Jesse Lehrich, Berater für außenpolitische Angelegenheiten im Wahlkampf-Team von Hillary Clinton, hat Donald Trump während der zweiten TV-Debatte mit obszönen Worten auf Twitter beleidigt. Mittlerweile hat Lehrich zurückgerudert, seine Entgleisung eingestanden und sich entschuldigt.

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Im Rahmen des hitzigen TV-Duells mit Hillary Clinton hatte sich Donald Trump auf die US-amerikanische Intervention im Irak bezogen und dabei erklärt, dass Captain Humayun Khan noch am Leben wäre, wäre er, Trump, zu dieser Zeit bereits Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewesen.

Jesse Lehrich beleidigt Donald Trump auf Twitter

Eine Behauptung, nach der sich Jesse Lehrich, außenpolitischer Berater im Wahlkampf-Team von Hillary Clinton, zu der unmissverständlichen Aufforderung an Trump hinreißen ließ: "Go fuck yourself".

Aber was hatte Lehrich in Trumps Hinweis auf Humayun Khan konkret auf die Palme gebracht?

Die Eltern des im Irak gefallenen muslimischen US-Soldaten hatten Trump für seine anti-muslimische Stimmungsmache im Wahlkampf kritisiert. Khizr Khan erklärte im TV unter Verweis auf seinen getöteten Sohn, dass Trump selbst noch nie ein vergleichbares Opfer für sein Land erbringen musste.

Der Milliardär hatte die Kritik gekontert, indem er sich über Khans Ehefrau lustig machte, die während der Ansprache schweigend neben ihrem Mann gestanden hatte, weil sie aufgrund der großen Trauer kein Wort sagen konnte, wie sie später erklärte.

Donald Trump bezieht sich auf die Khan-Affäre

Trump jedoch hatte die Szene auf seine Weise gedeutet und gemutmaßt, dass sie als Muslima wohl einfach nichts sagen durfte. Mit der bissigen Retourkutsche gegen die trauernden Eltern eines getöteten US-Soldaten hatte Trump selbst in den Augen von republikanischen Befürwortern eine rote Linie überschritten. Veteranen-Verbände gingen auf die Barrikaden.

Im jüngsten TV-Duell griff Trump den Fall erneut auf und behauptete, dass Humayun Khan heute noch am Leben wäre, hätte der US-Präsident seinerzeit Donald Trump geheißen. Ein Verweis auf seine Behauptung, er habe eine Intervention im Irak immer abgelehnt - was längst mit Aussagen aus der Vergangenheit als falsche entlarvt werden konnte.

Für Lehrich offenbar eine unerträgliche Geschmacklosigkeit - die er auf heftige Weise kommentierte.

Lehrich erkannte seine Entgleisung wenig später jedoch und erklärte: "Ich möchte mich bei allen für meine eindeutig unangemessene Wortwahl entschuldigen." (miwo)