Knapp zwei Monate nach der Landtagswahl ist die CDU-Politikerin Annegret Kramp-Karrenbauer erneut zur Ministerpräsidentin des Saarlandes gewählt worden.

Im Saarbrücker Landtag stimmten am Mittwoch 41 von 51 Abgeordneten für die CDU-Landesvorsitzende.

Das entspricht genau der Zahl der Mandate, über die die schwarz-rote Koalition an der Saar im Landtag verfügt.

Zehn Abgeordnete stimmten in der geheimen Wahl mit "Nein".

Ende März wurde im Saarland gewählt - jetzt haben sich CDU und SPD auf eine neue große Koalition geeinigt.

Kramp-Karrenbauer legte anschließend den Amtseid ab. Sie ist seit 2011 Ministerpräsidentin des kleinsten deutschen Flächenlandes.

Der neue Landtag hat vier Fraktionen. Die CDU war bei der Landtagswahl am 26. März mit 40,7 Prozent (24 Sitze) stärkste Partei geworden.

Die SPD kam auf 29,6 Prozent und 17 Sitze. Zudem sind die Linkspartei (7 Sitze) und die AfD (3 Sitze) im Landesparlament vertreten.

Je drei Minister für CDU und SPD

Nach der Wahl von Kramp-Karrenbauer stand am Mittwoch noch die Vereidigung der neuen Regierungsmannschaft auf der Tagesordnung. CDU und SPD stellen je drei Minister.

Der Landtag war bereits vor rund drei Wochen zum ersten Mal zusammengekommen, weil er sich laut Saar-Verfassung spätestens 30 Tage nach der Wahl konstituieren muss.

Annegret Kramp-Karrenbauer mit Regierungserklärung nächste Woche

Am nächsten Mittwoch (24. Mai) will Kramp-Karrenbauer eine Regierungserklärung abgeben.

Am Dienstag hatten Kramp-Karrenbauer und SPD-Vizechefin Anke Rehlinger den gemeinsamen Koalitionsvertrag unterzeichnet.© dpa

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