Sprüche-Feuerwerk auf Parteitag: Republikaner ätzen gegen Trump-Herausforderer

Zum Abschluss des republikanischen Parteitags hat Donald Trump seine erneute Nominierung als Präsidentschaftskandidat offiziell angenommen. Der US-Präsident zeigte sich in der Folge gewohnt angriffslustig. Prominente Politiker stellten sich hinter ihn. Ebenso seine Familie.

Zum Abschluss des Parteitags der Republikaner sprachen sich die Parteiangehörigen erneut für ihren US-Präsidenten aus. Und auch die Familie von Donald Trump kam zu Wort. Trumps Tochter Ivanka, die offiziell für das Weiße Haus arbeitet, verteidigte den "ungefilterten" Kommunikationsstil ihres Vaters.
US-Wohnungsbauminister Ben Carson nahm Trump ebenfalls in Schutz und sagte in einer Video-Botschaft, auf der Seite der Demokratischen Partei wollten viele zur Spaltung anstacheln, indem sie behaupteten, dass der US-Präsident ein Rassist sei: "Sie könnten nicht falscher liegen."
Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, attackierte die Demokraten. Er behauptete, sie wollten den US-Bürgern vorschreiben, wie viele Hamburger sie noch essen dürfen. Sie wollten auch diktieren, welche Autos Amerikaner fahren dürften und wo sie ihre Informationen herbekommen sollten.
Der Kritik an den Demokraten schloss sich Tom Cotton an - und schoss auf Trumps Herausforder Joe Biden ein: "Biden wäre in den nächsten vier Jahren genauso falsch und schwach wie in den vergangenen 50 Jahren", sagte der Senator der Vereinigte Staaten. Und weiter: "Biden unterstützte und begünstigte Chinas Aufstieg für 50 Jahre mit schrecklichen Handelsabkommen, die unsere Fabriken schlossen und unsere Arbeiter entließen. Präsident Trump widersetzt sich Chinas Betrug, Diebstahl und Lügen."
Rudolph Giuliani, ehemaliger Bürgermeister von New York, warnte in einer Video-Ansprache vor einem drastischen Anstieg der Kriminalität, sollte Biden die Wahl gewinnen. Die Konsequenz: Trump müsse wiedergewählt werden. "Herr Präsident, machen Sie unser Land wieder sicher", sagte Giuliani.
Franklin Graham, Präsident der Samaritan’s Purse, bedankte sich bei Gott für Trump. Er solle den US-Präsidenten segnen, ihn und seine Familie beschützen.
Und was sagte der mächtigste Mann der Welt, mit seiner Frau Melania an seiner Seite? Biden sei "kein Retter der Seele Amerikas, er ist der Zerstörer amerikanischer Arbeitsplätze". Falls der Demokrat die Chance bekommen sollte, "wird er der Zerstörer der amerikanischer Größe sein", so Trump.
"Niemand wird in Bidens Amerika sicher sein", attackierte Trump Biden weiter. Und damit nicht genug: "Ich habe in drei Jahren mehr für die schwarze Gemeinschaft getan als Biden in 47 Jahren", behauptete der US-Präsident.
Bereits tags zuvor sprach Mike Pence zu den US-Bürgern. Auch er nahm sich den Trump-Herausforderer vor: "Sie werden nicht sicher sein in Bidens Amerika", sagte der Vizepräsident.
Zu den Trump-Unterstützern gehört auch Kellyanne Conway. Die scheidende Beraterin des US-Präsidenten pries auf dem Parteitag das Engagement Trumps für die Förderung von Frauen in der Gesellschaft der USA an: "Über Jahrzehnte hat er Frauen in Führungspositionen in der Wirtschaft und der Regierung befördert." Und weiter: "Er vertraut sich uns an und konsultiert uns, respektiert unsere Meinungen und besteht darauf, dass wir den Männern gleichgestellt sind."