Angesichts hoher Inflation und einer drohenden Explosion der Energiekosten für Privathaushalte unterstützt Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke) den Vorschlag für eine Erhöhung des Kindergeldes.

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Für einen gewissen Zeitraum bis zur geplanten Einführung der Kindergrundsicherung könne dies ein Weg sein, Familien zu entlasten, sagte Werner der Deutschen Presse-Agentur. Zukünftige Entlastungspakete in müssten zielgenau zugeschnitten werden und Familien mit Kindern hätten angesichts der Inflation erhöhte Aufwendungen. Werner forderte zudem ein Energiegeld für Bezieher von Hartz-IV-Leistungen.

Ziel der Berliner Ampel-Koalition ist es, eine Kindergrundsicherung einzuführen und damit die bisherigen finanziellen Unterstützungsleistungen des Staates für Kinder zu bündeln. Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) hatte als Ziel genannt, die Kindergrundsicherung ab 2025 auszuzahlen. Sie hatte sich zudem für eine Erhöhung des Kindergeldes ausgesprochen, um einkommensschwachen Familien in der Inflation unter die Arme zu greifen.

Werner äußerte angesichts der Preisentwicklung Sorge wegen des Zusammenhalts in der Gesellschaft. "Ich glaube schon, dass der soziale Frieden gefährdet ist", sagte sie. Sie habe bei Begegnungen auf ihrer Sommertour erfahren, dass beispielsweise alte Menschen Angst hätten, ihre Energierechnung nicht mehr bezahlen zu können. "Die Kosten steigen für die Menschen, andere machen übelst Gewinne durch die Krise. Das macht was mit den Leuten."  © dpa

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