Wahl-Beben in Nordrhein-Westfalen: Die CDU geht als deutlich stärkste Partei aus der Landtagswahl hervor, die rot-grüne Koalition ist abgewählt. Nun beginnt für Wahlsieger Laschet die Suche nach einer stabilen Mehrheit. Der Wahlabend in der Ticker-Nachlese.

Hochrechnungen und das Endergebnis auf einen Blick


23:30 Uhr: An dieser Stelle verabschieden wir uns aus dem Ticker. Hier noch einmal das Wichtigste rund um die NRW-Wahl zusammengefasst.

  • Die SPD erlebt ein Debakel, die CDU geht als klarere Sieger aus der NRW-Wahl hervor. Auch die FDP kann stark zulegen, die AfD zieht in den Landtag ein. Die Grünen verlieren stark, die Linke bangte bis zuletzt um den Einzug in den Landtag.
  • Rot-Grün ist abgewählt, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ebenso. Sie tritt auch als SPD-Landesvorsitzende zurück.
  • Armin Laschet sucht nun einen Koalitionspartner. Wenn die Linke nicht in den Landtag einzieht, wäre ein Zweierbündnis mit der FDP möglich, doch Christian Lindner ist davon nicht so angetan. Eine Jamaika- und eine Ampel-Koalition wurden zuvor schon ausgeschlossen, bliebe am Ende also noch die Große Koalition.
  • Die Auswirkungen auf die Bundespolitik sind noch nicht absehbar - auch wenn klar ist, dass Merkel einen weiteren Sieg eingefahren hat und Schulz einen empfindlichen Dämpfer hinnehmen musste.

Laschets Triumph lässt auch die CDU-Kanzlerin jubeln, vom SPD-Hype um Martin Schulz bleiben nur Tränen der Enttäuschung. Wieder einmal könnte eine Wahl in Nordhein-Westfalen für den Bund ein starkes Zeichen setzen. Im Windschatten der CDU wieder da: die FDP.


SPD-Chef und -Kanzlerkandidat Martin Schulz hat Konsequenzen aus der schweren Wahlschlappe der Sozialdemokraten bei den Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen angekündigt. 


22:45 Uhr: Auch an der Koalitionsfront gibt es Neuigkeiten.

Wie bereits erwähnt: Sollte die Linke den Sprung in den Landtag nicht schaffen, wäre eine schwarz-gelbe Koalition rechnerisch möglich.

In der Wirtschaftspolitik sei man ganz nah an der FDP, so Laschet im ZDF-"heute-journal".

Aber: "Bei der Inneren Sicherheit ist es immer schwierig mit der FDP." Auf die Frage, warum FDP-Chef Christian Lindner nun davon spreche, CDU und Liberale seien in NRW nicht die gegenseitigen Wunschpartner, erklärt Laschet: "Man wundert sich manchmal, da müssen Sie ihn fragen." (siehe Eintrag um 20:25 Uhr)
Koalitionsoptionen lässt sich Laschet offen. "Politik ist kein Wunschkonzert." Es gehe nun darum zu sondieren, mit wem die CDU die größten Schnittmengen habe.

Eine große Koalition mit der SPD wollte er ausdrücklich nicht ausschließen.

22:15 Uhr: Laschet bangt weiter, liegt in seinem Wahlkreis mittlerweile aber knapp vorne.

Zuvor sah es lange so aus als würde die SPD-Kandidatin Daniele Jansen ihm das Direktmandat wegschnappen.

Das hätte ihn unter bestimmten Umständen sogar Probleme für den Antritt des Postens als Ministerpräsident bereiten können. (siehe nächster Eintrag)

[Update: Armin Laschet hat das Direktmandat im Wahlkreis Aachen II mit 35,79 Prozent gegen Daniela Jansen (34,85 Prozent) geholt]

21:40 Uhr: Es könnte noch einmal spannend werden für Armin Laschet. Denn in seinem Wahlkreis Aachen II droht ihm eine Niederlage.

Nach Auszählung etwa der Hälfte der Stimmen liegt er knapp hinter der SPD-Kandidatin Daniela Jansen.

Das Problem: Ein Ministerpräsident in NRW muss laut Landesverfassung ein Landtagsmandat inne haben.

Laschet ist eigentlich über die CDU-Landesliste abgesichert, steht dort auf Platz eins. Doch wenn die CDU zu viele Direktmandate holt, könnte es sein, dass niemand über die Liste in den Landtag einziehen kann.

Dann müsste ein Direktkandidat für Laschet verzichten.


21:15 Uhr: Auch in Berlin bevorzugt man offenbar eine NRW-Regierung mit stabiler Mehrheit.

Kanzleramtsminister Peter Altmaier wertet die Wahl "kraftvolles Signal" für eine stabile Landesregierung unter CDU-Führung.

Die Bundesregierung sieht der CDU-Politiker in einem ARD-Interview zugleich gestärkt "für das, was wir leisten müssen, um Europa auf Kurs zu halten und auf Kurs zu bringen".

Auf die Frage, ob er nach dem Erfolg der FDP in NRW von einem schwarz-gelben Bündnis nach der Bundestagswahl träume, sagt Altmaier: "Ich bin Kanzleramtsminister und als solcher sollte man nur privat träumen."

20:47 Uhr: Langsam kommt Licht ins Dunkel der möglichen Koalitionen.

CDU-Wahlgewinner Armin Laschet sagte im TV-Sender Phoenix: "Wir brauchen vor der riesigen Aufgabe in NRW eine stabile Mehrheit. Und mit wem das am besten möglich ist, das werden wir in den nächsten Tagen besprechen und erörtern."

Klingt eher nach großer Koalition als nach Schwarz-Gelb. Denn CDU und FDP hätten nach aktuellem Stand nur eine äußerst knappe Mehrheit.

20:45 Uhr: Hannelore Kraft tritt zwar als SPD-Landesvorsitzende zurück - aber ganz von der Politik will sie sich nicht verabschieden.

Sie will als normale Landtagsabgeordnete im Düsseldorfer Parlament bleiben.

Sie hoffe, dass sie ihren Wahlkreis in Mülheim an der Ruhr gewinne und dann direkt in das Landesparlament einziehe, so Kraft in der "Tagesschau".

20:25 Uhr: Kommt es jetzt zu Schwarz-Gelb oder nicht?

Unabhängig davon, ob es rechnerisch möglich ist, irritieren in dieser Frage durchaus deutliche Töne von FDP-Chef Christian Lindner.

"Es könnte sein, dass es eine schwarz-gelbe Mehrheit gibt. Eine schwarz-gelbe Mehrheit heißt aber nicht, dass es eine schwarz-gelbe Regierung gibt."

In den vergangenen Wochen habe die CDU mehr Wahlkampf gegen die FDP als gegen die SPD gemacht. "Ich nehme das aber sportlich", so Lindner: "Wir sind aus eigener Kraft gewählt worden und entsprechend eigenständig gehen wir in die Wahlperiode."

Oder um es noch deutlicher zu hören: "Ich bin nämlich nicht der Wunsch-Koalitionspartner von Herrn Laschet und er nicht meiner."


20:15 Uhr: Hier eine kurze Zusammenfassung zum Wahl-Abend

  • Debakel für die SPD, Triumph für die CDU: Vier Monate vor der Bundestagswahl hat die Union auch die dritte und wichtigste Landtagswahl des Jahres in NRW deutlich gewonnen.
  • Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat nach der Abwahl von Rot-Grün alle Ämter in der SPD-Führung niedergelegt. Die SPD fährt ihr schlechtestes Ergebnis in der Landesgeschichte ein.
  • Nach ersten Hochrechnungen deutet vieles darauf hin, dass es nun zum ersten Mal eine große Koalition geben dürfte. Sollte die Linke den Einzug in den Landtag verpassen, wäre auch eine schwarz-gelbe Mehrheit denkbar.
  • Die Grünen mussten zum dritten Mal in Folge Verluste hinnehmen. Die AfD ist nun in 13 von 16 Landtagen vertreten.
  • Die Wahlbeteiligung stieg laut ZDF liegt bei 66 Prozent. Vor fünf Jahren lag die Beteiligung bei 59,6 Prozent.

20:00 Uhr: Die SPD ist der Wahl-Verlierer, hat bei der Wahl bis zu acht Prozent verloren.

Aber an wen eigentlich? Oder eher: an wen eigentlich nicht?


19:40 Uhr: Jetzt könnte es doch noch zur Überraschung kommen.

Laut neuester Hochrechnung wäre die Linke raus aus dem Landtag. Das heißt zugleich: Schwarz-Gelb hätte eine Mehrheit.


19:20 Uhr: Und was sind die Gründe für den CDU-Sieg?

Laut Forschungsgruppe Wahlen lag es an guten Kompetenzwerten, Defiziten beim politischen Gegner und einem deutlichen Rückenwind aus der Bundespolitik.

So genoss Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel in NRW ein deutlich höheres Ansehen (2,2) als der SPD-Herausforderer Martin Schulz (1,0), schreibt die Forschungsgruppe Wahlen.

Dass Merkel oder Schulz für ihre Parteien an Rhein und Ruhr hilfreich waren, glauben 56 beziehungsweise lediglich 31 Prozent.

19:10 Uhr: Wer regiert denn jetzt bald in NRW?

Diese Frage ist den aktuellen Hochrechnungen zufolge völlig offen, denn ...

  • ... die Grünen schließen eine Jamaika-Koalition aus
  • ... die FDP schließt eine Ampel aus
  • ... für CDU und FDP dürfte es nicht reichen - zumindest, wenn die Linke in den Landtag einzieht

So erscheint am Ende eine große Koalition als wahrscheinlich. Vor allem, nachdem Hannelore Kraft zurückgetreten ist, scheint der Weg dafür frei zu sein.

Wahlsieger Armin Laschet sagte dazu: "Mit allen Demokraten werde ich das Gespräch suchen."

Dann werde man sehen, mit welchen Parteien es die größten Gemeinsamkeiten gebe.


19:00 Uhr: Wie viel Anteil hat SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz an dem Wahl-Debakel?

Für die CSU viel: "Das Wahlergebnis ist eine Erdrutschwahl. Der Schulz-Effekt zieht die Partei weiter runter", so Bayerns Finanzminister Markus Söder im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Rot-Grün habe NRW abgewirtschaftet und sei dafür abgewählt worden. "Das gibt starken Rückenwind für die Union in Berlin."

Und wie sieht es Schulz selbst? Er sagt: "Ich bin auch kein Zauberer. (...) Wir müssen überlegen, was war mein Anteil daran?"


18:46 Uhr: Christian Lindner hat die FDP nicht nur zur drittstärksten Kraft in NRW gemacht - er lässt sich auch vor seinen Anhängern feiern.

Christian Lindner (M) lässt sich feiern.

Und er blick auch schon nach vorne: "Mit einem Comeback der FDP im Bund ist zu rechen."

18:42 Uhr: Die CDU hat aus Sicht ihres Spitzenkandidaten Armin Laschet ihre Ziele bei der Landtagswahl erreicht.

"Wir haben zwei Wahlziele gehabt: Rot-Grün zu beenden und stärkste politische Partei zu werden. Und beides ist gelungen", so Laschet unter dem Jubel seiner Anhänger in Düsseldorf. "Heute ist ein guter Tag für Nordrhein-Westfalen."

Armin Laschet wird wohl neuer Ministerpräsident in NRW. Aber auch Merkel darf sich als Siegerin der Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen fühlen.

18:33 Uhr: Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat nach den Worten des stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, ihre "Wahlziele nicht erreicht".

In der ARD sagte er am Sonntagabend: "Es ist eine krachende Niederlage, und wir werden lange brauchen, bis wir das analysiert haben."

Allerdings habe die Wahl in NRW nichts mit der bevorstehenden Bundestagswahl zu tun. "Hier ist über die Landespolitik abgestimmt worden, nicht über die Bundespolitik", sagte Lauterbach.

Den Begriff "krachende Niederlage" benutzte wenig später auch SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

18:30 Uhr: Die CDU hat ihren Sieg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen als kräftigen Rückenwind für die Bundestagswahl im September und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewertet.

"In unruhigen Zeiten wird seriöses Regieren und eine vertrauensvoll arbeitende Kanzlerin eben auch geschätzt", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer.

Dies habe man außer in NRW auch bei den jüngsten Landtagswahlen in Schlesig-Holstein und im Saarland gesehen. "Wir gehen sehr, sehr zuversichtlich mit viel Rückenwind in die Bundestagswahl. Und deswegen war das ein riesiger Erfolg in Nordrhein-Westfalen für uns."

Landesvorsitzende zieht Konsequenz aus Niederlage der SPD in NRW.


18:25 Uhr: Kraft sagte bevor sie ihren Rücktritt angekündigt hat: "Es hat nicht gereicht. Wir haben das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler nicht gewinnen können."

18:22 Uhr: Erste Konsequenzen aus dem Wahl-Debakel der SPD. Hannelore Kraft tritt als Landesvorsitzende und stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende zurück.


18:15 Uhr: Und so reagieren die Parteien

Die CDU jubelt:


Die FDP feiert:


Die Grünen leiden:


Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt (l) und die NRW-Spitzenkandidatin Sylvia Lörmann.

Die AfD sagt solala:


18:12: Und hier nun die erste Hochrechnung zur Wahl in NRW


18:05 Uhr: Lange Gesichter bei SPD und Grünen, frenetischer Jubel bei CDU und FDP: Die Wahl in NRW ist doch deutlicher ausgegangen als erwartet.

Spannung gibt es nur noch bei der Frage, ob die Linke in den Landtag einzieht - und welche Koalitionen möglich sind.


Übrigens: Die AfD zieht zwar deutlich in den Landtag ein, aber sie verpasst ihr selbst gesetztes Ziel, ein zweistelliges Ergebnis einzufahren.

18:00: Und hier nun die erste Prognose zur Wahl in NRW


Weitere Informationen zur aktuellen Prognose, finden Sie hier.

17:50 Uhr: In zehn Minuten kommt die erste Prognose.

Wer NRW in den kommenden fünf Jahren regieren wird, dürfte dann aber noch nicht feststehen - denn es dürfte ziemlich eng zugehen.

Am Ende könnten dem Landtag sechs Parteien angehören, eine Zwei-Parteien-Koalition scheint daher ausgeschlossen.

17:42 Uhr: Sollte die CDU die Wahl heute gewinnen, wäre das der erst vierte konservative Ministerpräsident in NRW.


17:35 Uhr: Gebanntes Warten bei der SPD auf der Wahlparty in Düsseldorf.


In 25 Minuten ist es soweit, dann kommt die erste Prognosen.

Wir halten Sie hier natürlich auf dem Laufenden.

17:23 Uhr: Sowohl Hannelore Kraft als auch Armin Laschet haben den obligatorischen Wahlgang medienwirksam hinter sich gebracht.

FDP-Spitzenkandidat Christian Lindner hat ihn sich hingegen gespart - und per Briefwahl abgestimmt.

Dabei hat ein prominentes Vorbild: Oskar Lafontaine. Der Spitzenkandidat der Linken bei der Saarland-Wahl im März hatte sich ebenfalls das Blitzlichtgewitter von Fotografen und Journalistenfragen nach seiner Stimmung geschenkt und die Briefwahl vorgezogen.

"Denn ich will am Sonntag in Ruhe ausschlafen und spazieren gehen", lautete Lafontaines Begründung.

Was Lindner stattdessen getan hat, ist nicht bekannt.

Wahlbeteiligung schon jetzt so hoch wie 2012

17:10 Uhr: Neue Zahlen zur Wahlbeteteiligung: Wie der MDR berichtet, haben bis 16:00 Uhr bereits über 59 Prozent der Bürger ihre Stimmen abgegeben.

So viele hatten wie schon geschrieben vor fünf Jahren insgesamt gewählt (59,2 Prozent).

Der öffentlich-rechtliche Sender beruft sich dabei auf Angaben von Landeswahlleiter Wolfgang Schellen.

17:05 Uhr: Die Umfragen deuten auf einen äußerst knappen Ausgang der Wahlen hin.


Für Rot-Grün dürfte es wohl nicht mehr reichen. Und möglicherweise wird die SPD auch als stärkste Kraft von der CDU abgelöst.

Unabhängig davon sind die Umfragen ziemlich uneindeutig - gerade bei der Frage, wie stark die kleineren Parteien abschneiden werden.

Aber gerade sie sind es, die sowohl SPD als auch CDU für eine stabile Mehrheit brauchen würden.

17:03 Uhr: Momentan regiert in NRW eine rot-grüne Regierung.

Neben SPD, den Grünen, der CDU und der FDP sind auch die Piraten im Landtag.

Sie werden dieses Mal wohl nicht erneut den Einzug schaffen.

Die genauen Mehrheitsverhältnisse im Landtag in Düsseldorf sehen Sie hier.


17:00 Uhr: Was waren eigentlich die Wahlkampfthemen in NRW?

Die CDU hält Rot-Grün manche Wirtschaftsprobleme vor. Sie spielt auch das Thema Innere Sicherheit und spricht von Pannen der Behörden etwa bei den Übergriffen der Kölner Silvesternacht und im Umgang mit dem späteren Berliner Attentäter Anis Amri.
Gestritten wird zudem über die Ausgestaltung des Abiturs, auch wenn sich fast alle einig sind, dass neun Jahre Dauer zumindest möglich sein sollen.

Viel Kritik gibt es an der Mietpreisbremse, vor allem seitens der FDP, CDU und AfD.

Deutlich höhere Wahlbeteiligung erwartet

16:52 Uhr: Es zeichnet sich übrigens eine deutlich höhere Wahlbeteiligung als vor fünf Jahren ab. Damals gingen jedoch lediglich 59,6 Prozent der Wähler an die Urne. Ein wirklich niedriger Wert.

Diesmal sieht es besser aus: Bis zum Mittag (12:00 Uhr) hatte der Landeswahlleiter in acht ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten eine Beteiligung im Schnitt von knapp 34 Prozent festgestellt (+ fünf Prozent).

In einigen Städten wie Köln und Essen hatten 38,3 Prozent beziehungsweise 40,4 Prozent der Wahlberechtigten bis 14:00 Uhr ihre Stimmen abgegeben.

Die Wahllokale sind bis 18:00 Uhr geöffnet. Dann finden Sie hier im Ticker und in diesem Artikel alle Prognosen und Hochrechnungen.

16:45 Uhr: Das sind übrigens die Spitzenkandidaten der Parteien bei der NRW-Wahl:

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Landtagswahl in NRW: Das sind die Spitzenkandidaten

Vier bekannte Gesichter und ein Neuling prägen den Landtagswahlkampf in Nordrhein-Westfalen. Am 14. Mai wird auch darüber abgestimmt, wem von ihnen die Wähler am ehesten vertrauen. Die Konkurrenten im Kurzporträt.

16:40 Uhr: Im Saarland und bei der Wahl in Schleswig-Holstein hat die SPD trotz ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz nicht punkten können - der viel zitierte Schulz-Effekt ist schon wenige Wochen nach dessen Nominierung als SPD-Kanzlerkandidat verpufft.

Die NRW-Wahl könnte nun auch eine Vorentscheidung für den Bund bringen. Verliert die SPD um Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in ihrem Stammland die Mehrheit, sinken auch Schulz' Chancen auf die Kanzlerschaft.

Schulz stammt auch noch aus NRW, genauer gesagt aus Würselen. Also eigentlich ein Heimspiel für den SPD-Mann.

Mehr zu Martin Schulz lesen Sie hier.

16:30 Uhr: Die Wahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland stehen heute an. Seit dem Vormittag sind 13,1 Millionen Bürger dazu aufgerufen, einen neuen Landtag für Nordrhein-Westfalen zu wählen - und damit fast ein Fünftel aller Wahlberechtigten in Deutschland.

Vor allem deswegen gilt die NRW-Wahl auch als "kleine Bundestagswahl". Die Abstimmung dürfte auch Auswirkungen auf das Kanzler-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz haben.

Weitere Gründe, warum die NRW-Wahl so wichtig ist, lesen Sie hier.


Teaserbild: © picture alliance / Arne Dedert/d