Geduld
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Sehr viel mehr als Wasser, Seife und eine Creme brauchen Sie nicht für Ihre Hautpflege? Im Prinzip kann diese Aussage so stehen bleiben. Aber selbst die einfachste Hautpflege birgt unnötige Stolperfallen und Fehler, die nachhaltig die Haut als Schutzmantel schädigen und die Hautbarriere stören können. Auf Nummer sicher gehen Sie, wenn Sie die folgenden Hautpflege-Fehler meiden.
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Heißes oder warmes Wasser entzieht der Haut nur Feuchtigkeit und führt zu Spannungsgefühlen und Trockenheit. Zudem weitet es die Gefäße und stört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Vor allem morgens und im Winter reicht es völlig, das Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen. Für den Körper gilt: Lauwarm duschen und auf Wechselduschen umsteigen, um zusätzlich das Immunsystem zu stärken.
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Auch bei der Produktwahl ist Vorsicht geboten. Denn sie sollten nicht nur auf den jeweiligen Hauttyp abgestimmt sein, sondern vor allem auf Duftstoffe wie etwa ätherische Öle komplett verzichten. Parfümierte Produkte sind oft für Reizungen der Haut verantwortlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um synthetische oder natürliche Duftstoffe handelt - beide können vor allem sensible Haut reizen.
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Doch nicht nur Inhaltsstoffe können die Haut reizen. Auch übertriebene Hautpflege kann die Haut irritieren und Pickel sowie trockene Stellen vor allem um den Mund verursachen (Periorale Dermatitis). Dann muss die Haut erstmal auf "Diät gesetzt" und alle Pflegeprodukte für eine Zeit ausgesetzt werden, bis sich das Mikrobiom wieder vollständig erholt hat.
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Make-up und Lichtschutzfaktor müssen abends restlos entfernt werden. Dafür wird manchmal ein "Double Cleansing" mit einer ölhaltigen Waschlotion im ersten Schritt und einem sanften Reinigungsschaum oder -gel auf Wasserbasis im zweiten Schritt erforderlich. Beim Sport sollten Sie auf Make-up verzichten. Durch das Schwitzen weiten sich die Poren, Schminke verstopft sie und Unreinheiten können entstehen.
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Auch aggressive Reiniger reizen die Haut unnötig und sind für viele Hautprobleme verantwortlich. Denn viele nutzen Reiniger und andere Produkte, die nicht für ihren speziellen Hauttyp bestimmt sind. Im Ergebnis bekommen Sie trockene, matte und gereizte Haut und manchmal Hautunreinheiten oder schlimme Pickel. Als Grundregel gilt: Nur Reiniger nutzen, die für den jeweiligen Hauttyp bestimmt sind.
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Sie sollten unbedingt unterschiedliche Handtücher für die Hände und das Gesicht benutzen. Zudem sollten die Handtücher und auch die Bettwäsche (vor allem das Kopfkissen) regelmäßig gewechselt werden. Denn das feuchtwarme Milieu durch Schweiß, Hautschuppen und Feuchtigkeit fördert die Keimbildung, die sich dann mit Irritationen und oftmals Krankheiten auf der Haut abzeichnet.
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Der größte Feind der Gesichtshaut: Dreckige Finger, die ständig ins Gesicht geführt werden. Denn auf den eigenen Händen sammeln sich den ganzen Tag über Bakterien an, die sich auf Tastaturen, Türklinken, Geldscheinen oder Handys tummeln. Tipp: Handy regelmäßig desinfizieren, denn die Geräte werden bei ständiger Nutzung irgendwann zu regelrechten Keimschleudern, die Akne im Gesicht fördern können.
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Inhaltsstoffe aus Hair-Conditionern können Hautporen verstopfen und letztlich zu Akne führen. Deshalb sollten Sie den Körper erst nach dem Ausspülen des Conditioners mit Duschgel (saurer pH-Wert von 5,5) waschen oder Leave-in-Produkte für Haare als Ersatz wählen. Auch die Zähne sollten Sie vor der Gesichtsroutine putzen. Sonst können Keime aus dem Mund als Rückstände auf dem Gesicht bleiben.
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Pickel verschwinden nicht schneller, wenn sie ausgedrückt wurden. Ganz im Gegenteil: Durch das Ausdrücken gelangen Bakterien einfacher in die kleine Hautwunde. Die Folge: Die Haut um die verstopfte Pore entzündet sich. In manchen Fällen kommt es dann zu unschönen Pickelmalen oder auch nachhaltigen Narben. Besser: Pickel punktuell mit Zinkcreme behandeln.
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Sonnencreme sollte täglich (wiederholt) benutzt werden, denn UV-Strahlen verursachen Hautschäden wie Sonnenbrand und lassen die Haut zudem schneller altern. Selbst an bewölkten Tagen ist Sonnenschutz vor allem im Gesicht ein Muss. Am besten wählen Sie eine Sonnencreme, die gleichzeitig vor UVA- und UVB-Strahlung schützt. Auch wenn Sie sich die meiste Zeit in Räumen aufhalten, ist Sonnenschutz Pflicht.
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Auch künstliches (Bildschirm-)Licht hinterlässt Spuren der Alterung und mögliche Schäden auf der Haut. Vor allem beim Baden oder Schwitzen muss der Sonnenschutz nochmals aufgefrischt werden. Zusätzlicher Tipp beim Sonnenbaden: Essen Sie keine Zitrusfrüchte in der Sonne. Denn Zitrussaft kann in Verbindung mit UV-Strahlen zu Verbrennungen oder Hyperpigmentierung auf der Haut führen.
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Insbesondere frische Narben, Pickelmale oder Pigmentflecken brauchen zusätzlichen Schutz vor der Sonne. Am besten werden frische Narben verdeckt oder mit ausreichend Sonnenschutzmittel (UV 50) gepflegt. Denn UV-Strahlung kann nicht nur die Narbenheilung schwer beeinträchtigen, sondern nachhaltige Schäden wie etwa Hautverfärbungen verursachen.
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Mechanische Peelings mit kleinen Schleifpartikeln wie Meersalz, Zucker oder Sand reizen die Haut und sollten nur ganz selten zur Anwendung kommen. Auch schmerzhafte Peel-off-Masken wie etwa Nasen-Strips sind viel zu aggressiv für die Haut. Sie fördern nicht die Porenverkleinerung, sondern können zu einer Dermatitis führen. Je empfindlicher die Haut, desto seltener sollten Peelings angewendet werden.
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Tote Hautschüppchen entfernen Sie besser mit sanften Säurepeelings (Frucht- oder Milchsäuren) und auch nur ein- bis zweimal pro Woche. Auch Cremes und Seren mit den Wirkstoffen Retinol, Vitamin C, Glykolsäure oder Salicylsäure wirken besser für ein feinporiges Hautbild. Das Hautbild am Körper wird ebenfalls durch aggressive Behandlungen, wie etwa Hair-Waxing gestört.
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Die Pflegeroutine muss auch an die Jahreszeit angepasst werden. Denn eine Haut im Winter hat andere Bedürfnisse als Haut im Sommer. Im Winter unterstützt vielleicht eine reichhaltigere Creme oder sogar ein Öl. Im Sommer benötigt die Gesichtshaut vielleicht zweimal pro Woche ein Peeling. Schauen Sie am besten nach dem Reinigen der Haut in den Spiegel und beobachten Sie, was Ihre Haut braucht.
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Diese Methode der Haarentfernung ist nicht nur schmerzhaft, sondern auch schädlich für die Haut. Denn in den meisten Fällen führt Hair Waxing zu Rötungen, Verletzungen der Haut und zu Haarfollikelentzündungen, wenn das Haar nachwächst. Dann bilden sich kleine, weiße Pickel mit rotem Hof, die sich über ein großes Hautareal wie Rücken oder Brust vor allem bei Männern erstrecken können.
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Ein weiterer Fehler in der Hautpflege ist die falsche Maniküre. Nagelhaut sollte nie ganz entfernt werden, etwa mit einer Nagelschere oder Fräsern, sonst droht eine Infektionsgefahr. Durch das Kürzen der Nagelhaut steigt das Risiko einer Wundrose. Besser und gesünder für die Nagelhaut: Nach dem Einweichen, die Haut mit einem Rosenholzstäbchen sanft nach hinten schieben.
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Haarbürsten, Pinsel und Make-up-Tools sollten Sie regelmäßig reinigen, sonst werden sie zu Keimherden. Vor allem Menschen mit Unreinheiten oder Akne sollten dies beachten. Am saubersten werden Bürsten mit Shampoo und Schminkutensilien mit einem sanften Duschöl. Ganz wichtig: Nach der Reinigung benötigen die Tools ausreichend Zeit zum Trocknen, bevor sie wieder im Kulturbeutel verstaut werden.
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Oft fehlt die Geduld, um bei einem Produktwechsel oder nach dem Einführen einer neuen Pflegeroutine (zum Beispiel Skin Cycling) Ergebnisse zu sehen. Die Haut muss sich erst an neue Produkte wie Vitamin C oder Retinol und neue Routinen gewöhnen. Nachweisliche Effekte lassen oft acht bis 12 Wochen auf sich warten. Denn die Haut braucht Zeit für eine nachhaltige Umstellung.
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Hautprobleme hängen oft auch mit der Lebensweise und der Ernährung zusammen. So wird Akne unter anderem von zuckerreichen Lebensmitteln angefeuert. Gesunde Haut braucht vor allem viel Flüssigkeit, denn Wasser fördert die Vitalität, Durchblutung, Sauerstoffversorgung und den Zellstoffwechsel in der Haut. Auch zu wenig Schlaf schadet der Haut. Die Folgen: Augenringe, Schwellungen und Falten.