Thüringen wählt: Die Linke lag in Umfragen zuletzt deutlich vorne. Dahinter kämpfen die CDU und die AfD um Platz zwei. Welche Folgen das für die Regierungsbildung hat, erfahren Sie hier.

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Bodo Ramelow und die Linke wollen weiter in Thüringen regieren. Doch ob das nach der Landtagswahl 2019 noch möglich ist, ist zweifelhaft. Mit den aktuellen Koalitionspartnern, SPD und Grüne, reicht es Umfragen zufolge nicht. Rund eine Woche vor der Wahl erreicht die Regierung im Landtag insgesamt nur 44 Prozent.

Thüringen hat - mit hoher Wahlbeteiligung - einen neuen Landtag gewählt: Der große Sieger ist Bodo Ramelow. Doch auch wenn die Linke die absolute Mehrheit erringen konnte - die rot-rot-grüne Koalition hat ihre verloren. Verfolgen Sie alle Entwicklungen am Tag nach der Wahl in unserem Live-Ticker.

Bei einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage der Meinungsforscher von Infratest dimap für die ARD kam die Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow auf 29 Prozent als stärkste Partei. Sie verbesserte sich im Vergleich zu September um einen Punkt. Bei einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF-Politbarometer landete die Linke ebenfalls als stärkste Partei bei 27 Prozent.

Letzte Umfragen zur Landtagswahl in Thüringen: CDU und AfD gleich auf

Hinter ihr lagen die CDU und die AfD bei infratest dimap gleichauf bei 24 Prozent. Bei der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen erreichte die CDU - die vor fünf Jahren aus der Regierung fiel, aber die größte Landtagsfraktion stellt - 26 Prozent.

Die AfD mit ihrem umstrittenen Spitzenkandidaten und Parteichef Björn Höcke landete bei der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen bei 20 Prozent.

Über der Landtagswahl in Thüringen schwebt die Frage, wie das Land künftig überhaupt regiert werden kann. Das sind die Fallstricke und Eigenarten der Wahl.

Falls Rot-Rot-Grün abgewählt wird, steht eine mögliche Simbabwe-Koalition unter CDU-Kandidat Mike Mohring (Schwarz-Rot-Grün-Gelb) im Raum. Diese ist jedoch davon abhängig, ob die FDP in den Landtag zieht.

InstitutForschungsgruppe Wahlen 24.10. INSA 24.10.
CDU26%24%
SPD9%9%
Grüne7%8%
FDP5%5%
Linke28%28%
AfD21%24%
Sonstige4%2%

(dpa/sap)