Kugelrund und leuchtend orange: Der Hokkaido-Kürbis sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch leicht zuzubereiten. Wir haben alle wichtigen Informationen zusammengefasst.

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Wie sein Name verrät, stammt der Hokkaido-Kürbis von der japanischen Nordinsel Hokkaido. Ende des 19. Jahrhunderts hatten ihn die Amerikaner dort eingeführt. Dank ähnlicher klimatischer Bedingungen erfreut sich der dunkelorange Kürbis seit der 1990er-Jahre auch hierzulande großer Beliebtheit.

Hokkaido: Eine handliche Nährstoffbombe

Grund dafür ist unter anderem seine Handlichkeit: Mit einem Durchschnittsgewicht von einem bis drei Kilogramm ist er deutlich kleiner als andere Kürbissorten und empfiehlt sich deshalb gerade für kleinere Haushalte.

Mit weniger als 30 Kilokalorien pro 100 Gramm ist er außerdem recht kalorienarm. Sein Zuckergehalt liegt bei unter drei Gramm pro 100 Gramm. Deshalb ist der Hokkaido-Kürbis besonders gut bekömmlich und eignet sich auch für die Low-Carb-Ernährung.

Auch Nährstoffe sind im Hokkaido-Kürbis reichlich vorhanden: Die dunkelrote Schale hat einen hohen Gehalt an Beta-Carotin, aus welchem der menschliche Körper Vitamin A gewinnt. Dieses wird unter anderem für die Sehkraft sowie eine gesunde Haut und Haare benötigt.

Laut dem National Cancer Institute decken bereits 100 Gramm Hokkaido-Kürbis ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin A. Darüber hinaus enthält der Hokkaido die Vitamine B1, B2, B6, C und E, Folsäure, Magnesium, Eisen, Phosphor und Kalium.

Wie bereitet man den Hokkaido-Kürbis zu?

Es gibt viele Möglichkeiten, den Hokkaido-Kürbis zuzubereiten: als Suppe, Püree, Auflauf, roh oder gefüllt. Durch seine süßlich-nussige Note eignet er sich selbst für süße Desserts und Kuchen.

Die Zubereitung ist dabei äußerst unkompliziert: Im Gegensatz zu anderen Kürbissen muss der Hokkaido nicht geschält werden. Die nährstoffreiche Schale ist sehr dünn und lässt sich problemlos mitessen. Vor dem Garen sollte der Kürbis unter warmem fließenden Wasser gründlich gewaschen und mit einer Gemüsebürste gereinigt werden. Schadhafte Stellen können bei Bedarf entfernt werden. Es empfiehlt sich zudem, auf eine zertifizierte Bio-Qualität zu achten, da dann auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet wurde.

Nach der Reinigung das obere Viertel aufschneiden und Fasern und Kerne mit einem Löffel entfernen. Anschließend kann der Kürbis nach Belieben geschnitten oder gefüllt werden - beispielsweise mit Hackfleisch oder Couscous. Nach dem Garprozess ist die Schale genauso weich wie das Fruchtfleisch.

Lediglich bei der Zubereitung von Puffern oder besonders feinen Suppen empfiehlt es sich, den Kürbis vorher zu schälen. Andernfalls bleiben Rückstände der Schale im späteren Gericht sichtbar.

Möchte man Kürbis roh essen, sollte man unbedingt darauf achten, dass es sich explizit um einen Speisekürbis und eine gezüchtete Sorte handelt. Diese enthalten im Gegensatz zu selbst gezogenen, Zier- oder Wildkürbissen keinen Bitterstoff Cucurbitacin. In größeren Mengen kann dieser zu einer Lebensmittelvergiftung führen. Im Zweifelsfalls probieren Sie ein kleines Stück Kürbis: Schmeckt es bitter, sollte der Kürbis nicht roh gegessen werden!

Hokkaido-Kürbis richtig lagern

Am besten lagert man Hokkaido-Kürbisse am Stück in einer kühlen und trockenen Umgebung wie zum Beispiel im Keller. Bei 10 bis 15 Grad Celsius ist der Kürbis mindestens zwei Monate haltbar. Geschnitten kann der Hokkaido problemlos eingefroren werden: Auch so bleibt er mehrere Monate haltbar.

Schimmelt ein Hokkaido, macht sich dies an seiner Schale bemerkbar: Sind kleine weiße Härchen oder Flaum sichtbar, sollte von einem Verzehr abgesehen werden. Da der Kürbis von Natur aus viel Wasser enthält, reicht es nicht, die entsprechende Stelle wegzuschneiden. Stattdessen sollte der gesamte Kürbis entsorgt werden.

Verwendete Quellen:

  • Essen und Trinken.de: "Hokkaido-Kürbis: Infos und Rezepte"
  • Rewe.de: "Hokkaido-Kürbis"
  • Wikipedia: "Hokkaidokürbis"
  • Utopia.de: "Hokkaido-Kürbis schälen: Notwendig oder überflüssig?"

(tsch)

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