Donald Trump ist der einzige verbliebene republikanische Kandidat bei den US-Vorwahlen - und es sieht so aus, dass er im November gegen Hillary Clinton um den Einzug ins Weiße Haus kämpft. Schon jetzt ist er voll im Hauptwahlkampf-Modus - und sorgt erneut mit einer bizarren Ankündigung für Aufsehen.

Erst schießt er gegen Hillary Clinton, dann erklärt er, wie er die USA regieren würde: Donald Trump sorgt im US-Vorwahlkampf wieder einmal für Aufsehen.

Weil er keinen innerparteilichen Gegner mehr hat, stand Trump bereits vor den republikanischen Vorwahlen in Oregon als Sieger fest. Zudem hat er umso mehr Zeit, gegen seine wahrscheinliche Gegnerin Hillary Clinton ins Feld zu ziehen.

In einem Tweet riet er der Ex-Außenministerin für den Fall einer Niederlage bei den demokratischen Vorwahlen in Kentucky gegen Bernie Sanders, sich aus dem Präsidentschaftswahlkampf zurückzuziehen. Clinton hat in Kentucky nur äußerst knapp gewonnen.

Zudem nutzte er die Möglichkeit zu erklären, was er als US-Präsident machen werde. Unter anderem werde er das Pariser Klima-Abkommen neu aushandeln und die infolge der Finanzkrise 2008 gemachten Reformen zur Bankenregulierung zurücknehmen. Das berichtet "Spiegel Online" unter Berufung auf ein Trump-Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

Weiteres Thema war die Außenpolitik. "Ich würde mit ihm reden, ich hätte kein Problem damit, mit ihm zu reden", sagte Trump über den nordkoreanischen Diktator Kim Jong Un, der nach eigenen Aussagen über eine Atombombe verfügt und die USA als größten Feind seines Landes sieht.

Donald Trump zieht ins Weiße Haus ein: Die möglichen Konsequenzen.

Zuletzt hatte Trump bereits mit außenpolitischen Ankündigungen irritiert. In seiner Grundsatzrede "America first" ("Amerika zuerst") betonte er, die Außenpolitik der USA nur noch an amerikanischen Interessen ausrichten zu wollen. Damals nannte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier die Rede "nicht ganz frei von Widersprüchen".

Noch im vergangenen Jahr hatte Trump mit Aussagen über Waldimir Putin sowohl in der eigenen Partei als auch beim politischen Gegner für Aufregung gesorgt. So sagte er, dass er gut über Wladimir Putin denke und Putin gut über ihn. Ein Lob des Kremlchefs ("brillant und zweifellos talentiert") hatte er dankend angenommen. Zudem strebt Trump eine engere Zusammenarbeit mit Russland an, um im Anti-Terror-Kampf und bei der Frage der "Wiederherstellung des Weltfriedens" voranzukommen.

Darauf bezog sich nun wohl auch das Wahlkampfteam von Clinton. Aus diesem hieß es, nach den Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers über Kim Jong Un, dass er eine "bizarre Faszination" für starke Männer im Ausland habe. (cai)

Donald Trump im Weißen Haus – das ist eine Horrorvorstellung. Nicht nur für viele Amerikaner. EU-Politiker fürchten sich vor einer Art Männerpakt zwischen Trump und Wladimir Putin. USA-Experte Thomas Jäger erklärt, womit Deutschland und die EU rechnen müssten.