Diese Gewürze sollte jeder im Schrank haben

In manchen Küchen reihen sich die tollsten Gewürze und feinsten Mischungen aus fernen Ländern aneinander, in anderen sucht man vergeblich nach einfachem Salz. Diesen Grundstock an Pulvern, Kräutern und Körnern sollte man in jeder Küche finden. © 1&1 Mail & Media/teleschau

Hätte die TV-Show "Ruck Zuck" je 100 Menschen aufgefordert: "Nennen Sie ein Gewürz!", die Topantwort lautete mit Sicherheit: Salz. Der Alleskönner darf weder in Deftigem noch in Gebackenem fehlen. Selbst aus Süßspeisen kitzelt Speisesalz, egal ob aus Stein oder Meer gewonnen, feine Noten heraus. Einige Studien legen jedoch nahe, dass zu viel Salz ungesund ist.
Hand in Hand mit Salz geht - zumindest bei deftigen Speisen - Pfeffer. Je nach Erntezeitpunkt der Körner des Pfefferstrauchs und deren weiterer Behandlung ergeben sich unterschiedliche Farben und Aromen. Daneben existieren noch diverse pfefferähnliche Gewürze, die etwas Schärfe ins Essen bringen.
Kein Muss, aber Gourmets schwören darauf: Salz und Pfeffer aus der Mühle. Salz verbindet sich fein gemahlen besser mit dem Rest. So ist auch weniger davon nötig, um den gleichen Geschmack zu erlangen. Beim Pfeffer geht es um die frisch freigesetzten ätherischen Öle, die das Aroma verbessern.
Petersilie hat man am besten frisch oder eingefroren vorrätig. Vor allem für Suppen, Eintöpfe und Gemüse ist das Küchenkraut unersetzlich. Die krause Petersilie dient häufig auch der Verzierung und ist milder, die glatte hat einen aromatischeren Geschmack.
Petersilie ist auch Bestandteil jeder guten Salatkräutermischung. Ebenfalls dazu gehören Dill sowie getrocknetes Gemüse wie Zwiebeln, Karotten und Lauch. Mit einer solchen Fertigmischung macht man definitiv nichts falsch.
Aromatisch herb schmeckt Oregano und gilt als eines der wichtigsten mediterranen Kräuter. Vor allem die Tomatensoße einer Pizza profitiert vom Geschmack des Dosts - so ein weiterer Name der Pflanzenart.
Ebenfalls mediterran ist Basilikum, das vor allem den Geschmack leckerer Tomaten unterstreicht. Mindestens getrocknet sollte es im Gewürzschrank vorrätig sein.
Oregano und Basilikum sind meist die Hauptbestandteile einer Pizza- oder Pasta-Gewürzmischung. Häufig gehören dazu noch Bohnenkraut, Chiliflocken, Thymian, Paprikapulver und Lorbeerblatt. Für die schnelle Tomatensoße für Nudeln und Pizzafladen ist eine Fertiggewürzmischung eine gute Alternative.
Rosmarin, das dritte mediterrane Kraut im Bunde, schmeckt leicht bitter und harzig. Auch getrocknet stechen die nadeligen Blätter geschmacklich deutlich aus meist herzhaften Speisen mit Fisch, Fleisch, Pilzen und aus Suppen und Eintöpfen heraus.
Gerade mit Kartoffeln harmoniert das Kraut bestens. Die berühmten Rosmarinkartoffeln brauchen ansonsten nur etwas Salz und Zeit in der Pfanne - eine leckere Beilage.
Thymian ist frisch aromatisch und leicht bitter im Geschmack. Auch der Duft ist sehr auffallend - selbst der von getrockneten Kräutern. Lamm, Wild, Rind und Geflügel gibt er einen besonderen, mediterranen Kick.
Die griechische und türkische Küche kommt nicht ohne Thymian aus. Zu einem guten Gyros zum Beispiel gehört definitiv frischer Thymian - und zwar jede Menge davon.
Wer einen grünen Daumen besitzt, hat viel Freude am Hochziehen von Küchenkräutern. Basilikum und Petersilie sind die Klassiker. Salbei, Minze, Schnittlauch, Thymian, Oregano und Rosmarin komplettieren das heimische Kräuterwerk. Die Ansprüche der Pflanzen an Erde, Wasser und Licht sind allerdings recht unterschiedlich.
Sowohl in der mediterranen Küche als auch in Mittelamerika und Asien sind Chilis - ob frisch oder getrocknet - für das scharfe i-Tüpfelchen zuständig.
Cayenne-Pfeffer, Rosenpaprika, Paprika edelsüß: Man muss nicht alle drei der roten Paprikapulver zu Hause haben. Grob gesagt unterscheiden sie sich nur im Schärfegrad. Doch alle drei verleihen herzhaften Speisen und Marinaden eine schöne rote Farbe und eben ein deftiges Paprika-Aroma.
Etwas holzig schmeckt Muskat schon, exotisch zudem und einfach anders. Gerade frisch geriebenes Muskatnusspulver ergänzt sich aber bestens mit den Bitterstoffen in einem Spinat-, Mangold- oder Grünkohl-Gemüse. Auch im Kartoffelpüree schwören viele Köche darauf.
Currypulver ist kein Gewürz, sondern eine Gewürzmischung. So gibt es auch viele verschiedene Sorten - die sich vor allem in ihrem Schärfegrad unterscheiden. Am mildesten ist für gewöhnlich das "Englische Currypulver", Madras-Curry weist schon mehr Chili-Anteil auf und Thai-Curry noch mal mehr.
Häufig bekommt man die Gewürzmischungen auch als Paste. Und auch die typischen indischen Gerichte heißen meistens Curry. Verwirrend oder? Auf jeden Fall fällt die Currywurst dabei ziemlich aus der Reihe.
Die häufig gelbe Farbe von Currypulver kommt durch die reiche Zugabe von Kurkuma. Das aus Knollen gewonnene Pulver ist meist geschmacksneutral bis leicht bitter - und gilt als weitaus günstigeres Färbemittel als Safran.
Bereits ein Teelöffel im Spätzleteig reicht, um diesen schön gelb zu bekommen. Den Geschmack beeinflusst das so gut wie gar nicht. Auch leckeren angebratenen Reis bekommt man schön gelb.