kümmel bekömmlicher machen. Auch bei der Zubereitung von leckeren Weißkraut-Fladen, die aus einem Hefeteig mit dünnen Weißkraut-Streifen, saurer Sahne und Speckwürfeln geformt und im Backofen gebacken werden, fehlt das Gewürz nicht.
Für Vegetarier sind diese Steaks ein Traum: Weißkohlsteaks. Mit Knoblauch, Öl und winterlichen Kräutern wie Rosmarin und Thymian, die man frisch im heimischen Garten oder auf der Fensterbank im Topf ernten kann, schmeckt das abgebräunte Kohlgemüse in Scheiben aus dem Ofen ausgezeichnet - als Beilage oder auch als kleine Mahlzeit.
Spitzkohl ist im Geschmack etwas milder und feiner, aber genauso kalorienarm und gesund wie die anderen Kohlvarianten. Eine schnelles, aber nicht minder köstliches Rezept lässt sich aus einem geviertelten Spitzkohl mit Honig, Sojasauce und frischem Ingwer zaubern. Alle Zutaten lässt man in einem großen Topf mit Deckel und etwas Wasser schmoren, bis der Kohl goldbraun ist.
Wirsing lässt sich vielseitig verarbeiten und ist zudem reich an Vitaminen, Kalium, Folsäure, Eisen und Senfölen, die antioxidativ wirken und den Körper vor Viren und Bakterien schützen. Aber das Beste: Wirsing schmeckt extrem lecker - vor allem in den Wintermonaten. Zu den Gerichten, die man neben Kohlrouladen ebenfalls gut vorbereiten kann, zählen Quiches ...
Vorab wird der Wirsing in der Pfanne gedünstet und mit Sahne, Eiern, Milch und Käse vermengt. Danach wird die Masse in eine Form gefüllt, die mit Blätterteig ausgelegt wurde. Nach 40 Minuten im Backofen ist die Quiche goldgelb und fertig zum Verzehr. Wahlweise können Sie anstatt Wirsingstreifen auch Weißkohlstreifen oder Lauchringe verwenden.
Ein weiteres Gemüse, das im Winter Saison hat, ist die Schwarzwurzel. Früher wurde das Wurzelgemüse auch als Spargel des armen Mannes bezeichnet. Es wird ähnlich zubereitet, aber die Vorbereitung ist etwas aufwendiger. Nachdem Schwarzwurzeln von der kräftigen Schale befreit werden, tritt ein klebriger Milchsaft aus und die Stangen verfärben sich.
Am besten schält man das Gemüse mit Plastikhandschuhen unter Wasser und legt sie danach in Essig- oder Zitronenwasser, das wirkt gegen die Verfärbung. Danach können die Stangen mit einem Schäler oder Spiralschneider in schmale Streifen geschnitten werden und in einer Pfanne mit Salz, Muskat oder Petersilie angebraten werden. Zu den Schwarzwurzel-Nudeln passen Frikadellen, Schnitzel oder Kotelett.
Entweder man liebt oder man hasst ihn: Rosenkohl zählt zu den Vitaminbomben im Winter und sollte selbst von Kohl-Gegnern mit diesem Rezept noch eine Chance erhalten. Mit Kartoffeln, Tomaten, Thymian und Knoblauch werden die Kohlsprossen in der Pfanne erhitzt und abschließend mit Fetakäse und schwarzen Oliven garniert oder wahlweise mit Trauben und Walnüssen.
Currys lassen sich je nach Gewürzmischung an den eigenen Geschmack anpassen und mit Fleisch oder mit Tofu und Seitan in der vegetarischen Variante anrichten. Vor allem Wintergemüse wie Süßkartoffeln und Pilze passen ideal zum Reisgericht. Für eine Extraportion Gesundheit kann man neben Curry auch Ingwer und Kurkuma hinzufügen, die verdauungsfördernd und entzündungshemmend wirken.
Eine tolle Alternative zu Kokosmilch in Currys sind Cashewkerne. Diese weicht man für einige Stunden ein oder gießt heißes Wasser über die Kerne. Danach werden sie mit frischem Wasser im Mixer zu einer Creme püriert, die als Saucengrundlage für viele Gerichte benutzt werden kann. In das Cashew-Curry passen Tomaten, Tofu und als Gewürze Zitronensaft, Ingwer und Garam Masala.
Auch dieses Wintergemüse ist nicht jedermanns Liebling: Rote Bete. Reich an Betanin, Vitaminen und Folsäure macht das Gemüse jedoch nicht nur fit für die Winterzeit, sondern füllt auch den Eisenhaushalt im Körper wieder auf. Doch wie schmeckt die Rübe am besten? Als Hauptzutat von Beet Bourguignon - der vegetarischen Variante des Klassikers "Bœuf Bourguignon"!
Der Rote-Bete-Schmortopf wird ganz ohne Fleisch zubereitet, dafür mit extra viel Rote Bete. Mit Tomatenmark, Rotwein und Brühe werden die Knollen gemeinsam mit Karotten und wahlweise Pilzen und Linsen in einem großen Topf gekocht. Verfeinern kann man das reichhaltige Gericht mit getrockneten Tomaten, Thymian und Balsamico-Essig.
Neben Chicorée hat auch Feldsalat im Winter Saison, den man vielseitig anrichten kann. Eine nährende Salat-Mahlzeit zaubert man etwa mit gebratenen Champignons und Speck. Dazu passt als Dressing klassisch Essig und Öl. Garniert wird das Gericht mit geriebenem Parmesan oder wahlweise Fetakäse mit Sonnenblumen-, Granatapfelkernen oder Sprossen.
Im Winter ist die Auswahl an Gemüse und Obst nicht besonders groß. Eine Möglichkeit, mehr vitaminreiche und frische Variation auf den Teller zu zaubern, bieten selbstgezogene Sprossen. Es dauert nur ein paar Tage, bis aus der Keimsaat nährstoffreiche Vitalpakete wachsen. Dazu eignen sich zum Beispiel Brokkoli- oder Alfalfa-Sprossen, aber auch Samen, Nüsse, Getreide und Hülsenfrüchte.
Neben Plätzchen und Christstollen ist auch gesundes Naschen im Winter möglich. Eine tolle und heißgeliebte Nach- oder sogar Hauptspeise ist Milchreis. Den Reispudding kann man im Winter toll mit einer erhitzten Soße aus Granatapfelkernen, Honig, Orangensaft und Zimt versüßen. Eine gesunde Alternative ist die Verwendung von Naturreis oder auch Hafer- oder Nussmilch.
Für eine gesunde Nachspeise oder auch als Snack zwischendurch können Medjool-Dattel mit gerösteten Walnusshälften oder auch Nussmus gefüllt werden. Reich an Antioxidantien, Vitaminen und Ballaststoffen können Sie diese beliebte Nascherei auch ohne Reue genießen - aber maßvoll, denn beide Zutaten sind sehr kalorienreich.