Mehr als Gyros & Moussaka: Die besten Rezepte aus Griechenland

Die griechische Küche ist bei vielen als sehr fleischlastig bekannt, doch die mediterranen Gerichte Griechenlands profitieren von der geografischen Vielfalt der regionalen Küchen und haben weitaus mehr zu bieten, als Fleischspieße und Hackfleisch-Auflauf. Wir zeigen Ihnen die besten Rezepte aus Griechenland. © 1&1 Mail & Media/teleschau

In Griechenland wird das Nationalgetränk Ouzo als Aperitif oder zu Mezedes wie Oktopus, Käse und Oliven getrunken - oft auch mit Wasser oder Eiswürfeln. Der Anisschnaps ist seit dem 15. Jahrhundert in der griechischen als auch in der türkischen Bevölkerung tief verwurzelt. So wird Ouzo in der Volksmedizin zum Beispiel als Mittel gegen Magenkrämpfe eingesetzt oder auch als Schuss im Kaffee.
Ursprünglich bedeutet das Wort Mezedes "Imbiss" und wird auch in benachbarten Ländern wie der Türkei für die Art des Servierens von Vorspeisen benutzt. Zu bekannten Vorspeisen wie den gefüllten Weinblättern, Schafskäse, Oliven, gebratenen Zucchini oder Auberginen dürfen Tsatsiki und Pita-Brote nicht fehlen. Die beliebte Creme wird aus Joghurt, Knoblauch, Gurke, Zitrone und Olivenöl kreiert.
Tsatsiki ist als typische Vorspeise Bestandteil der Mezedes, wird in der griechischen Küche aber auch oft zu warmen Gerichten serviert, wie etwa Gyros oder Souvláki. Dabei handelt es sich um einen gegrillten Fleischspieß aus eingelegtem Schweine- oder auch Lamm- oder Hähnchenfleisch. In Athen wird das Gericht "Kalamaki" genannt und als Fast-Food im Pita-Brot verkauft.
Ebenfalls ein Klassiker auf dem griechischen Vorspeisenteller: mit Reis gefüllte Weinblätter. Dafür werden frische Weinblätter blanchiert und mit einer Reis-Mischung aus Zwiebeln, Dill, Petersilie, Olivenöl und Zitronensaft gefüllt. Danach legt man die Reis-Pakete eng aneinander in einen Topf, beschwert sie mit einem Teller und füllt den Topf mit Wasser. Kochzeit: 45 Minuten.
Diese Vorspeise namens Melitzanosalata wird aus gegrillten Auberginen hergestellt. Nach 20 Minuten im Ofen werden die Auberginen von der Haut gelöst und gemeinsam mit Olivenöl in einem Mixer püriert. Danach wird die Creme mit fein gehacktem Knoblauch und Petersilie sowie Zitronensaft abgeschmeckt. Die Melitzanosalata passt auch perfekt zu Gegrilltem, Brot oder als Dip zu Knabbergemüse.
Dieser Salat findet sich wohl auf der Speisekarte eines jeden griechischen Restaurants: Bauernsalat. Besonders im Sommer schmeckt der Salat mit klein geschnittenen Paprika, Gurken, Tomaten, Oliven, Zwiebeln und Feta-Käse ausgezeichnet. Wahlweise kann man weitere Zutaten hinzugeben, wie etwa grüne Salatblätter, Kapern, gekochte Eier, geröstete Brotwürfel, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne.
Tarama oder Taramosalata bezeichnet eine pikante Fischrogencreme, die als kalte Vorspeise meist mit Weißbrot oder als Dip mit rohem Gemüse gegessen wird. Dafür werden gesalzene Fischrogen vom Karpfen, Kabeljau oder Hering mit Weißbrot, Olivenöl und Zitrone zu einer Paste verarbeitet. Anstatt mit Weißbrot kann man die Creme auch mit gekochten Kartoffeln zubereiten.
Dieses Gericht mit dem Namen Shrimps Saganaki besteht aus zarten Garnelen in Tomatensauce und kann entweder als Vor- oder auch als Hauptspeise angerichtet werden. Für das schnelle Essen werden Garnelen mit Zitronensaft, Knoblauch und Ouzo angebraten. Dazu wird eine Tomatensauce gekocht und samt Garnelen und gebröckeltem Fetakäse in den Ofen geschoben. Nach 15 Minuten ist das Gericht fertig.
Toursi bedeutet auf Persisch "sauer" und bezeichnet in Salzlake eingelegtes rohes Gemüse - mit reichlich Knoblauch. Diese Vorspeisen sind vor allem in südeuropäischen Ländern, in Kleinasien und im Nahen Osten weit verbreitet. In Griechenland wird als Gemüse oft Blumenkohl, scharfe Paprika, Weißkohl und Sellerie mit viel Knoblauch entweder in Salzlake oder in Essig eingelegt.
In Griechenland gibt es viele verschiedene Variationen von Calamari. Sehr beliebt sind frittierte Tintenfischringe, die oft mit Tsatsiki serviert werden. Aber gegrillt oder gekocht sind die Meerestiere kalorienärmer und wesentlich gesünder. Die Griechen essen die Fischringe als warme Hauptspeise, gekocht mit Tomaten, Wein, Knoblauch und Petersilie.
Kleftiko ist ein Lammschmortopf, der vor allem auf der Insel Zypern sehr bekannt ist. Dafür wird das Lammfleisch in Stückchen geschnitten und gemeinsam mit Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln, Zucchini, Oliven, Tomaten, Feta, Rosmarin und Oregano in Päckchen aus Backpapier gelegt. In einer Ofenform werden die Fleisch-Gemüse-Pakete etwa 90 Minuten gegart.
Der Klassiker unter den griechischen Gerichten und vor allem in Deutschland sehr beliebt, ist Gyros. Das vom Drehspieß geschnittene Schweinefleisch wird oft im Pita-Brot oder mit Pommes frites, Salat und Tsatsiki serviert. Die Zubereitungsart ist vergleichbar mit dem türkischen Döner Kebab. Dafür wird jedoch kein Schweinefleisch, sondern ursprünglich nur Lammfleisch benutzt.
Nicht minder bekannt: Moussaka. Der traditionelle Auflauf aus Auberginen und Hackfleisch. Dafür werden Auberginenscheiben vorab gesalzen, trocken getupft und heiß angebraten. Anschließend werden Fleisch, Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne angebraten, Tomaten, Lorbeer und Muskatnuss hinzugefügt und danach schichtweise mit den Auberginenscheiben in eine ofenfeste Form geschichtet.
Neben Auberginen können auch vorgekochte Kartoffelscheiben in die Auflaufform gegeben werden. Zum Abschluss wird eine Béchamelsoße aus Mehlschwitze über den Auflauf gegossen, Käse darüber gestreut und bei 180 Grad Umluft im vorgeheizten Backofen 30 bis 40 Minuten gebacken. Die Moussaka schmeckt auch hervorragend in der vegetarischen Variante mit Kürbis, Zucchini und Karotten.
Pastitsio ist neben Moussaka ein weiteres typisches Auflaufgericht der griechischen Küche. Das Rezept stammt von den Ionischen Inseln und ist sehr simpel. Für den Nudelauflauf werden vorgekochte Makkaroni, Hackfleischsoße und nochmals Makkaroni in eine Auflaufform gefüllt. Getoppt wird der Auflauf mit Béchamelsoße und Käse. Backzeit: 45-50 Minuten bei 200 Grad / Umluft.
Keftedes sind griechische Hackfleischbällchen vom Grill. Ihren typischen Geschmack erhalten sie durch die Gewürzmischung aus Zimt, Kreuzkümmel und reichlich Minze. Als Vor- oder Hauptspeise werden die Bällchen aus Lamm, Schwein oder Kalbfleisch hergestellt. Zur Fleischmasse wird neben den Gewürzen eingeweichtes Weißbrot und ein Ei gemischt, um danach die Bällchen zu formen.
In der vegetarischen Variante, die vor allem auf der Insel Santorini bekannt ist, werden Keftedes mit Tomaten zubereitet. Dafür eignen sich reife, aromatische Tomaten mit festem Fruchtfleisch, wie etwa Ochsenherztomaten oder Fleischtomaten. Diese werden geschält und gewürfelt mit Frühlingszwiebeln, Oregano, Basilikum, Petersilie, Minze und Mehl zu Bratlingen geformt.
Jemista heißt wörtlich übersetzt "gefüllt" und beschreibt Tomaten, Paprika oder auch Zucchini gefüllt mit Knoblauch, Zwiebeln, Fruchtfleisch, Kräutern, vorgekochtem Reis, Zitronensaft, Zimt und Feta. Das gefüllte Gemüse wird zum Abschluss mit Olivenöl beträufelt und in einer leicht gefetteten Form für 30 Minuten in den Ofen geschoben.
Griechische Desserts und Nachspeisen sind meist sehr süß und kalorienreich. Die wohl bekannteste Nachspeise ist griechischer Joghurt mit Honig. Die Milchspeise ist cremiger und hat einen höheren Fettgehalt als herkömmlicher Joghurt, enthält jedoch auch mehr Proteine und ist reich an Kalzium und Magnesium. Die Süßspeise wird oft noch mit Nüssen garniert.
Baklava ist auch aus der Türkei bekannt und besteht aus Blätter- oder Filoteig, der mit gehackten Walnüssen, Mandeln oder Pistazien sowie Nelken und Zucker gefüllt und in Honig- oder Zuckersirup eingelegt wird. Das traditionelle Gebäck ist durch den Honig besonders lange haltbar und wird gerne als Nachmittags-Snack verspeist.