Ungewöhnliche Bilder aus dem US-Parlament: Nationalgarde schläft im Kapitol

Nach dem Sturm auf das US-Kapitol wurden die Sicherheitsmaßnahmen des Parlamentsgebäudes massiv verstärkt. Schwer bewaffnete Nationalgardisten marschieren durch die Hallen der Demokratie - oder halten auf dem Boden ein Nickerchen. (msc/dpa/afp)

Nach der Erstürmung des US-Kapitols am 6. Januar sind die Sicherheitsmaßnahmen des Parlamentsgebäudes massiv verstärkt worden. Rund um den Sitz des US-Kongresses waren am Mittwoch Tausende Soldaten der Nationalgarde im Einsatz.
Doch zwischendurch brauchen die Männer und Frauen im Einsatz auch Ruhe. Und so kam es zu ungewöhnlichen Bildern: Dutzende Einsatzkräfte lagen in den Hallen ...
... und Fluren des Kapitols und im direkt angeschlossenen Besucherzentrum auf dem Boden und schliefen oder ...
... lasen am Handy.
Für die mit Sturmgewehren ausgerüsteten Reservisten im Kampfanzug gab es kurzfristig offenbar keine geeignete Unterbringungsmöglichkeit.
Die Bundespolizei FBI warnte Medienberichten zufolge davor, dass es rund um die Vereidigung Joe Bidens zum Präsidenten am 20. Januar zu neuen gewaltsamen Ausschreitungen kommen könnte.
Bis zur Amtseinführung Bidens am kommenden Mittwoch am Kapitol sollen bis zu 15.000 Soldaten der Nationalgarde eingesetzt werden, um die übrigen Sicherheitskräfte zu unterstützen.
Wo nun die Nationalgarde schläft, ist sonst normalerweise fast ausschließlich der eigene Polizeidienst des Kapitols aktiv.
Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte seine Anhänger in einer aufwieglerischen Rede zum Marsch auf den Kongress aufgerufen, um eine endgültige Bestätigung von Bidens Wahlsieg durch das Parlament zu verhindern.
Bei der gewaltsamen Attacke kamen fünf Menschen ums Leben. Damit dies nicht noch einmal passiert, weilt die Nationalgarde nun vor Ort.